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Märkte

Ölpreis fällt weiter – wir nennen vier konkrete Gründe

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Bohrinseln für Öl vor der schottischen Küste

Der Ölpreis fällt derzeit weiter. Damit zeichnet sich ein kleiner Trend ab, der vor genau einer Woche begann, als WTI-Öl noch auf Niveaus um die 43 Dollar notierte. Schon gestern besprachen wir die Öl-Schwäche. Seit heute Nacht geht sie weiter von 39 auf aktuell 37,26 Dollar. Inzwischen kommen weitere Gründe für den Preisfall hinzu. Vier konkrete Begründungen für diesen Rückfall im Ölpreis wollen wir in diesem Artikel ansprechen (beim Klick an dieser Stelle finden Sie eine gestrige charttechnische Betrachtung einer möglicherweise startenden Korrektur bei Öl).

Ölpreis achtet auf den US-Dollar

Wie auch Gold achtet Öl derzeit verstärkt auf den US-Dollar. Wo der Greenback monatelang gefallen war, konnte Öl monatelang genau wie der Goldpreis bequem ansteigen. Natürlich hatte das noch andere Gründe, aber der schwache US-Dollar war ein Grund. Seit genau einer Woche ist der US-Dollar nun wieder am Ansteigen, was alles schwächt, das gegen ihn gehandelt wird. Dementsprechend fällt auch der Ölpreis! Betrachten wir dazu den folgenden Chart, der seit letztem Mittwoch den fallenden Ölpreis gegen den steigenden US-Dollar zeigt. Jüngst nimmt der Dollar-Anstieg weiter Fahrt auf, was den Ölpreis aktuell weiter gefährdet.

Chart zeigt letzter Woche fallenden Ölpreis gegen steigenden US-Dollar

Die große Angst vor dem Nachfrageeinbruch

Aktuell hört man einiges von der großen Nachfrageangst in Sachen Öl. Diese Angst bezieht sich zum Beispiel auf das Ende der „Driving Season“ in den USA (Sommerferien vorbei). Und man kann diese Angst auch auf Nachrichten aus China beziehen, wo die Öl-Importe im August den tiefsten Stand seit April erreicht haben sollen. Das macht dem Long-Trader am Terminmarkt natürlich Angst, und zack, der Ölpreis kriegt wacklige Beine.

Saudis senken Preise

Gestern berichteten wir bereits über den abgesenkten Ölpreis von Saudi-Aramco (das Unternehmen verkörpert die gesamte Öl-Förderung in Saudi-Arabien). Man hat die Lieferpreise für Oktober für den asiatischen Markt um 1,40 Dollar gesenkt. Auch dies lässt auch Nachfrageprobleme schließen.

Trump macht mal wieder Ärger

Und wenn schon mal schlechte Nachrichten für die Öl-Bullen da sind, dann muss sich auch noch Donald Trump melden, und zwar mit der Drohung die große wirtschaftliche Verknüpfung zwischen den USA und China (Chimerika) zu beenden. Dies bringt natürlich sofort die Angst vor einem sinkenden Welthandel wieder auf den Tisch, was weniger Öl-Nachfrage bedeuten würde, was wiederum negativ auf den Ölpreis wirkt. Man werde Amerika zur produzierenden Supermacht der Welt machen, und man werde die Abhängigkeit von China ein für alle Mal beenden, sei es durch Entkopplung oder durch massive Zölle, wie man es bereits getan habe. Man werde die Abhängigkeit von China beenden, weil man sich nicht auf China verlassen könne, so Trump laut Berichten. Tja, das könnte wie vielleicht nur heiße Luft sein in Wahlkampfzeiten. Wie auch immer, im Augenblick wirken auch diese Worte negativ auf den Ölpreis.

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Finanznews

Aktienmärkte: Die gesteuerte Rally! Marktgeflüster (Video)

Nach anfänglicher Schwäche nach der problematischen Fernseh-Debatte zwischen Trump und Biden zogen die US-Futures nach oben. Auslöser war ein Leak..

Markus Fugmann

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am

Nach anfänglicher Schwäche nach der problematischen Fernseh-Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden zogen die US-Futures an der Wall Street nach oben – und das, nachdem die ausserordentlich starken Zahlen des Chicago Einkaufsmanergindex bereits mehr als eine Stunde vor dem eigentlichen Termin geleaked worden waren. Die Logik der Rally: wenn die Konjunktur sich stärker erholt, dann zieht die Nachfrage an, was wiederum Inflation erzeugt – und das bei der faktischen Garantie der Fed, bis ins Jahr 2023 die Zinsen nicht anzuheben (wass dann wiederum Sachwerte wie Aktien unterstützt). Das kam für die Aktienmärkte am Quartalsende gerade recht (window dressing) – aber da scheinen ein paar Player am Steuerknüppe gesessen haben: das war ein gesteuere Rally!

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Devisen

Schweizer Franken: Die verpuffte 90 Milliarden-Intervention der Schweizerischen Nationalbank

Claudio Kummerfeld

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am

Mehrere Schweizer Franken-Geldscheine

Der Schweizer Franken soll gefälligst abwerten, so die Hoffnung und das Drängen, welches die Schweizerische Nationalbank (SNB) seit Jahren von sich gibt. Denn je höher der Franken notiert, desto teurer werden Schweizer Produkte im Ausland, und desto teurer wird die Schweiz für ausländische Touristen. Deswegen interveniert die SNB seit Jahren am Devisenmarkt. Es werden vereinfacht ausgedrückt Schweizer Franken gedruckt, und dann gegen Euro und US-Dollar verkauft. Damit sollen diese Währungen steigen und der Franken fallen.

Gigantische Summen werden aufgewendet für die Franken-Schwächung

Aber seit Jahren scheitert die Schweizerische Nationalbank mit ihrer Politik. Denn der Schweizer Franken wertete weiter auf, anstatt wie gewünscht zu fallen. Alleine von Anfang 2018 bis Ende 2019 verlor der Euro gegen den Franken von 1,1750 auf 1,0850. Eine deutliche Aufwertung im Schweizer Franken fand also statt. Und dann, im Corona-Jahr 2020? Der Drang in den „Sicheren Hafen“ wie Gold oder Franken zu fliehen, ist latent vorhanden. Wie man heute aus frisch veröffentlichten Bilanzdaten der Schweizerischen Nationalbank ersehen kann, hat sie in den ersten sechs Monaten des Jahres 90 Milliarden Franken für Deviseninterventionen ausgegeben, um den Franken zu schwächen!

Schweizer Franken tut nicht was die SNB will

Mit wenig Erfolg, um es freundlich auszudrücken. Der folgende Chart zeigt seit Oktober 2019, wie Euro gegen Schweizer Franken (Linie in rot-grün) von 1,0850 auf 1,0640 noch weiter verloren hat. Also hat der Franken weiter aufgewertet, obwohl die Schweizerische Nationalbank 90 Milliarden Franken einsetzte, um eine Abwertung zu bewirken! Im Chart zeigen wir als blaue Linie parallel die Entwicklung von Euro gegen US-Dollar. Dass der Euro gegen den Franken seit  Sommer wieder ansteigt (Franken-Abwertung), wird wohl kaum am schwächeren Franken oder an SNB-Interventionen liegen, sondern eher an der eigenen Stärke des Euro! Die blaue Linie zeigt nämlich, wie der Euro auch gegen den US-Dollar seit Mai deutlich gestiegen ist.

Chart zeigt Euro gegen Schweizer Franken und Euro gegen US-Dollar

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände -2,0 Mio Barrels (jetzt 492,4 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 492,4 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 2,0 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +1,5 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit +0,7 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche bei -1,0.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit -0,8 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (+1,4 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung unverändert mit 39,40 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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