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Märkte

Ölpreis haussiert über Weihnachten – zwei Gründe geben Schub!

Claudio Kummerfeld

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am

Ölpumpe Beispielbild

Der Ölpreis haussiert in der Weihnachtswoche. Dafür gibt es einen ganz klaren Grund, und noch einen zweiten ergänzenden Grund! An Heiligabend wurden turnusmäßig die privat ermittelten API-Lagerbestände für Rohöl in den USA veröffentlicht. Sie sinken im Vergleich zur Vorwoche kräftig um 7,9 Millionen Barrels. So ein starker Rückgang der Lager lässt derzeit wohl vor allem auf eine kräftige Zunahme der Nachfrage schließen, aber auch auf eine rückläufige Produktion! Das hilft dem Ölpreis natürlich auf dem Weg nach oben.

API-Daten pushen Ölpreis

Normalerweise werden die offiziellen staatlichen Lagerbestände in den USA immer am Mittwoch Nachmittag veröffentlicht. Aber dieses Mal kommen sie aufgrund der Feiertage erst heute Nachmittag um 17 Uhr deutscher Zeit. Letzte Woche waren es -1,1 Millionen Barrels in den Lagern. Und glaubt man API, dann werden die staatlichen Lagerbestände in den USA heute deutlich stärker im Minus verkündet. Die API-Daten werden im Markt schon mal eingepreist. So ist der WTI-Ölpreis, der Heiligabend tagsüber noch bei 60,50 Dollar notierte, bis heute früh auf aktuell 61,93 Dollar gestiegen! Der folgende Chart zeigt den Verlauf im WTI-Ölpreis seit dem 18. Dezember.

Das Wichtige für Spekulanten am Ölmarkt ist: Der Markt hat jetzt also den Lager-Rückgang von 7,9 Millionen Barrels schon eingepreist. Gehen die staatlichen Lagerbestände heute Nachmittag sagen wir mal „nur“ um 5 Millionen Barrels zurück, könnte der Markt dies wohl als Enttäuschung auffassen, und der Ölpreis könnte etwas zurück kommen. Aus Sicht der Bullen müssen die heutigen Lagerdaten also mindestens die Vorgaben von API vom Dienstag erfüllen, damit der Ölpreis weiter über die Marke von 62 Dollar klettern kann.

Ölpreis Verlauf seit dem 18. Dezember

Das große Bild und der schwache Dollar

Schauen wir im folgenden Chart mal auf das größere Bild, den Verlauf im WTI-Ölpreis in den letzten zwölf Monaten. Wird die Marke von 63,30 überschritten, dann lässt man das letzte Hoch aus September hinter sich, und es geht dann darum Höchststände aus Mai und April anzupeilen, die bis auf Niveaus von über 66 Dollar reichen. Klar ist: Der Markt hat vor allem im Verlauf des Monats Dezember nach unten hin eine stabile Basis geschaffen. Nach fallenden Kursen sieht es im großen Bild überhaupt nicht mehr aus! Übrigens: Seit gestern ist der US Dollar Index von über 97,25 auf jetzt 96,89 Indexpunkte gefallen. Auch das unterstützt den Ölpreis derzeit bei seinem Anstieg!

Ölpreis WTI seit Ende 2018

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Aktien

Aktuell: Lufthansa veröffentlicht Maßnahmen für weiteren Kahlschlag

Claudio Kummerfeld

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Der Lufthansa A380 wird wohl nicht mehr fliegen

Die Lufthansa hatte bereits Maßnahmen zum Kahlschlag angekündigt. Aber es ist wie es ist. Die Fluggastzahlen erholen sich nicht V-förmig wie (auf den ersten Blick) die Gesamtkonjunktur. Weltweit gibt es ständig neue Corona-Restriktionen und viele Unklarheiten. Und offenkundig haben zu viele potenzielle Flugreisende wohl einfach keine Lust auf diese ganze Unsicherheit und dazu noch auf stundenlanges Maskentragen an Flughäfen und im Flugzeug. Jetzt hat die Lufthansa vor wenigen Minuten die nächsten Maßnahmen zum Kahlschlag verkündet. Weiter Runter-Schrumpfen, um nicht in den Kosten zu versinken, so könnte man es ausdrücken. Hier drucken wir die wichtigsten Infos von der Lufthansa im Wortlaut ab. Die Headline-Aussagen:

– Erholung des Luftverkehrs deutlich langsamer als noch im Sommer erwartet
– Tiefere Einschnitte bei Flottengröße und für Personal
– Langfristig geparkte sowie zur Ausflottung vorgesehene Flugzeuge werden im dritten Quartal mit bis zu 1,1 Mrd. EUR wertberichtigt
– Operative Mittelabflüsse sollen um 100 Mio. EUR pro Monat reduziert werden

Details:

Der Kapazitätsausblick für die Passagierairlines wird deutlich nach unten korrigiert; die bisherige Annahme, im vierten Quartal des Jahres ein durchschnittliches Produktionsniveau von 50 Prozent des Vorjahreswertes zu erreichen, erscheint nicht mehr realistisch. Bei Fortsetzung des aktuellen Trends werden die angebotenen Sitzkilometer im Vorjahres-vergleich voraussichtlich nur noch in einer Spanne zwischen 20 und 30 Prozent liegen.

Die mittelfristige Flottenplanung wird angepasst und sieht aktuell ab Mitte des Jahrzehnts eine dauerhafte, konzernweite Kapazitätsreduktion von 150 Flugzeugen vor .

In Ergänzung der bereits kommunizierten Flottenentscheidungen wurde folgendes beschlossen: Nachdem bereits im Frühjahr sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden die verbleibenden acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren, in einen sogenannten Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen.

Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Mrd. EUR ergeben. Der Betrag soll noch im dritten Quartal des laufenden Jahres verbucht werden.

Der bisher avisierte rechnerische Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen erhöht sich in Folge der Entscheidungen für das dritte Paket des Restrukturierungsprogramms. Die Anpassung der dauerhaften Personalstärke in den Flugbetrieben wird an die weitere Marktentwicklung angepasst.

Die überarbeitete Finanzplanung sieht trotz des eingetrübten Ausblicks vor, die Mittelabflüsse durch striktes Kostenmanagement weiter zu senken. Der Liquiditätsabfluss soll von aktuell rund 500 Mio. EUR pro Monat auf durchschnittlich 400 Mio. EUR pro Monat im Winter 2020/21 gesenkt werden. Das kommunizierte Konzernziel, im Jahresverlauf 2021 wieder operativ positive Mittelzuflüsse zu erwirtschaften, wird bekräftigt.

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Finanznews

Aktienmärkte, Gold – alles fällt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Heute fallen die Aktienmärkte – vor allem der lange so widerstandsfähige Dax mit einem rabenschwarzen Tag – aber auch der vermeintlich sichere Hafen Gold kommt stark unter Druck (Silber fällt sogar fast -10%). Für den Abverkauf gibt es vorwiegend zwei Gründe: erstens die Sorge um neue lockdowns in Europa, und zweitens wird ein Stimulus-Deal in den uSA zwischen US-Republikanern und US-Demokraten nach dem Tod der Verfassungsrichterin Ginsburg deutlich unwahrscheinlicher, weil die Trump-Administration noch vor der US-Wahl einen eigenen Kandidaten installieren will. Damit bestätugt sich bislang ein Schema für die Aktienmärkte: die Woche nach dem September-Verfall ist historisch unter den schwächsten Handelswochen des gesamten Jahres..

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Indizes

Rüdiger Born: Fallender Dow Jones – aktuelle Tradingchancen?

Rüdiger Born

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Neben dem Dax schaue ich mir im folgenden Video vor allem ganz genau die aktuelle Entwicklung im Dow Jones an. Es geht gen Süden. Ist noch mehr Abwärtspotenzial vorhanden? Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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