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Märkte

Ölpreis fällt vor Wochenende – dafür gibt es drei konkrete Gründe

Claudio Kummerfeld

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Ölpumpe Beispielfoto

Der Ölpreis fällt. Hin und Her, und nochmal Hin und Her mit den Kursen. Das treibt den Trader ja fast in den Wahnsinn? Wir haben seit Tagen davor gewarnt, dass der steigende Ölpreis im Zuge positiver Signale zum Handelskrieg eine wacklige Geschichte darstellt. Und was passiert aktuell? WTI-Öl fällt vom gestrigen Hoch bei 57,84 Dollar aktuell auf bis zu 56,08 Dollar. Im Chart sieht man den Verlauf seit letztem Freitag Abend. Drei Gründe gibt es für diesen Rückfall im Kursverlauf.

Aktuelle Ängste zum Handelskrieg belasten Ölpreis

Seit Tagen hört man immer wieder kleine positive Signale, dass sich der Handelskrieg zwischen den USA und China entspannen sollte. Aber jüngst kamen dann auch wieder negative Signale. Innerhalb der Trump-Administration (zum Beispiel Vizepräsident Pence) soll es deutlichen Widerstand gegen eine entspanntere Haltung gegenüber China geben. Also, zack, auf einmal ist die Angst zurück, dass es doch nichts wird mit einer gegenseitigen Abschaffung von Zöllen.

Lagerbestände steigen weiter an

Die Lagerbestände für Rohöl in den USA wurden Mittwoch Nachmittag mit +7,9 Millionen Barrels vermeldet, womit sich im Großen und Ganzen der wochenlange Aufwärtstrend in den Lagerbeständen fortsetzt! Vollere Lager drücken gegen den Ölpreis, was man Mittwoch Nachmittag auch im Chart sehen konnte mit fallenden Kursen. Aber ab Donnerstag früh übernahm wieder die Euphorie im Handelskrieg das Zepter, die ja nun aktuell ein wenig verflogen zu sein scheint.

OPEC

Seit geraumer Zeit war spekuliert worden, dass die OPEC bei ihrem offiziellen Meeting in vier Wochen in Wien ihre große Fördermengenkürzung (-1,2 Mio Barrels pro Tag) nicht zeitlich, sondern endlich mal auch auf die Kürzungsmenge bezogen ausweitet. Auch dies war seit Wochen ein stützender Faktor auf dem Weg nach oben für den Ölpreis. Aber jüngst gab es basierend auf neuesten OPEC-Prognosen Hoffnung, dass sich die Nachfrageseite besser entwicklen könnte. Dadurch könnte die Notwendigkeit für eine stärkere Mengenkürzung bei der Förderung vielleicht entfallen. Mutmaßlich will Saudi-Arabien seine Partner wohl doch nicht zu einer Mengenkürzung drängen. Aber in diesem Punkt ist die Lage laut Berichten unklar.

Wie immer vor den OPEC-Treffen in Wien fängt in den letzten Tagen vorher die Gerüchteküche an zu brodeln, immer mehr und mehr. So wohl auch dieses Mal? Vielleicht gibt es ja noch einen deutlich fallenden Ölpreis bis Anfang Dezember? Das könnte die Meinung der OPEC ändern, so dass man doch die Mengenkürzung erhöht, um den Ölpreis nach oben zu pushen? Wie auch immer… die ganz aktuelle Angst rund um den Handelskrieg dämpft die Euphorie am Ölmarkt – zumindest jetzt kurz vor dem Wochenende. Es ändert sich täglich oder wöchentlich ständig etwas in Sachen Handelskrieg. Jetzt gehen wir offenbar mit gedämpfter Stimmung ins Wochenende, wenn man nur aufs Öl schaut.

Ölpreis WTI seit Ende letzter Woche

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Finanznews

Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

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Indizes

Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

Rüdiger Born

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Indizes

Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

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Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

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