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Märkte

Ölpreis: Goldman Sachs senkt den Daumen

Markus Fugmann

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Goldman Sachs, der Platzhirsch unter den US-Investmentbanken, hat seine Prognose für den Ölpreis massiv nach unten geschraubt. Für Brent rechnen sie in den ersten beiden Quartalen 2015 nur noch mit einem Preis von 85 Dollar je Barrel nach zuvor 100 Dollar. Bei WTI sehen die „Goldmänner“ für den gleichen Zeitraum nun einen Preis von 75 Dollar je Barrel nach zuvor 90 Dollar.

Hauptgrund für den fallenden Ölpreis sei das Überangebot am Ölmarkt – vor allem Nicht-OPEC-Länder würden ihre Produktion ausweiten und so den Preis weiter unter Druck bringen. Hinzu kommt – jedoch von Goldman nur am Rande thematisiert – als vergleichsweise neuer Faktor die stark steigende Produktion der USA: so haben die Amerikaner im August mit 11,6 Millionen Fass an Rohöl und Flüssiggas bereits mehr produziert als Saudi-Arabien (11,5 Millionen Fass).

Bislang haben die USA den Fall des Ölpreises mit Wohlwollen betrachtet. Die sinkenden Notierungen bringen vor allem den Iran und Russland unter Druck – ein von der amerikanischen Aussenpolitik durchaus gewünschter Effekt. Aber Preise unter 80 Dollar für das amerikanische WTI-Öl könnten dann auch für die USA ungemütlich werden: viele Fracking-Projekte des Landes brauchen, um rentabel zu sein, mindestens einen Ölpreis von 80 Dollar. Sollte der Preis weiter sinken, dürften viele Produzenten die Segel streichen müssen. Hinzu kommt, dass die Infrastruktur der amerikanischen Produktion nur auf inländischen Konsum ausgelegt ist – für den Export fehlen schlicht Verkehrswege und Transportmittel. Gerade die Fixierung aber auf den Inlands-Markt ist das grosse Problem: es fehlt gewissermaßen das Ventil, um die Öl- und Gasschwemme durch Export ableiten zu können und so die Preise zu stabilisieren.

Bislang weigert sich die OPEC unter Führung Saudi-Arabiens, die Produktion zu drosseln. Die Saudis jedenfalls können tiefe Preise lange durchhalten – ihre finanziellen Reserven sind enorm. So darf man also nun gespannt sein, wie stark bald der Lobby-Druck der amerikanischen Fracking-Industrie auf die Regierung in Washington wird, wenn sich der Preisverfall fortsetzt.

Dabei aber besteht wiederum das Problem, dass die Fracking-Produktion ist bislang sehr dezentral organisiert ist, es fehlt jedoch noch eine einheitliche Interessenvertretung, die effektiv Druck auf die Obama-Administration ausüben könnte. Ein solcher Zusammenschluss dürfte jedoch nicht lange auf sich warten lassen, falls die Not für die „Fracker“ grösser wird. Dann wird man vielleicht auch in Washington die These vertreten, dass der fallende Ölpreis vielleicht doch keine so gute Idee war – und gleichzeitig den Verbündeten Saudi-Arabien zurück pfeiffen, der derzeit maßgeblich den Preisverfall durch Rabattschlachten anfeuert.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    richter

    27. Oktober 2014 19:05 at 19:05

    Den Daumen nach unten – bedeutend hier im Land oder wahrscheinlich auch in den sog. Nachbarländern noch lange keinen ernst zu nehmenden Preisnachlass !
    Es ist schon idiotisch anzusehen, wie jeden Morgen der Sprit Preis um 5-6 Cent höher ist als am Vorabend. Und das gleich wiederholt sich seit Wochen, egal wo man tankt.
    Da stehen sie dann mit ihren „dicken Schlitten“ und freuen sich über ggf. 2-3 Euro Ersparnis bei einer Tankfüllung. Der Grundpreis müsste um 20-30 Cent mindestens sinken und würde man die blödsinnige Ökosteuer mit abziehen, nochmals um einige Cent.
    Wieder ist die Abhängigkeit an die USA deutlich spürbar.

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Bitcoin

Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Rüdiger Born über den aktuellen Gold-Absturz – wie tief geht es noch runter?

Rüdiger Born

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Gold im Crash! Aktuell geht der Kurs durch alle Unterstützungen: zunächst die 1850er Marke aus dem September, nun auch die 1800 der letzten Tage. Und das auch noch beschleunigt! Gibt es kein Halten mehr? Auf was man sich einstellen muss und wie man als Marktteilnehmer hier möglichst frühzeitig den nächsten Schritt erkennen kann, zeige ich in diesem Beitrag.

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Märkte

Ölpreis – wird er trotz Coronakrise demnächst expodieren?

Philipp Hopf

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Öl Pumpe

Der Ölpreis hat am Donnerstag im frühen Handel erst einmal wieder etwas abgegeben, bewegen sich jedoch weiterhin in der Nähe seines höchsten Stände seit März, bevor die erste Corona-Welle einen drastischen Preissturz verursacht hatte.

Die Hoffnung auf einen zeitnah verfügbaren Corona-Impfstoff, von der sich eine konjunkturelle Erholung erhofft wird, bleibt einer der hauptsächlichen Antriebe für den Ölpreis. Exxon Mobil sorgte jedoch für eine Dämpfung der Stimmung, änderte seine Prognose für den Ölpreis in den nächsten zehn Jahren und versicherte, dass die negativen Auswirkungen der Pandemie zumindest in den kommenden sieben Jahren stark zu spüren sein werden.

Ölpreis: Brent Öl

Der Ölpreis der Sorte Brent läuft das anvisierte Ziel zwischen $48.61 – $50.79 an und zeigt eine erste deutliche Reaktion. Wir schrieben hierzu im gestrigen Update: „Wir gehen hier im Bereich von $48.61 – $50.79 von einem Zwischenhoch aus, in dessen Anschluss der Markt noch einmal nach Süden abdreht, um in Welle 4 in Grün noch einmal tiefere Notierungen im Bereich von $46.50 – $45.00 anzulaufen.“ Solange sich der Markt nun unter $49.06 hält, sehen wir diesen die laufende Gegenbewegung ausbauen. Das Idealziel hierfür liegt nun jedoch im Bereich von $45.34 – $44.19. Drehen die Bullen direkt wieder nach Norden, ohne eine Gegenbewegung in Welle 4 in Grün abzuarbeiten, betrachten wir dies lediglich als Ausdehnung des laufenden Impulses bis $50.79, bevor sich dann auch hier eine Abwärtsbewegung durchsetzt, und gehen nicht von einem direkten Anlaufen von $55 aus:

Der Ölpreis der Sorte Brent

Zusammengefasst hält sich Brent an das hinterlegte Szenario. Setzt sich dieses weiter durch, werden wir hier einen weiteren Zielbereich zum Trading hinterlegen und sehen Brent anschließend weiter in Richtung Norden durchstarten.

West Texas Intermediate (WTI)

Nachdem auch die Bullen in WTI den anvisierten Bereich von $46.23 – $48.81 anlaufen, bauen auch diese eine deutliche Reaktion aus und drehen wieder nach Süden ab. Solange sich der Markt nun unter $46.26 hält, gehen wir im nächsten Schritt von einer Gegenbewegung in Richtung $42.75 – $41.66 aus, um Welle 4 in Grün abzuarbeiten.

Wir werden hier noch einmal einen Zielbereich hinterlegen, der genutzt werden kann, um Longpositionierungen aufzubauen. Unter 40.06 sollte WTI in der anstehenden Abwärtsbewegung nicht mehr fallen, um nicht deutlich tiefere Notierungen für den Ölpreis der Sorte WTI freizuschalten. Nach der hinterlegten Abwärtsbewegung sehen wir WTI dann wieder die Triebwerke starten und den Bereich von $50 und höher anlaufen.

Der Ölpreis der Sorte WTI

Zusammengefasst hat WTI das anvisierte Zwischenziel im Bereich von $46.23 – $48.41 abgearbeitet und befindet sich nun in der Gegenbewegung. Wichtig bleibt, dass sich der Markt unter $46.26 hält, um hier nicht doch noch mal einen Umweg zu starten, bevor die Abwärtsbewegung sich weiter fortsetzt. Anschließend sehen wir den Index dann auf Sicht der nächsten Wochen neue Zwischenhochs im Bereich von $50 und höher anlaufen.

Mehr von Philli Hopf unter https://hkcmanagement.de/

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