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Märkte

Ölpreis fällt, Gewinne aus letzter Woche aufgefressen – zwei aktuelle Gründe

Claudio Kummerfeld

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am

Ölpumpe Symbolbild - Ölpreis fällt

Letzte Woche stieg der Ölpreis drei Tage lang, und das hauptsächlich aus einem Grund. Überraschend waren die Lagerbestände für Rohöl in den USA gefallen, nach einem wochenlangen Trend steigender Lagerbestände für Rohöl in den USA. Hauptsächlich die Lager brachten den Ölpreis (WTI) letzte Woche bis Anfang dieser Woche hoch von 54 auf bis zu 56,90 Dollar. Der folgende Chart zeigt Ölpreis-Verlauf seit dem 21. Oktober.

Ölpreis WTI Verlauf seit dem 21. Oktober

Lagerdaten drücken den Ölpreis

Im Chart sieht man gut, wie diese Euphorie dann Anfang dieser Woche nicht mehr zu halten war. Vorgestern Abend zeigten die privaten API-Lagerdaten einen kleinen Anstieg um 0,6 Millionen Barrels. Gestern Nachmittag dann brachten die offiziellen US-Lagerbestände für Rohöl einen Zuwachs von 5,7 Millionen Barrels. Das sorgte gestern Nachmittag für einen fallenden Ölpreis. WTI-Öl fiel um gut 90 Cents.

Pipeline und Handelskrieg heute

Heute dann stand zunächst im Fokus der Terminhändler, dass die wichtige Keystone Ölpipeline von Kanada zum US-Bundesstaat Oklahoma offenbar ein Leck aufweist, nämlich im Bundesstaat Nord Dakota. Diese Angst vor Verknappung beim Ölangebot Dies half dem WTI-Ölpreis heute früh wieder dabei bis auf 55,50 Dollar zu steigen. Aber wie fast immer sind solche Ängste vor Angebotsknappheit nach wenigen Stunden oder Tagen verflogen. Dann wenige Stunden nach der Keystone-Nachricht kamen heute Vormittag Gerüchte auf, wonach man in China der Meinung sei, dass ein langfristiger Handelsdeal mit Donald Trump wohl kaum möglich sei – wegen seinem sprunghaften Gemüt. Das brachte den Ölpreis wieder in den Keller, und aktuell liegen wir im Ölpreis auf einem Niveau von nur noch 53,70 Dollar. Ganz aktuell reißt der Chicago Einkaufsmanager-Index die Aktienkurse in den USA nach unten, wie auch den Ölpreis. Der Index wurde so schlecht veröffentlicht wie seit vier Jahren nicht mehr.

Das große Bild

Und, was sagt uns dieses Hin und Her? Der Handelskrieg ist ein einziges Chaos, und die Verunsicherung bleibt groß, ob ein echter Deal mit Donald Trump monatelang auch durchgehalten werden kann. Denn wenn die Außenhandelsdaten der USA sich nach einem Deal nicht zügig bessern, könnte er auf die Idee kommen so einen Deal auch schnell wieder zu kündigen. Im folgenden Chart sieht man den Verlauf im WTI-Ölpreis während der letzten zwölf Monate. Den Preisrückgang der letzten vier Tage sieht man am Ende des Charts als vier winzige rote Balken. Die drei Tiefpunkte in diesem Jahr auf dem groben Niveau von 51 Dollar bilden eine Art Unterstützung. Fällt der Mark darunter, kann es düster werden für die Bullen am Terminmarkt.

Öl WTI Chart der letzten 12 Monate

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Aktien

Netflix-Quartalszahlen: Erwartungen verfehlt, Aktie fällt

Claudio Kummerfeld

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am

Netflix auf TV

Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 6,44 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,24/letztes Quartal 6,15/für heute erwartet 6,4).

Der Gewinn liegt bei 1,74 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,47/letztes Quartal 1,59/für heute erwartet 2,13).

Die Nutzerzahl ist im dritten Quartal um 2,20 Millionen gewachsen. Die Erwartungen lagen bei 2,5 Mio durch Netflix selbst – der Markt erwartete 2,5-3,2 Mio.

Wie man aktuell verkündet, erwartet man 6,0 Millionen neue Nutzer im laufenden 4. Quartal.

Free Cash Flow +1,14 Milliarden Dollar (Vorquartal +899). Operative Marge 20,4 Prozent nach 22,1 Prozent im Vorquartal.

Die Netflix-Aktie reagiert nachbörslich mit -4,7 Prozent.

Kurz-Fazit: Gewinn pro Aktie und die Zahl neuer Abos verfehlen die Erwartungen. Das wird nun nachbörslich abgestraft.

Datenblatt mit aktuellen Quartalszahlen von Netflix

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Finanznews

Aktienmärtke: Der Schwachsinn mit dem Stimulus! Marktgeflüster (Video)

Warum das Warten auf den nächsten Stimulus so erbärmlich ist – und Aktienmärkte und US-Wirtschaft sich von Überbrückungs-Droge zu Überbrückungs-Droge hangeln

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte warten nach wie vor auf eine Entscheidung in Sachen Stimulus – die bekanntlich laut Nancy Pelosi heute fallen soll. Übergeordnet aber spielt dieser Stimulus faktisch gar keine Rolle, sondern ist nur ein Beleg dafür, dass die US-Wirtschaft ohne Helikoptergeld überhaupt nicht mehr funktionieren kann. Faktisch bringen auch die Interventionen der Notenbanken mit Anleihekäufen oder Zinssenkungen nur noch kurze Scheinblüten, ohne die übergeordneten Trends zu verändern. Aber die Aktienmärkte gieren nach eben diesem Stimulus, weil sie ohne diese permanenten Interventionen kaum überlebensfähig wären. Heute ein unentschlossener Handel nach dem gestrigen Abverkauf – ohne konkrete neue Drogen ist die Laune der Märkte eher bescheiden..

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Indizes

Rüdiger Born: Auch wenn Sie es nicht mehr hören können…

Rüdiger Born

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am

Die US-Indizes tendieren leicht gen Süden. Nun wird es spannend. Gibt es eine Einigung auf einen Billionen-Stimulus in den USA oder nicht? Ob die Indizes in Kürze kräftig steigen oder doch fallen, das können wir als Trader vorher nicht wissen. Daher spreche ich im folgenden Video ein wichtiges Thema an, auch wenn Sie es nicht mehr hören können!

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