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Märkte

Ölpreis steigt weiter, API hilft – Achtung, Gefahr steigt!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der Ölpreis steigt weiter an. Warum die Lage für die Öl-Bullen momentan gefährlich ist? Dazu gleich noch mehr. Aber erstmal die aktuelle Lage. Im Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit letztem Donnerstag. Es ist ein vorsichtige Euphorie, die den Preis in vier Börsentag um 2 Dollar ansteigen ließ.

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Ölpreis WTI seit letztem Donnerstag

API hilft, EIA-Daten um 16:30 Uhr

Gestern Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit wurden in den USA die privat erhobenen API-Lagerbestände für Rohöl veröffentlicht mit einem Wert von -3,5 Millionen Barrels. Daraufhin konnte der WTI-Ölpreis über Nacht weiter zulegen von 56,10 auf jetzt 56,77 Dollar. Der API-Rückgang nährt aktuell die Hoffnung am Markt, dass die heute um 16:30 Uhr offiziell vermeldeten Lagerbestände auch rückläufig sein werden. Das würde dem Ölpreis womöglich weiter helfen auf dem Weg nach oben? Heute sind die Finanzmedien weltweit beim Thema Öl voll von den API-Daten, obwohl die Lagerbestände seit Wochen relativ wenig beachtet wurden.

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Vorsicht, Gefahr steigt

Auch gestern hatten wir schon gewarnt vor dieser wackligen Nummer, heute möchten wir es so ausdrücken: Die Gefahr steigt für die Öl-Bullen. Momentan lebt man größtenteils bei den steigenden Preisen von der Hoffnung, dass die OPEC noch mehr kürzt (unsicher), und dass der Handelskrieg zwischen China und den USA glimpflich ausgeht. Auch diese Hoffnung ist mehr als ungewiss. Je nach Laune und Tagesform von Donald Trump kann sich so eine Hoffnung von jetzt auf gleich in Luft auflösen! Und aktuell hilft dem Preis dieser kleine Rückgang in den API-Lagern… tja, alles kleine wacklige Hoffnungen auf dem Weg nach oben im Ölpreis.

Dabei sind die Risiken noch die selben geblieben wie vor ein, zwei Wochen. Ständig schlechte Konjunkturdaten, was weniger Öl-Nachfrage zur Folge haben sollte. Die Angst vor einer Rezession wird nicht gerade kleiner. Und Russland zeigte jüngst laut Berichten, dass von dort mehr Ölförderung kommt. Natürlich gönnen wir jedem Öl-Bullen einen steigenden Ölpreis. Aber die ganze Sache wirkt doch immer noch eher wackelig. Wir wissen auch nicht, wie sich der Ölpreis heute ab 16:30 Uhr bewegen wird. Ein weiterer Aufwärts-Push durch rückläufige Lagerbestände? Gut möglich. Wir können nur warnen, dass sich der Wind schnell drehen kann aufgrund der Rezessionsängste und möglichen Trump-Tweets!

Im großen Bild (WTI-Ölpreis der letzten 12 Monate) ist der aktuelle Anstieg ganz rechts im Chart winzig, und kaum bedeutend. Noch ist das kein richtiger Trend.

Ölpreis WTI seit September 2018

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Finanznews

Aktienmärkte: Short-Squeeze – alles steigt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Es sind zwei Nachrichten, die die Aktienmärkte heute steigen lassen: die Aussage von Pelosi, wonach ein Stimulus nach wie vor möglich sei – und die besser als erwartet ausgefallenen Profite der chinesischen Unternehmen (hier gibt es jedoch einige Fragezeichen..). Diese guten Nachrichten zwingen vor allem institutionelle Investoren in den USA, die mit fallenden Kursen zuletzt in großem Maßstab Short-Positionen aufgebaut hatten, zur Eindeckung ihrer Positionen (sie treten also gezwungenermaßen als Käufer auf). Der Dax steigt über +3% und zeigt damit die beste Performance aller großen europäischen Aktienmärkte. Nun warten alle auf die US-Fernsehdebatte zwischen Donald Trump und Joe Biden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch..

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Gold/Silber

Silber: Kommt jetzt die Erholung nach dem 20%-Abverkauf?

Redaktion

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Der Preis für Silber gab zuletzt deutlich nach und erreichte die Marke von 22,50 Dollar. Gibt es jetzt Grund zur Beunruhigung für die Silber-Bullen, nachdem der Preis im Juli fast auf 30 Dollar und damit auf ein 7-Jahreshoch gestiegen war, dann aber um mehr als 20% gefallen ist? Noch jedenfalls befindet sich der Silberpreis im Jahr 2020 hauptsächlich in einem Aufwärtstrend.

Silber hat bei der 22 Dollar-Marke eine starke Unterstützung. David Jones, chief market strategist bei capital.com, hält es für unwahrscheinlich, dass sich die Bewegung auf der Unterseite fortsetzen wird – zumindest nicht im Moment. Im Gegenteil – so David Jones – deute vieles darauf hin, dass der Markt tatsächlich bereit ist, sich weiter nach oben zu bewegen (mehr zu dem kleine Bruder von Gold sehen Sie hier).

Silber: Widerstände und Unterstützungen

Vor diesem Hintergrund liegt der nächste große Widerstand in der Nähe der 25 $-Marke – und zwar nicht nur aus technischen, sondern auch aus psychologischen Gründen. Und selbst wenn es Silber im Oktober 2020 gelingen sollte, über diese Marke zu springen, ist es noch etwas zu früh, um mit Sicherheit sagen zu können, ob diese Gewinne von Dauer wären. Eine zentrale Unterstützung findet sich dagegen bei 21 Dollar.

Denn es gibt eine Menge von Unsicherheits-Faktoren, die den Silberpreis beeinflussen: allen voran die Möglichkeit einer Dollar-Stärkung, die sich bisher praktisch immer als nachteilig für die Rohstoffe insgesamt, aber noch mehr für Silber erwiesen hat. David Jones blickt daher auf den Dollar-Index und analysiert die Lage bei der Weltleitwährung – und blickt dann auf die technische Verfassung bei Silber:

Hat Silber nach dem jüngsten Abverkauf seinen Boden gefunden?

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Gold/Silber

Gold: Korrektur vom Allzeithoch – ist der Boden jetzt gefunden?

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Nahezu mustergültig konnte Gold durch den weiteren Preisabschlag meine letzte Betrachtung in die Realität umsetzen. Das fast punktgenaue Erreichen des 0.62-Retracements bei 1.846 USD, ohne diese Kurslinie zu unterschreiten, ist eine Bestätigung der Wellenzählung, wenn auch diesbezüglich noch nicht aller Tage Abend ist. Wie der Langzeitchart es zeigt, erwarte ich für Gold eine größere Korrektur. Mittelfristig betrachtet, sollte dem Edelmetall noch etwas Raum in Richtung 2.100 USD zur Verfügung stehen. Natürlich werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen, doch einen Crash kann ich auch nicht erkennen.

Ausblick für Gold:

Nach Abschluss des Triangels (a-b-c-d-e) welches sich hier als Welle (b) ausgeformt hat, bildet sich aktuell noch Welle (c) der abc-Korrektur (ZigZag) aus. Mit dem Erreichen des 0.62 Retracements (1.846 USD) konnte eine wichtige wenngleich nicht die idealtypische Ziellinie für Gold angelaufen werden. Innerhalb eines ZigZag nimmt Welle „C“ meistens das Ausmaß und auch den Charakter von Welle „A“ an. In diesem Fall liegt das idealtypische Ziel von (c) auf dem 1.00-Retracement bei 1.771 USD.

Gold nach der Korrektur mit Aufwärtspotential
Auch wenn das Anlaufen an diese Kurslinie nicht zwingend nötig ist, und ich diesen auch nicht erwarte, sollte diese Option als Alternative ins Kalkül gezogen werden. Wie der Chart es zeigt, erwarte ich kurzfristig eine Stabilisierung und damit verbunden eine vorerst leichte Bodenbildung. Ein erstes signifikantes Entwarnungssignal wird indes erst über dem 0.50-Retracement (aktuell 1.910 USD) gebildet. Bis dahin bleibt die erste Variante für Gold die vorherrschende.

Fazit:

Gold versucht, einen Boden für eine mittlere Rally auszubilden. Noch ist es zu früh, um sich, zumindest auf etwas längere Sicht, zu positionieren. Ein kleines Signal folgt über der 0.50-Linie (1.910 USD).

 

Gold mit Potential für eine Erholung

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