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Ölpreis fällt weiter – wir nennen vier konkrete Gründe

Bohrinseln für Öl vor der schottischen Küste

Der Ölpreis fällt derzeit weiter. Damit zeichnet sich ein kleiner Trend ab, der vor genau einer Woche begann, als WTI-Öl noch auf Niveaus um die 43 Dollar notierte. Schon gestern besprachen wir die Öl-Schwäche. Seit heute Nacht geht sie weiter von 39 auf aktuell 37,26 Dollar. Inzwischen kommen weitere Gründe für den Preisfall hinzu. Vier konkrete Begründungen für diesen Rückfall im Ölpreis wollen wir in diesem Artikel ansprechen (beim Klick an dieser Stelle finden Sie eine gestrige charttechnische Betrachtung einer möglicherweise startenden Korrektur bei Öl).

Ölpreis achtet auf den US-Dollar

Wie auch Gold achtet Öl derzeit verstärkt auf den US-Dollar. Wo der Greenback monatelang gefallen war, konnte Öl monatelang genau wie der Goldpreis bequem ansteigen. Natürlich hatte das noch andere Gründe, aber der schwache US-Dollar war ein Grund. Seit genau einer Woche ist der US-Dollar nun wieder am Ansteigen, was alles schwächt, das gegen ihn gehandelt wird. Dementsprechend fällt auch der Ölpreis! Betrachten wir dazu den folgenden Chart, der seit letztem Mittwoch den fallenden Ölpreis gegen den steigenden US-Dollar zeigt. Jüngst nimmt der Dollar-Anstieg weiter Fahrt auf, was den Ölpreis aktuell weiter gefährdet.

Chart zeigt letzter Woche fallenden Ölpreis gegen steigenden US-Dollar

Die große Angst vor dem Nachfrageeinbruch

Aktuell hört man einiges von der großen Nachfrageangst in Sachen Öl. Diese Angst bezieht sich zum Beispiel auf das Ende der „Driving Season“ in den USA (Sommerferien vorbei). Und man kann diese Angst auch auf Nachrichten aus China beziehen, wo die Öl-Importe im August den tiefsten Stand seit April erreicht haben sollen. Das macht dem Long-Trader am Terminmarkt natürlich Angst, und zack, der Ölpreis kriegt wacklige Beine.

Saudis senken Preise

Gestern berichteten wir bereits über den abgesenkten Ölpreis von Saudi-Aramco (das Unternehmen verkörpert die gesamte Öl-Förderung in Saudi-Arabien). Man hat die Lieferpreise für Oktober für den asiatischen Markt um 1,40 Dollar gesenkt. Auch dies lässt auch Nachfrageprobleme schließen.

Trump macht mal wieder Ärger

Und wenn schon mal schlechte Nachrichten für die Öl-Bullen da sind, dann muss sich auch noch Donald Trump melden, und zwar mit der Drohung die große wirtschaftliche Verknüpfung zwischen den USA und China (Chimerika) zu beenden. Dies bringt natürlich sofort die Angst vor einem sinkenden Welthandel wieder auf den Tisch, was weniger Öl-Nachfrage bedeuten würde, was wiederum negativ auf den Ölpreis wirkt. Man werde Amerika zur produzierenden Supermacht der Welt machen, und man werde die Abhängigkeit von China ein für alle Mal beenden, sei es durch Entkopplung oder durch massive Zölle, wie man es bereits getan habe. Man werde die Abhängigkeit von China beenden, weil man sich nicht auf China verlassen könne, so Trump laut Berichten. Tja, das könnte wie vielleicht nur heiße Luft sein in Wahlkampfzeiten. Wie auch immer, im Augenblick wirken auch diese Worte negativ auf den Ölpreis.



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