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Märkte

Ölpreis haussiert: Zack, heute Nacht kam die Bremse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Beispielbild einer Öl Pumpe

Der Ölpreis haussiert seit Tagen. Gestern hatten wir die Gründe für die gute Laune am Terminmarkt beschrieben. Einerseits gibt es da die Hoffnung, dass durch die angebliche Entspannung im Handelskrieg mehr Öl-Nachfrage entsteht. Und andererseits besteht die Hoffnung, dass durch die ausgeweitete Fördermengenkürzung der OPEC am Weltmarkt die Angebotsmenge für Öl sinkt. Dank dieser beiden Faktoren konnte der Ölpreis in den letzten zwölf Tagen knapp drei Dollar ansteigen. Und jetzt?

Ölpreis fällt nach API-Daten

Gestern Abend erreichte der Ölpreis seinen jüngsten Höchststand. WTI-Öl kletterte auf knapp über 61 Dollar. Dann wurden um 22:30 Uhr deutscher Zeit die privat ermittelten Lagerbestände für Rohöl in den USA vom American Petroleum Institute (API) veröffentlicht. Gemäß API sind die Lagerbestände im Wochenvergleich um 4,7 Millionen Barrels gestiegen. Vollere Lage bedeuten weniger Nachfrage, zu viel Angebot an Öl, oder beides. Deswegen ist der WTI-Ölpreis ab 22:30 Uhr auch gut sichtbar im Chart abgesackt von 60,84 auf 60,44 Dollar. Das ist nicht die Welt, wenn man den Anstieg der letzten Tage sieht.

Kommt heute Nachmittag die Bestätigung?

Aber die API-Daten bremsen für den Augenblick erstmal die Hausse am Ölmarkt. Heute um 16:30 Uhr deutscher Zeit werden die staatlich ermittelten Lagerbestände in den USA verkündet durch die Energy Information Administration (EIA). Dann hat der Markt Gewissheit, ob die Lager tatsächlich so deutlich gestiegen sind wie durch API vorab vermeldet. Die API-Daten waren in der Vergangenheit meistens ein korrekter Indikator für die staatlichen Lagerdaten – machmal liegen sie aber auch völlig daneben und zeigen die falsche Richtung an. Liegen sie diesmal falsch, und die Lagerbestände werden heute Nachmittag mit einem negativen Wert veröffentlicht, könnte der Ölpreis wohl schnell weiter nach oben gepusht werden.

Im folgenden Chart sieht man den Verlauf im WTI-Ölpreis in den letzten zehn Tagen. Fast am Ende sieht man im roten Abwärts-Balken den kleinen Absacker heute Nacht durch die API-Daten. Erfolgt heute Nachmittag die Bestätigung dieser Abbremsung der Hausse? Oder knallt Öl deutlich über die 61 Dollar-Marke, weil API falsch lag? Alle Augen am Ölmarkt schauen heute auf 16:30 Uhr! Wir werden berichten.

Ölpreis im Verlauf der letzten zehn Tage

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Finanznews

Aktienmärkte: Ganz normale Exzesse! Marktgeflüster (Video)

Derzeit herrscht das Gefühl vor, dass die Aktienmärkte nur steigen können. auffallend sind derzeit besonders die Exzesse im Options-Bereich!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte laufen heute weitgehend seitwärts – aber auffallend sind derzeit besonders die Exzesse vor allem im Optionsbereich, wo die Volumina an Calls (Wetten auf steigende Indizes oder Aktien) ein neues Allzeithoch erreichen. Derzeit herrscht das Gefühl vor, dass die Aktienmärkte nur steigen können. Und historisch geshen waren es solche Gefühlslagen, die besoonders gefährlich waren: wenn alle investiert sind, braucht es nur ein unvorhergesehens Ereignis, das dann zu einer heftigen Korrektur führt. Nach wie vor fehlt dafür ein „Trigger“, aber unverhofft kommt oft. Unterdesesen ist der Euro zwischenzeitlich über die Marke von 1,21 gestiegen – und die EZB dämpft die hohen Erwartungen. Das Risiko auf einen harten Brexit steigt – ist das schon eingepreist?

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Gold/Silber

Silberpreis: Ist das eine „Bärenfalle“ oder eine „Verkaufswelle“?

Jörg Bernhard

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Aus charttechnischer Sicht steigt beim Silberpreis die Spannung. Bergauf ging es in den vergangenen Handelstagen aber auch mit dessen Volatilität, die in der Finanzwelt vor allem als Risiko-Barometer dient.

Silberpreis: Marke von 22 Dollar im Auge behalten

Noch zum Wochenstart herrschte an den Silbermärkten eine besonders starke Verunsicherung. Die Impfstoff-Euphorie hat unter den Investoren zu einem verstärkten Appetit auf Aktien geführt und somit bei den altbewährten „sicheren Häfen“ Gold und Silber – insbesondere im ETF-Sektor – erhebliche Abflüsse generiert. Zugleich trübte sich die charttechnische Lage beim Silberpreis mit dem Verletzen der im Bereich von 23 Dollar angesiedelten Unterstützung markant ein. Diese erwies sich im Juli, September und Oktober als solider Boden. Weil der Kursrutsch darunter lediglich von temporärer Natur war, kann man das Verkaufssignal mittlerweile als „Bärenfalle“ betrachten. Um keinen chartindizierten Verkaufsdruck auszulösen, sollte sich das Edelmetall in den kommenden Wochen möglichst über 22 Dollar halten.

Trotz der jüngsten Kursschwäche kann man den Silberpreis als relativ widerstandsfähig bezeichnen. Nach Rückschlägen tauchen regelmäßig „Schnäppchenjäger“ auf und verhindern Schlimmeres. Wie bei Gold und beim Bitcoin verspüren in diesem Jahr vor allem institutionelle Investoren einen starken Appetit. Dies bringt der weltgrößte Silber-ETF SPDR iShares Silver Trust besonders gut zum Ausdruck. Seit dem Jahresultimo kletterte nämlich die Anzahl institutioneller Anteilseigner in den ersten neun Monaten von 481 auf 630 und legte damit um über 30 Prozent zu. Besonders interessant: Die Zahl der von dieser Investorengruppe gehaltenen Anteilsscheine hat sich im selben Zeitraum von 76,6 Millionen auf über 156 Millionen Anteile glattweg verdoppelt.

Der Blick auf die größten Anteilseigner spricht ebenfalls für sich, schließlich befanden sich unter den Top-Ten (Stand: Ende September) so klangvolle Namen wie zum Beispiel Morgan Stanley, Bank of America, UBS, Wells Fargo und Royal Bank of Canada. Deren Investitionssummen reichten von 118 Millionen bis 244 Millionen Dollar.

Fazit: In der Finanzszene werden institutionelle Investoren häufig als „smart money“ also „schlaues Geld“ bezeichnet. Schlaue Privatanleger sollten deren Geldflüsse genau beobachten. Ihre verstärkten Käufe von Bitcoins, Gold und Silber sowie diverse andere Faktoren sprechen daher für die Anlageklassen Edelmetalle und Kryptowährungen – zumindest als Depotbeimischung.

Mehr zur aktuellen Lage beim Silberpreis sehen Sie in einem Video von David Jones, chief market startegist bei capital.com, hier..

 

Der Silberpreis ist derzeit volatil - Bärenfalle oder doch Verkaufswelle?

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Indizes

Rüdiger Born: Dynamik im Nasdaq – was tun?

Rüdiger Born

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am

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