Folgen Sie uns

Märkte

Ölpreis fällt vor Wochenende – dafür gibt es drei konkrete Gründe

Avatar

Veröffentlicht

am

Ölpumpe Beispielfoto

Der Ölpreis fällt. Hin und Her, und nochmal Hin und Her mit den Kursen. Das treibt den Trader ja fast in den Wahnsinn? Wir haben seit Tagen davor gewarnt, dass der steigende Ölpreis im Zuge positiver Signale zum Handelskrieg eine wacklige Geschichte darstellt. Und was passiert aktuell? WTI-Öl fällt vom gestrigen Hoch bei 57,84 Dollar aktuell auf bis zu 56,08 Dollar. Im Chart sieht man den Verlauf seit letztem Freitag Abend. Drei Gründe gibt es für diesen Rückfall im Kursverlauf.

Aktuelle Ängste zum Handelskrieg belasten Ölpreis

Seit Tagen hört man immer wieder kleine positive Signale, dass sich der Handelskrieg zwischen den USA und China entspannen sollte. Aber jüngst kamen dann auch wieder negative Signale. Innerhalb der Trump-Administration (zum Beispiel Vizepräsident Pence) soll es deutlichen Widerstand gegen eine entspanntere Haltung gegenüber China geben. Also, zack, auf einmal ist die Angst zurück, dass es doch nichts wird mit einer gegenseitigen Abschaffung von Zöllen.

Lagerbestände steigen weiter an

Die Lagerbestände für Rohöl in den USA wurden Mittwoch Nachmittag mit +7,9 Millionen Barrels vermeldet, womit sich im Großen und Ganzen der wochenlange Aufwärtstrend in den Lagerbeständen fortsetzt! Vollere Lager drücken gegen den Ölpreis, was man Mittwoch Nachmittag auch im Chart sehen konnte mit fallenden Kursen. Aber ab Donnerstag früh übernahm wieder die Euphorie im Handelskrieg das Zepter, die ja nun aktuell ein wenig verflogen zu sein scheint.

OPEC

Seit geraumer Zeit war spekuliert worden, dass die OPEC bei ihrem offiziellen Meeting in vier Wochen in Wien ihre große Fördermengenkürzung (-1,2 Mio Barrels pro Tag) nicht zeitlich, sondern endlich mal auch auf die Kürzungsmenge bezogen ausweitet. Auch dies war seit Wochen ein stützender Faktor auf dem Weg nach oben für den Ölpreis. Aber jüngst gab es basierend auf neuesten OPEC-Prognosen Hoffnung, dass sich die Nachfrageseite besser entwicklen könnte. Dadurch könnte die Notwendigkeit für eine stärkere Mengenkürzung bei der Förderung vielleicht entfallen. Mutmaßlich will Saudi-Arabien seine Partner wohl doch nicht zu einer Mengenkürzung drängen. Aber in diesem Punkt ist die Lage laut Berichten unklar.

Wie immer vor den OPEC-Treffen in Wien fängt in den letzten Tagen vorher die Gerüchteküche an zu brodeln, immer mehr und mehr. So wohl auch dieses Mal? Vielleicht gibt es ja noch einen deutlich fallenden Ölpreis bis Anfang Dezember? Das könnte die Meinung der OPEC ändern, so dass man doch die Mengenkürzung erhöht, um den Ölpreis nach oben zu pushen? Wie auch immer… die ganz aktuelle Angst rund um den Handelskrieg dämpft die Euphorie am Ölmarkt – zumindest jetzt kurz vor dem Wochenende. Es ändert sich täglich oder wöchentlich ständig etwas in Sachen Handelskrieg. Jetzt gehen wir offenbar mit gedämpfter Stimmung ins Wochenende, wenn man nur aufs Öl schaut.

Ölpreis WTI seit Ende letzter Woche

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Investieren Sie wie die Norweger

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

verlassen Sie sich bei der Planung Ihres Lebensabends auf die Zahlungen der deutschen Rentenversicherung? Für viele in unserem Land ist dieses Einkommen im Alter nicht nur ein Teil, sondern die einzige Vorsorge. Diese Einstellung halte ich für blauäugig. Das umlagefinanzierte System kann schon lange nicht mehr das leisten, was einst versprochen wurde. Der demografische Wandel führt mit Sicherheit in eine Zukunft, in der die Arbeitnehmer die Rentenansprüche nicht mehr erwirtschaften können. Diese Zukunft hat bereits begonnen: 2018 konnten lediglich 85% der Rentenansprüche durch Beiträge gedeckt werden. Der Staat musste der Kasse mit 69,5 Milliarden Euro Steuergeldern aushelfen.

Der größte Staatsfond der Welt wächst immer weiter

Eine private Vorsorge fällt vielen in Zeiten von Negativzinsen schwer. Ein Großteil der Deutschen scheut bis heute den Aktienmarkt. In Norwegen übernimmt kurzerhand der Staat die Investitionsentscheidung für seine Bürger. Das Land im hohen Norden hat enorme Öl- und Gasvorkommen. Daraus erwachsen riesige Steuereinnahmen. Seit 1990 wandern diese Einnahmen in den staatlichen Pensionsfonds. Das darin angesammelte Vermögen der Norweger überschreitet selbst das der…..

Den gesamten Artikel können Sie lesen, wenn Sie sich für den Newsletter „Profit Alarm“ anmelden. Sie erhalten dann täglich per Email eine exklusive Analyse. Der Service ist für Sie völlig kostenfrei!

weiterlesen

Indizes

Aktienrückkäufe: Entgleist der Kapitalismus?

Über das „Financial Engineering“ der amerikanischen Finanzmafia, sorry: Finanzindustrie..

Avatar

Veröffentlicht

am

Sie waren seit der Finanzkrise im Jahr 2009 der große Treiber für die Aktienkursentwicklung in den USA: die Aktienrückkäufe der Unternehmen. Es sind die Aktienrückkäufe, die maßgeblich die Gewinne der Firmen nach oben pushen durch eine stetige Reduzierung des Aktienangebotes (Free Float). Das ist ein unglaublicher geldwerter Vorteil für Vorstände und Aktionäre, insbesondere dann, wenn man auf die richtigen Buyback-Könige gesetzt hat. Mit Hilfe der Aktienrückkäufe konnten sich die großen US-Indizes seit dem Konjunkurtief schließlich vervierfachen..

Effekte und Dimension der Aktienrückkäufe

Es gibt einen interessanten langfristigen Vergleich zwischen der Entwicklung des S&P 500 und einem Spezialindex, dem S&P 500 Buyback-Index, in dem die 100 Indexwerte mit den umfangreichsten Aktienrückkäufern enthalten sind. Ergebnis:

Seit dem Jahr 2000 stieg der S&P 500 um 100 Prozent, der S&P Buyback Index hingegen legte um sagenhafte 600 Prozent zu.

Änderungen in der Steuergesetzgebung haben zu Beginn des neuen Jahrtausends einen unglaublichen Boom in den Vereinigten Staaten ausgelöst. Während sich das Gesamtvolumen der Aktienückkäufe zwischen 1999 und 2004 noch zwischen 100 und 200 Milliarden US-Dollar bewegte, so gaben die S&P-500-Firmen 2007 bereits 600 Milliarden US-Dollar für den Erwerb eigener Aktien aus. Die Finanzkrise unterbrach diese Rückkauf-Orgie, um anschließend sich bis zum Jahr 2018 noch einmal gewaltig zu steigern.

Hierzu noch einmal ein paar Zahlen:

Das Rückkaufvolumen hat sich von 2009 tendenziell gesteigert und im Jahr 2018, als Folge der Steuerreform die Billionengrenze (alle 3000 großen Aktien in den USA betreffend) überstiegen, insgesamt über fünf Billionen Dollar. Ein Wahnsinn, wenn man die Gesamtmarktkapitalisierung des S&P 500 von gut 22 Billionen Dollar betrachtet – alle deutschen Aktien kosten dagegen nicht einmal die Hälfte der Rückkaufsumme.

Die Rangliste der Aktienückkäufe führt Apple mit 239 Milliarden Dollar seit 2009 an, 2018 allein betrug die Summe 74,2 Milliarden – und die Orgie ist noch nicht vorbei. Jetzt werden diese Buybacks aber nicht einmal mehr vom Cashflow des ehemaligen Renditekönigs gedeckt.
Die US-Unternehmen investieren nicht mehr so stark in die unternehmerische Zukunft als in das eigene Wertpapier, zur stetigen Renditeverbesserung und zum Wohle der Klientel.

Die US-Politik hat das Problem erkannt, insbesondere die Demokraten, aber wer hat die Kraft sich gegen die Wall Street zu stemmen?

Die USA, ein Vorbild im Financial Engineering? Schlimmer noch, das Ganze macht international auch noch Schule.

Jetzt hat die Entwicklung auch in Europa Einzug gehalten, die Ankündigungen der Dax-Unternehmen deuten auf eine gewaltige Steigerungsrate hin. Und erst recht in Japan. Nach den Daten von Aspoma Asset Management sind die dortigen Aktienrückkäufe 2019 um 164 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Kein Wunder, dass im Land der Dauerniedrigzinsen die Aktienkurse trotz heftigen konjunkturellen Gegenwinds steigen.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
weiterlesen

Devisen

US-Dollar vor Kollaps? Marc Friedrich und Wladimir Putin mit Statement

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Geldkoffer voll mit US-Dollar Beispielbild

Es ist wohl auch eine Frage der Formulierung. Kollaps, Niedergang, Bedeutungsverlust? All diese Worte sind aktuell im Umlauf dank Bestsellerautor Marc Friedrich in seinem aktuellsten Video. Er spricht über den US-Dollar. Und ohhh Wunder, wird man nun sagen, er sieht die bisherige Weltleitwährung mehr als kritisch. In seinem aktuellen Video verweist er auf die jüngsten Aussagen von Wladimir Putin zum US-Dollar.

Putin über die schwindende Bedeutung des US-Dollar

Wladimir Putin sehe es so (wird im Video ab Minute 1:10 gezeigt mit Untertitel). Der US-Dollar habe weltweit großes Vertrauen genossen als Weltleitwährung. Die USA würden den US-Dollar aber inzwischen als politisches Instrument einsetzen. Putin spricht über die Sanktionen gegen Russland, Iran und Venezuela. Die Nutzung des US-Dollar durch diese Länder sei eingeschränkt worden. Viele Länder würden sich von der Verwendung des US-Dollar als Reservewährung abwenden. Das Vertrauen in den Dollar werde untergraben.

Gesponserter Inhalt

Wollen Sie aktiv Devisen oder Rohstoffe handeln? bietet ein besonders hochwertiges Trading-Tool für Sie! Je enger die Spreads sind, also je geringer der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs, desto schneller kommen Sie bei einem positiven Trade in die Gewinnzone. Sichern Sie sich für bestimmte Märkte besonders günstige Sonderkonditionen für ihren aktiven Börsenhandel, . Eröffnen Sie hier ein Konto und starten Sie Ihr Trading. Viel Erfolg!

Marc Friedrich geht in seinen weiteren Ausführungen auch auf den Fakt ein, dass zahlreiche Notenbanken vor allem in diesem Jahr ihre Bestände an physischem Gold massiv ausweiten. Länder wie Russland etc würden ihre Bestände an US-Dollar gegen Gold tauschen, und versuchen sich (so unsere Anmerkung) vom Dollar unabhängig machen. Außerdem hat man mit Gold ja noch etwas Handfestes, und keine Papierwährung, die nicht durch Sachwerte gedeckt ist. Gold werde laut Marc Friedrich zukünftig auch ein „goldenes Zeitalter“ erleben.

Ein langer schleichender Prozess

Unsere Anmerkung: Der Niedergang des US-Dollar wurde schon so oft beschworen in den letzten Jahren. Er ist bislang ausgeblieben. Der Euro oder vielleicht irgendeine neue Kryptowährung könnten Alternativen sein. Aber wohl nicht heute, und auch nicht morgen. Es mag sein, dass der US-Dollar wie angesprochen schleichend an Bedeutung verliert, weil die USA wohl ungewollt durch ihre zahlreichen Sanktionen viele Regierungen aufgeschreckt haben, die nicht so enden wollen wie der Iran oder Venezuela, im Würgegriff von US-Sanktionen.

Auf einmal merkt man, wie abhängig man von Zahlungen in US-Dollar und direkt/indirekt von den USA ist – und versucht nun sich auf lange Sicht von dieser Abhängigkeit zu lösen. Marc Friedrich und Wladimir Putin könnten Recht haben. Aber solche Prozesse ziehen sich über eine lange Zeit hin. Es gibt auch keinen festen Termin, wo man laut aufschreit und sagt „jetzt ist es soweit“. Es ist ein schleichender langer Prozess.

weiterlesen


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen