Folgen Sie uns

Märkte

Ölpreis gefallen – endlich Leben im Markt – drei Gründe

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Beispielfoto für eine Ölpumpe

Zuletzt hatten wir gestern die elendig langweilige Seitwärtsrange besprochen, die seit dem 4. November den Ölpreis in einer relativ kleinen Range von bis zu 2 Dollar hin und her schwanken lässt. Zwar gab es ständig positive und negative Nachrichten. Aber es reichte nie aus um einen Trend auszulösen. Bis jetzt.

Ölpreis fällt unter die Range

Im folgenden Chart sehen wir den WTI-Ölpreis seit Freitag. Wir erinnern uns. Am Montag hatte eine CNBC-Reporterin Infos aus China veröffentlicht. Peking habe die Möglichkeit für einen Handelsdeal mit den USA quasi beerdigt. Man sehe keine großen Chancen, dass es wirklich funktioniert. Ein weiter laufender oder vielleicht sogar eskalierender Handelskrieg ist natürlich Gift für Aktienkurse und für den Ölpreis. Weniger wirtschaftliche Aktivität und Welthandel bedeuten weniger Nachfrage nach Öl. Und so fällt der Ölpreis seit Montag, was bis heute nachwirkt. Seit diesem Bericht vom Montag ist der Markt in einer Abwärtsbewegung. Seit gestern früh fällt WTI-Öl um 1,80 Dollar auf jetzt 55,10 Dollar.

WTI-Ölpreis Verlauf seit Freitag

Russland

Auch wurde bekannt, dass Russland offenbar nicht bereit ist seine Öl-Fördermenge noch stärker zu senken als bislang mit der OPEC vereinbart. Seit Monaten wird am Markt spekuliert oder besser gesagt gehofft, dass sich die OPEC und ihr wichtigster Partner Russland am 5. Dezember bei der offiziellen Sitzung in Wien darauf verständigen könnte, nicht nur erneut die Laufzeit der Kürzungen (insgesamt -1,8 Mio Barrels pro Tag) zu verlängern, sondern auch die Kürzungsmenge auszuweiten. Weniger Öl-Förderung würde dem Ölpreis nach oben helfen. Aber danach sieht es derzeit offenbar nicht aus, zumindest nicht von russischer Seite. Auch dieses Szenario wirkt derzeit negativ auf den Ölpreis.

API

Gestern Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit wurde von privaten Institut API in den USA der Rohöl-Lagerbestand veröffentlicht mit einem Wochenwert von +5,9 Millionen Barrels. Das ist weit mehr als erwartet (+1,5). Das wäre eine weitere deutliche Fortsetzung von immer voller werdenden Lagern, was ebenfalls Druck auf den Ölpreis ausübt. Ab 22:30 Uhr war der Ölpreis bis heute früh aber nicht weiter gefallen. Der Markt war ja vorher schon gut runter gekommen im gestrigen Tagesverlauf. Aber dennoch üben die API-Daten weiter Druck aus heute früh, und gerade in diesen Sekunden, wo ich diese Worte schreibe, fällt der Ölpreis um 30 Cents auf 54,80 Dollar. Um so wichtiger wird heute um 16:30 Uhr, ob die staatlich vermeldeten Lagerdaten in den USA diesen Zuwachs der Lager bestätigen. Es könnte ein negativer Trend im Ölpreis beginnen, mit dem man (aus Sicht von Tradern) endlich diesen negativen Langeweile-Seitwärtstrend richtig hinter sich lässt. Im Chart sieht man diese Phase, die vom 4. November bis gestern früh andauerte.

Ölpreis WTI seit dem 4. November

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Indizes

Gold & Silber, nächster Rush nach…

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Gold und Silber erhitzen die Gemüter, das war schon immer so und zwar völlig zu recht. Doch jetzt gibt es neuen Grund, denn eine neue schnelle Bewegung steht an. Ob diese allerdings allen Marktteilnehmern schmecken wird und wie man als Händler auf diese Bewegung sinnvoll reagieren kann, wollen wir uns in diesem Beitrag einmal genauer anschauen, denn die Wahrscheinlichkeiten stehen hier aktuell recht günstig.

Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

BORN-4-Trading – Trading-Ideen kostenfrei aufs Smartphone! Aktuelle Trading-News, Handelsideen und Trader-Know-how, Rüdiger Born sendet seine Einschätzungen direkt auf Dein Smartphone, entweder als Video- oder Voice-Nachricht oder einfach als schneller Text mit Bild. Welche Märkte kann man handeln, wo gibt es interessante aktuelle Trading-Setups, wo wären Einstiege möglich oder aber Stopps sinnvoll? Brandaktuell, überall und in gewohnt professioneller und spritziger Art. Klicke dazu einfach an dieser Stelle.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Indizes

Dax: Euphoire abgebaut, die Rally kommt ins Stocken

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Die Euphorie läßt nach

Stephan Heibel

Veröffentlicht

am

Wir befinden uns weiterhin in der Verarbeitung der Kursgewinne der vergangenen Wochen: Wie angekündigt pendelt der DAX kräftig hin und her, wenngleich diese Bewegung im Wochenvergleich mit +0,8% kaum zu sehen ist.

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Ich vermute, dass Gewinnmitnahmen zum Börsenstart zunächst für Verunsicherung sorgen, so dass sich ein Abwärtstrend verstärkt, bis dann langfristig optimistisch gestimmte Anleger Aktien einsammeln, denen sie eine rosige Zukunft ausmalen.

So ist das Anlegersentiment diese Woche leicht gegenüber der Vorwoche angestiegen (+0,8 auf 2,0). Auch die Selbstzufriedenheit konnte leicht auf 2,5 zulegen.

Den größten Sprung gab es bei der Zukunftserwartung, die um 1,9 auf 2,8 angesprungen ist. Die Bullen haben also wieder klar die Oberhand. Und besser noch, sie wollen ihre optimistische Überzeugung auch durch Käufe zum Ausdruck bringen: Die Investitionsbereitschaft ist auf 1,4 gestiegen.

Damit hat die Seitwärtsbewegung im DAX der vergangenen zwei Wochen die Partylaune, den Überschwang beseitigt. Eine positive Grundstimmung bleibt. Für die Zukunft sehen Anleger nach diesen zwei Wochen der Bereinigung wieder positiver. Damit haben wir eine konstruktive Entwicklung im Anlegersentiment. Die Euphorie ist abgebaut, es besteht jedoch auf der anderen Seite noch kein Druck für bald steigende Kurse. Die Situation ist derzeit als neutral zu bezeichnen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger stieg erstmals seit September über Null an: Erstmals spekulieren wieder mehr Anleger auf steigende Kurse, als dass man sich gegen Kursverluste absichert.

Profis, die sich über die Eurex absichern, haben ihre Put-Positionen hingegen hochgefahren: Das Put/Call-Verhältnis zeigt eine gestiegene Absicherungstätigkeit der Profis an.

Dies steht im Widerspruch zu den US-Anlegern, deren Put/Call-Verhältnis weiterhin extrem niedrig ist: In den USA spekuliert man offensichtlich auf eine Fortsetzung der Rallye.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote sogar auf das höchste Niveau der vergangenen zwei Jahre gehievt: Über Hebelprodukte ist die Investitionsquote auf 113% des verwalteten Kapitals gestiegen.

Das Bulle/Bär-Verhältnis der US-Privatanleger steht bei 8% und zeigt einen nur noch leichten Bullenüberhang auf. Seit November ist der Bullenüberhang somit von 28% kontinuierlich zurückgegangen. Ein ähnliches Bild gibt auch die AAII-Umfrage unter Privatanlegern der USA wider. Das Bärenlager erhält Zulauf, wenngleich auf niedrigem Niveau.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 67% eine neutrale Marktverfassung an.

Dax: Interpretation des Sentiments

Sowohl in Deutschland als auch in den USA haben wir eine deutliche Stimmungsabkühlung gesehen, während gleichzeitig der Zukunftsoptimismus angestiegen ist. Eigentlich eine gute Voraussetzung für den nächsten Kursanstieg. Es ist in meinen Augen daher nur die Frage, wann die Rallye beim Dax wieder aufgenommen wird, nicht ob.

Doch das „wann“ lässt sich schwer beantworten. Die USA haben die Amtsübergabe ihres Präsidenten erfolgreich hinter sich gebracht. Nun könnte man meinen, die Aktienmärkte sprengen die Ketten, in die sie zuvor gelegt worden waren.

Doch es wäre nicht das erste Mal, dass mit „sell the news“ Anleger zunächst Kasse machen, bevor die Rallye wieder aufgenommen werden kann. Und nach den exorbitanten Kursgewinnen der vergangenen Wochen und Monate kann dieser Prozess der Gewinnmitnahmen noch ein wenig länger dauern.

Somit bleibt die Grundaussage der vergangenen Wochen weiter bestehen: Stop Loss Marken sollten beachtet werden. An schwachen Tagen können Sie ihre Lieblinge einsammeln. Doch es gibt noch keinen Grund zur Eile.

Die Euphorie im Dax ist abgebaut

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage