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Ölpreis haussiert über Weihnachten – zwei Gründe geben Schub!

Ölpumpe Beispielbild

Der Ölpreis haussiert in der Weihnachtswoche. Dafür gibt es einen ganz klaren Grund, und noch einen zweiten ergänzenden Grund! An Heiligabend wurden turnusmäßig die privat ermittelten API-Lagerbestände für Rohöl in den USA veröffentlicht. Sie sinken im Vergleich zur Vorwoche kräftig um 7,9 Millionen Barrels. So ein starker Rückgang der Lager lässt derzeit wohl vor allem auf eine kräftige Zunahme der Nachfrage schließen, aber auch auf eine rückläufige Produktion! Das hilft dem Ölpreis natürlich auf dem Weg nach oben.

API-Daten pushen Ölpreis

Normalerweise werden die offiziellen staatlichen Lagerbestände in den USA immer am Mittwoch Nachmittag veröffentlicht. Aber dieses Mal kommen sie aufgrund der Feiertage erst heute Nachmittag um 17 Uhr deutscher Zeit. Letzte Woche waren es -1,1 Millionen Barrels in den Lagern. Und glaubt man API, dann werden die staatlichen Lagerbestände in den USA heute deutlich stärker im Minus verkündet. Die API-Daten werden im Markt schon mal eingepreist. So ist der WTI-Ölpreis, der Heiligabend tagsüber noch bei 60,50 Dollar notierte, bis heute früh auf aktuell 61,93 Dollar gestiegen! Der folgende Chart zeigt den Verlauf im WTI-Ölpreis seit dem 18. Dezember.

Das Wichtige für Spekulanten am Ölmarkt ist: Der Markt hat jetzt also den Lager-Rückgang von 7,9 Millionen Barrels schon eingepreist. Gehen die staatlichen Lagerbestände heute Nachmittag sagen wir mal „nur“ um 5 Millionen Barrels zurück, könnte der Markt dies wohl als Enttäuschung auffassen, und der Ölpreis könnte etwas zurück kommen. Aus Sicht der Bullen müssen die heutigen Lagerdaten also mindestens die Vorgaben von API vom Dienstag erfüllen, damit der Ölpreis weiter über die Marke von 62 Dollar klettern kann.

Ölpreis Verlauf seit dem 18. Dezember

Das große Bild und der schwache Dollar

Schauen wir im folgenden Chart mal auf das größere Bild, den Verlauf im WTI-Ölpreis in den letzten zwölf Monaten. Wird die Marke von 63,30 überschritten, dann lässt man das letzte Hoch aus September hinter sich, und es geht dann darum Höchststände aus Mai und April anzupeilen, die bis auf Niveaus von über 66 Dollar reichen. Klar ist: Der Markt hat vor allem im Verlauf des Monats Dezember nach unten hin eine stabile Basis geschaffen. Nach fallenden Kursen sieht es im großen Bild überhaupt nicht mehr aus! Übrigens: Seit gestern ist der US Dollar Index von über 97,25 auf jetzt 96,89 Indexpunkte gefallen. Auch das unterstützt den Ölpreis derzeit bei seinem Anstieg!

Ölpreis WTI seit Ende 2018



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