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Märkte

Ölpreis gestiegen – Achtung Optimisten, nicht täuschen lassen!

Claudio Kummerfeld

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am

Der Ölpreis ist über Nacht gestiegen. Doch glatt um satte 50 Cents von 52,30 auf aktuell 52,80 Dollar im WTI-Öl? Das sind Fakten. Und hey, seit gestern im Tief ist es bis jetzt sogar ein Anstieg von 1,80 Dollar. Also, dreht der Markt nach oben? Ist der Ölpreis nun stark genug gefallen? Da möchten wir aber deutlich warnen, ohne dass wir hier zu Käufen oder Verkäufen animieren wollen! Denn ja, auch wir Kleingeistigen bei FMW wissen nicht, wo der Kurs heute Nachmittag oder am Montag stehen wird! Aber lesen Sie bitte weiter.

Ölpumpe Beispielfoto
Öl-Pumpe. Foto: pixabay / jwigley

Ölpreis runter und rauf nach den ISM-Daten

Der folgende Chart ist aufschlussreich. Gestern um 16 Uhr wurde der ISM-Index für Dienstleistungen in den USA veröffentlicht. Er ließ US-Aktien (Dow -300 Punkte) stark fallen, und ebenso den Ölpreis. Er brach ein, und das zügig, von 51,75 Dollar auf 51 Dollar glatt kurz nach 16 Uhr. Dann wurde dieser Absturz schnell ausgeglichen, weil der Gesamtmarkt wohl der Meinung war, dass durch schlechte Konjunkturdaten die Wahrscheinlichkeit für sinkende Zinsen durch die Fed stark gestiegen ist. Und das wiederum stimuliert ja die Wirtschaft. Tja, so kann es laufen. Und da der Ölpreis seit Tagen nur am Fallen ist, kam nach der Gegenbewegung gleich noch eine technische Erholung oben drauf. Also eine Art kleine Kauflawine im Anschluss, die den WTI-Ölpreis von 51,75 dann bis jetzt auf 52,77 Dollar hat weiter ansteigen lassen.

Ölpreis WTI seit Mittwoch

Gesamtbild unverändert – Ölpreis tagelang gefallen

Aber das Gesamtbild am Ölmarkt, das bleibt auch nach diesem kleinen netten Anstieg unverändert. Wir hatten es gestern schon besprochen. Diverse negative Faktoren haben den Ölpreis zwei Wochen lang gut fallen lassen, von 63 Dollar im Hoch bis gestern dann sogar auf 51 Dollar. Dass der Markt da mal ein klein wenig technisch nach oben durchschnauft, ist normal. Ganz untergegangen ist die gestrige Aussage aus Saudi-Arabien, dass man nun endgültig seine Ölproduktion wieder voll hochgefahren habe, nach den Angriffen Mitte September, und dem dramatischen Produktionsausfall von 5,7 Millionen Barrels pro Tag. Die Saudis haben ihre Förderung wieder hochgefahren. Und wir erleben seit Wochen schlechte Konjunkturdaten. Diese Woche nun auch aus den USA mit ganz schwachen ISM-Daten. Als Szenario ist es denkbar, dass dieser ganz aktuelle kleine Anstieg im Ölpreis nur eine technische Reaktion nach dem massiven Absturz der letzten Tage ist, und dass der Gesamtmarkt für Öl pessimistisch bleibt. Aber natürlich haben auch wir keine Glaskugel!

Zwei wichtige Ereignisse voraus

Heute um 14:30 Uhr werden in den USA die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Sind sie schwächer als erwartet, dann könnte dies erneut zu einem Rutsch im Ölpreis führen. Oder auch könnte kurz darauf eine Aufwärts-Reaktion folgen wie schon gestern, weil der Markt auf sinkende Zinsen hofft? Und da wären wir auch schon beim nächsten Player im Spiel, der Fed. Jerome Powell hält heute Abend um 20 Uhr deutscher Zeit eine Rede. Wird er weiter sinkende Zinsen für die USA andeuten? Aktuell liegt die Wahrscheinlichkeit für sinkende Zinsen am 30. Oktober (nächste Fed-Entscheidung) bei 89,3% laut CME Fed Watch Tool. Also, was ist das Fazit? Aktuell steigt der Ölpreis derzeit ein klein wenig. Aber die Lage bleibt mehr als wacklig für Trader, die weiter auf einen steigenden Kurs hoffen. Natürlich, schlechte Daten um 14:30 Uhr und eine hoffnungsfrohe Rede von Jerome Powell mit Bezug auf sinkende Zinsen könnten den Ölpreis weiter nach oben pushen heute Abend und nächste Woche. Aber dies ist eine riskante Wette. Denn es ist kein Geheimnis. Jerome Powell hat schon Donald Trump nicht „einfach so gehorcht“ in dessem Wunsch nach sinkenden Zinsen. Es ist keinesfalls sicher, dass er heute Abend ein großes Signal für fallende Zinsen gibt, auch wenn der Markt sie schon einpreist.

Ölpreis WTI seit dem 4. September
Hier der Blick auf das „größere Bild“ seit 4. September. Der ganz frische kleine Anstieg ist hier noch lange keine Trendumkehr.

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Indizes

Rüdiger Born: Fallender Dow Jones – aktuelle Tradingchancen?

Rüdiger Born

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Neben dem Dax schaue ich mir im folgenden Video vor allem ganz genau die aktuelle Entwicklung im Dow Jones an. Es geht gen Süden. Ist noch mehr Abwärtspotenzial vorhanden? Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Gold/Silber

Silber: Korrektur geht weiter – das sind noch keine Kaufkurse

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am

Für Silber hatte ich vor acht Wochen den maximalen Anstieg bis ca. 21 USD (1.00 Retracement) in Aussicht gestellt. Über diesen Zielbereich ist das Edelmetall mit einem Hoch von ca. 30 USD deutlich hinausgeschossen. Dieser Aspekt ist der Auslöser für die relativ deutliche Umstellung der Wellenzählung, wie die Charts es zeigen. Mit dieser Performance erfüllt Silber meine Langzeitprognose, lediglich der Zeitfenster hierfür ist noch nicht passend. Seit einigen Wochen bildet sich eine schwache Korrektur aus, deren Verlauf bislang unkritisch ist.

Ausblick für Silber:

Die seit August laufende Korrektur bildet Welle (iv) der fünfteiligen Impulswelle (i-ii-iii-iv-v) aus. Wie für eine „4“ eher üblich als selten, bedient sich Welle (iv) eines Triangles (a-b-c-d-e) zur Ausbildung der internen Struktur. Solange Silber zwischen den beiden 0.24 und 1.38 Retracements (25.24/30.21 USD) pendelt, besteht keine größere Gefahr – allerdings auch keine Chance auf eine Auflösung der apathischen Phase. Im Chart ist daher den Verlauf von Welle (iv) bis tief in den Herbst hinein dargestellt.

Silber dürfte seine Korrektur noch fortsetzen

Nach Abschluss von Welle (iv) wird die sich anschließende (v; nicht dargestellt) Silber noch einmal steigen lassen. Da es sich bei Welle (v) um die abschließende Phase der Impulswelle handelt, ist deren Potenzial relativ eng begrenzt. Dazu werde ich in einer späteren, in der nächsten Ausgabe, näher eingehen. An den kommenden Tagen sollten leicht nachgebenden Notierungen ausgegangen werden. Dabei kann ein Bewegungstief unterhalb des 0.24 Retracements (25.24 USD) möglich werden. Lediglich ein Schlusskurs unterhalb sollte vermieden werden.

Fazit:

Die Korrektur wird sich noch einige Wochen behaupten, sodass ein Engagement zum momentanen Zeitpunkt bei Silber nicht zu empfehlen ist. Das bisherige Kaufsignal hat Freude bereitet und bleibt auch weiterhin bestehen..

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Märkte

Aktuell: Goldpreis fällt unter 1.900 Dollar – Experte erklärt Gesamtlage

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis fällt aktuell kräftig in den Keller. Aktuell rauscht der Markt sogar unter die Marke von 1.900 Dollar mit aktuell 1.897 Dollar. Noch heute früh sahen wir Niveaus um die 1.950 Dollar. Es ist aktuell ganz eindeutig eine Hausse im US-Dollar, die den Goldpreis zum Absturz bringt. Die Börsianer „fliehen“ vor Risiko in den Dollar (Risk Off Trade) Im folgenden Chart, der bis Freitag zurückreicht, zeigen wir das fallende Gold gegen den steigenden US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen). Man sieht den zeitgleichen Dollar-Anstieg zum fallenden Goldpreis.

Goldpreis fällt aktuell – Experte erklärt das Gesamtbild

Obwohl der Goldpreis aktuell fällt, erklärt der Gold-Experte Michael Blumenroth von der Deutschen Bank im folgenden aktuellen Video die Gesamtlage im Edelmetall. Die niedrigen Zinsen und der (im größeren Bild gesehen) schwache US-Dollar würden Gold nach oben helfen. Auf Sicht von 1-2 Jahren sei 10-15 Prozent Aufwärtspotenzial im Goldpreis vorhanden, so seine Meinung. Gut, etwas schlecht versteckt wird auch für die Goldanlage in ETF geworben, weil der Handel im physischen Gold zu großes Spreads habe, so seine Aussage. Gut, aber gibt es neben ETFs nicht auf CFDs oder Futures auf Gold, so möchten wir fragen?

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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