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Ölpreis: Hammer-Tag mit API, staatlichen Lagern und Fed

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Erstmal eine Rückschau auf gestern in Kurzform. Warum stieg der Ölpreis gestern so überraschend und kräftig? Ein Mix aus Gründen ist zu nennen. Die Termintrader in den USA (und nicht die in Europa) sahen die Draghi-Aussagen als bullisch für den Ölpreis an. Dazu kam die verstärkte Hoffnung, dass sich die OPEC in den nächsten Tagen auf eine Verlängerung ihrer Fördermengenkürzung einigt. Und Donald Trump signalisierte dem Gesamtmarkt indirekt mal wieder, dass mit China wohl doch ein Deal beim G20-Gipfel drin sein könnte. Dazu noch die Zinshoffnung auf die Fed, und ein bisschen Short-Covering, einmal kräftig umrühren, und fertig war gestern der Anstieg im WTI-Ölpreis um 2,30 Dollar auf 54,26 Dollar um 17:30 Uhr gestern Nachmittag.

API bewegte den Ölpreis nicht

Dann folgte gestern Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit die Veröffentlichung der API-Lagerbestände für Rohöl in den USA. Bei Erwartungen von -1 Million Barrels gegenüber der Vorwoche wurden -0,8 Millionen Barrels gemeldet. Also kann man sagen, dass die Erwartungen im Grunde genommen relativ genau getroffen wurden. Dementsprechend läuft der WTI-Ölpreis seit gestern Abend bis jetzt waagerecht im Chart (Kursverlauf seit gestern früh). Aktuell notiert WTI bei 54,05 Dollar.

Ölpreis WTI seit gestern

Staatlich errechnete Öl-Lagerbestände

Heute um 16:30 Uhr folgen dann die staatlich ermittelten Öl-Lagerbestände für Rohöl in den USA. Werden sie wie in den Vorwochen die API-Daten grob gesagt bestätigen? Ist der Anstieg in den Lagern erst einmal gebremst? Dann könnte sich der Ölpreis weiter auf dem aktuellen Niveau stabilisieren. Steigen die Lager aber auch nur minimal weiter an, könnte WTI-Öl wieder fallen. Denn eine weiter steigende Lagerhaltung zeigt an, dass nach wie vor zu viel Öl auf den Markt kommt, das keine Abnehmer findet, und daher in die Lagertanks wandern muss.

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Fed kann gleich doppelt wirken

Und heute Abend geht es dann richtig zur Sache. Die ganze Welt schaut um 20 Uhr deutscher Zeit auf die Federal Reserve. Wird sie die Zinsen senken? Oder Kommentare abgeben, dass man im September senken wird aufgrund der schwachen Konjunktur? Ist dies der Fall, könnte es doppelt positiv auf den Ölpreis wirken im Sinne von steigenden Kursen. Denn sinkende Zinsen schwächen den US-Dollar, was alles im Preis pusht, das gegen den Dollar gehandelt wird. Und eine Zinssenkung beziehungsweise Ankündigungen für weitere Schritte signalisieren dem Gesamtmarkt eine Konjunktur-Unterstützung durch die Fed. Und eine bessere Konjunktur bedeutet mehr Öl-Nachfrage. Dies könnte der Ölpreis schnell vorweg nehmen. Allerdings: Bleibt die Fed zu vorsichtig mit ihren Aussagen in Sachen Zinssenkungen, könnte das den Ölpreis natürlich fallen lassen.

Im folgenden Chart haben wir den WTI-Ölpreis seit Oktober dargestellt. Der blaue Kasten könnte der Beginn einer Bodenbildung sein. Aber heute muss man schauen, was die Lager machen, und dann heute Abend, was die Fed macht. Und man denke in den nächsten Tagen bitte auch immer an die OPEC, was sie zusammen mit Russland beschließen wird!

Ölpreis WTI seit Oktober 2018

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Gixxer

    19. Juni 2019 12:42 at 12:42

    Das wird spannend.
    Ich bleibe aber bei meiner Annahme, dass es noch einen finalen Spike nach unten geben wird, Meiner Meinung nach auch unter 50$.
    Keine Handelsempfehlung.

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Finanznews

Aktienmärkte: Alles bullisch, oder was? Marktgeflüster (Video)

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Die Aktienmärkte steigen heute weiter – und nun erhöhen Wall Street-Analysten iher Kursziele und erwarten weitere Gewinne. Dafür gibt es einige Argumente – eines (vielleicht das Entscheidende) davon ist: weil die Notenbanken alles kaufen ausser Aktien, bleiben den Investoren nur noch die Aktienmärkte (siehe dazu das heutige Interview mit Leonhard Fischer) als Investment. Inzwischen sind viele Parameter bereits auf Anschlag, im S&P 500 etwa ist derzeit keine einzige Aktie überverkauft – die Liquiditäts-Flut der Notenbanken hebt also alle Boote. Risikofaktoren wie die sich verschärfenden Spannungen zwischen den USA und China sowie Trumps Drohung gegen die amerikanischen Social Media-Unternehmen werden verdrängt. Geht die Rally also weiter?

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Allgemein

Gleitende Durchschnitte und Moving Averages einfach erklärt

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Der Gleitende Durchschnitt (GD) – auch Moving Average genannt – ist ein Indikator der technischen Analyse. Er berechnet sich fortlaufend aus dem Durchschnitt eines Kurses über eine festgelegte Zeitperiode. Der Durchschnitt bzw. das Gleiten, kommt dadurch zustande, dass sich sein Wert mit jeder Kursveränderung der fortlaufenden Periode anpasst. In einem Candlestick-Chart (Kerzenchart) fallen immer die aktuellsten Kerzen in die vorher festgelegte Periode. Die beiden bekanntesten Gleitenden Durchschnitte sind der „einfache Gleitende Durchschnitt“ (Simple Moving Average – SMA) und der „exponentielle Gleitende Durchschnitt“ (Exponential Moving Average – EMA). Eine der Hauptaufgaben des Indikators ist es einen Trend darzustellen und das Rauschen der Preisschwankungen auszugleichen. Sollte der Kurs eines Wertpapiers über dem gewählten gleitenden Durchschnitt notieren, dann kann man das als ein bullisches Signal werten. Konträr dazu handelt es sich um ein bärisches Signal, wenn der Kurs unter dem Durchschnitt notiert. Auf den Gleitenden Durchschnitten basieren viele Handelsstrategien, insbesondere für Trendmärkte.

Eine Ausweitung der Zeitperiode hilft dabei die Kursverläufe mehr und mehr zu glätten. Dadurch erhält man ein klareres Bild, um die Trends besser zu erkennen. Die Zeitperioden können ganz unterschiedlich sein. Die am häufigsten verwendeten Periodenlängen liegen bei 20, 50 und 200. Die Perioden können sich auf Minuten, Stunden, Tage, Wochen und Monate beziehen. Es kommt ganz darauf an in welcher Zeiteinheit man handelt. Auf den größeren Zeitebenen, z.B. auf Tagesbasis, spielen der 50 und 200 (SMA50 + SMA200) Tagesdurchschnitt eine große Rolle. Viele Käufer und Verkäufer – Institutionelle wie auch Privatanleger – beobachten diese Gleitenden Durchschnitte und platzieren dort gerne ihre Orders.

Handelsstrategien auf Basis von Gleitenden Durchschnitten

Die Gleitenden Durchschnitte sind die Basis zahlreicher Handelssysteme. Sie können unterschiedliche Handelssignale ausweisen. Wie bereits erwähnt, zeigt der Moving Average zunächst einmal an, in welche Richtung sich der Trend bewegt. Umso kleiner die Periode, umso volatiler bewegt sich die GD-Linie. Ein SMA20 bewegt sich wesentlich schneller als der SMA200. In einem vereinfachten Beispiel kann der 200-Tagesdurchschnitt die Überhitzung eines Kurses andeuten, sollte sich der Kurs sehr weit von der Durchschnittslinie entfernen. Dann kann es passieren, dass der Kurs wieder an den GD-Linie zurückläuft.  Auf der anderen Seite kann er aber auch als Widerstand und Unterstützung dienen.

In den meisten Handelsstrategien werden mehrere Gleitende Durchschnitte miteinander kombiniert. Dabei gibt es keine Standard-Kombination, sondern ist es abhängig von der Zeiteinheit in der gehandelt wird und dem Handelsstil des jeweiligen Traders. Durch das kreuzen der unterschiedlichen Moving Averages kommen die Signale zustande. Kleine Perioden geben schnellere Signale, liefern dabei aber auch mehr Fehlsignale. Wobei sich große Perioden träge bewegen und weniger Signale auslösen. Die meisten Strategien der Gleitenden Durchschnitte beziehen sich auf Trendmärkte. In Seitwärtsmärkten ist die Gefahr von Fehlsignalen erhöht. Der jeweilige Händler sollte die unterschiedlichen Kombinationen auf verschiedenen Zeitebenen testen, um die für sich und seinen Handelsstil besten Signale zu erhalten.

Gleitende Durchschnitte - Moving Average: leicht erklärt

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +7,9 Mio Barrels (jetzt 534,4 Mio)

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 534,4 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 7,9 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -2 Mio lagen.

Die Benzinbestände wurden mit 245,1 Mio Barrels gemeldet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 0,7 Millionen Barrels darstellt. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen auf einem unveränderten Niveau.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +8,7 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-2,5 erwartet).

Die Produktion liegt bei 11,4 Millionen Barrels pro Tag gegenüber 11,5 Mio in der Vorwoche.

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit 32,69 Dollar fast unverändert zum Stand vor der Veröffentlichung.

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