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Märkte

Ölpreis: Absturz in letzter Sekunde gestoppt – heute 17:00 Uhr „High Noon“

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Was ist da los? Gestern Mittag berichteten wir über den Absturz im Ölpreis (WTI) auf 57,50 Dollar. Damit klebte der Ölpreis gestern exakt an einer extrem wichtigen Tiefstmarke. Würde der Preis darunter fallen, wäre sehr viel Platz nach unten vorhanden im Chart. So schrieben wir es gestern.

Ölpreis-Absturz und Dreh nach oben

Als Grund für den Absturz wurde am Markt gestern genannt, dass China über diverse Presseorgane damit drohte die Beschränkung der Lieferung von Seltenen Erden als Druckmittel im Handelskrieg einzusetzen. Das sorgte natürlich für Ängste bezüglich einer weiteren Abschwächung der globalen Konjunktur. Und was geschah gestern Abend? Der WTI-Ölpreis fiel im Tief bis auf 56,86 Dollar, also deutlich unter die wichtige Marke von 57,50 Dollar.

Aber dann erfolgte über Nacht merkwürdigerweise der Dreh gen Norden bis auf 58,80 Dollar! US-Finanzmedien präsentierten die Nachricht, dass derzeit eine wichtige Öl-Pipeline in den USA wieder ihren Betrieb aufnehmen würde nach Durchleitungsproblemen. Aber hallo? Die Wiederaufnahme eines Pipeline-Betriebs erhöht doch die Angebotsmenge – demnach wäre das ein Grund für einen fallenden Ölpreis gewesen? Aber gut. Was den Preisanstieg eher erklären würde, ist eine Nachricht aus dem Iran. Demnach hätten sich gemäß Tanker-Daten die Öl-Exporte des Iran von April bis Mai halbiert.

Das mag dem Ölpreis aktuell nach oben geholfen haben. Dennoch kann man trotzdem annehmen, dass der gestrige Dreh nach oben auch aus markttechnischen oder psychologischen Gründen erfolgte. Dann gestern Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit wurden die privat ermittelten API-Lagerbestände für Rohöl in den USA veröffentlicht. Die Lagerbestände fielen um 5,3 Millionen Barrels gegenüber der Vorwoche (erwartet -0,5). Das half dem WTI-Öl sich heute Nacht auf hohem Niveau zu stabilisieren. Aktuell liegt der WTI-Ölpreis glatt bei 59 Dollar.

Heute auf die offiziellen Lagerbestände achten

Heute um 17 Uhr deutsche Zeit ist der „High Noon“ angesagt für die Termin-Zocker am Ölmarkt. Nach den Abstürzen der letzten Tage ist nun viel Bewegung möglich, in beide Richtungen. Die Zocker brauchen nun einen neuen Trigger, einen Auslöser um wieder drauf zu hauen, ob nun nach oben oder nach unten. Normalerweise veröffentlicht die US-Behörde EIA ihre offiziellen Lagerdaten für Rohöl immer am Mittwoch. Aber wegen des US-Feiertags am Montag wurden sie auf heute 17 Uhr verschoben. Werden die API-Bestände mit ihrem Rückgang durch die offiziellen Daten bestätigt, oder wird sogar noch ein stärkerer Rückgang gemeldet? Dann könnte der Ölpreis weiter steigen, und bei einem kleineren Rückgang könnte der Preis fallen. Also, Augen auf um 17 Uhr. Wir berichten bei finanzmarktwelt.de dann umgehend über die Daten.

Der WTI-Ölpreis seit 17. Mai
Der WTI-Ölpreis seit 17. Mai.

Öl-Feld in Saudi-Arabien - Ölpreis gerade noch vor Absturz gedreht
Das Manifa Oil Field in Saudi-Arabien. Foto: Saudi Aramco

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände -3,1 Mio Barrels (jetzt 455,9 Mio) – Produktion rückläufig

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 455,9 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 3,1 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -3 Mio lagen.


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Die Benzinbestände wurden mit 223,9 Mio Barrels gemeldet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 3,6 Million Barrels darstellt. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei -1 Mio.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit -1,4 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (erwartet -3). Die Benzinbestände fielen laut API um 0,5 Mio Barrels. Destillate stiegen um 6,2 Mio Barrels.

Die Produktion liegt bei 12,0 Millionen Barrels pro Tag gegenüber 12,3 Mio in der Vorwoche.

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit +30 Cents auf 58,05 Dollar.

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Aktien

Amazon: Doppelte Breitseite aus Brüssel und Deutschland

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Heute ist mal kein guter Tag für Amazon in Europa. Wer genauer hinschaute, der weiß: Seit Jahren rumort es kräftig bei den selbständigen Händlern, die den „Amazon Marketplace“ als große Vertriebsplattform nutzen. Jetzt hat der Druck des Bundeskartellamts offenbar Wirkung gezeigt. Wie man heute nämlich mitteilt, wird Amazon „weitreichende Verbesserungen“ für seine selbständigen Partner einführen, die weltweit immerhin mehr als die Hälfte der Amazon-Umsätze bringen! Man darf vermuten, dass Amazon die Zugeständnisse gemacht hat, bevor  Kartellwächter und/oder Gesetzgeber die Sache ganz alleine in die Hand nehmen in Form von eventuell viel schärferen Beschränkungen. Das Interessante ist: Der Druck der deutschen Kartellwächter hat auch positive Auswirkungen auf Marketplace-Verkäufer in anderen Ländern. Zitat Bundeskartellamt:

Aufgrund von kartellrechtlichen Bedenken des Bundeskartellamtes ändert Amazon seine Geschäftsbedingungen für Händler auf den Amazon Online-Marktplätzen. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Zur Beendigung unseres Verfahrens wird Amazon seine Geschäftsbedingungen für die auf dem Marketplace tätigen Händler für den deutschen Marktplatz amazon.de, für alle europäischen Marktplätze (amazon.co.uk, amazon.fr, amazon.es, amazon.it) sowie weltweit für alle seine Online-Marktplätze einschließlich der amerikanischen und asiatischen Marktplätze anpassen. Die Änderung der Geschäftsbedingungen (Business Solutions Agreement – BSA) wird heute von Amazon angekündigt und veröffentlicht. Sie tritt 30 Tage später in Kraft. Damit werden die zahlreichen Beschwerden von Händlern beim Bundeskartellamt gegenüber Amazon aufgegriffen. Die Änderungen betreffen den einseitigen Haftungsausschluss zugunsten von Amazon, die Kündigung und Sperrung der Konten der Händler, den Gerichtsstand bei Streitigkeiten sowie den Umgang mit Produktinformationen und viele andere Fragen. Für die auf den Amazon Marktplätzen tätigen Händler haben wir mit unserem Verfahren weltweit weitreichende Verbesserungen erwirkt. Das Verfahren wird eingestellt“.

Amazon ist in vielen Produktgruppen der größte Online-Händler und betreibt den mit Abstand größten Online-Marktplatz in Deutschland. Für viele Händler hat der Amazon-Marktplatz beim Online-Vertrieb, insbesondere für den Zugang zum Kunden, eine große Bedeutung. Im November 2018 hatte das Bundeskartellamt aufgrund von zahlreichen Beschwerden von Händlern ein Verfahren gegen das Unternehmen wegen des Verdachts auf missbräuchliche Geschäftsbedingungen und Verhaltensweisen gegenüber den Händlern auf dem deutschen Marktplatz amazon.de eröffnet (siehe PM des Bundeskartellamtes vom 29. November 2018). Dieses Verfahren hat das Bundeskartellamt aufgrund der vorgenommenen Änderungen nun eingestellt.

EU-Kommission geht gegen Amazon vor

Und heute hat (welch zeitlicher Zufall) auch die EU-Kommission verkündet gegen Amazon vorgehen zu wollen. Man leitet eine „Untersuchung möglicher wettbewerbswidriger Verhaltensweisen von Amazon ein“, so die EU-Kommission in einer offiziellen Mitteilung. So sagt die Kommission unter anderem Zitat:

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte hierzu: „Die europäischen Verbraucher kaufen zunehmend online ein. Der elektronische Handel hat den Wettbewerb im Einzelhandel angekurbelt und zu einer größeren Auswahl und günstigeren Preisen geführt. Wir müssen sicherstellen, dass große Online-Plattformen diese Vorteile nicht durch wettbewerbswidriges Verhalten aushebeln. Ich habe daher beschlossen, die Geschäftspraktiken von Amazon und seine doppelte Funktion als Verkaufsplattform und Einzelhändler unter die Lupe zu nehmen, um die Einhaltung der EU-Wettbewerbsregeln zu prüfen.“

Im Rahmen der eingehenden Prüfung wird die Kommission Folgendes untersuchen:

– die Standardvereinbarungen zwischen Amazon und Marktplatzhändlern, die es Amazon als Einzelhändler ermöglichen, Daten von Drittanbietern zu analysieren und zu nutzen. Insbesondere wird die Kommission der Frage nachgehen, ob und wie die Nutzung der Daten, die Amazon als Einzelhändler über die Marktplatzhändler sammelt, den Wettbewerb beeinträchtigt.

– die Rolle von Daten bei der Auswahl der in der „Buy Box angezeigten Händler“ und wie sich die Nutzung wettbewerbssensibler Informationen über Marktplatzhändler durch Amazon gegebenenfalls auf diese Auswahl auswirken könnte. Über die gut sichtbar auf der Amazon-Website angezeigte „Buy Box“ können Kunden Produkte eines bestimmten Einzelhändlers direkt in ihren Einkaufswagen legen. Die Anzeige in der „Buy Box“ scheint für Marktplatzhändler entscheidend zu sein, da die meisten Transaktionen über sie abgewickelt werden.

Die untersuchten Praktiken verstoßen möglicherweise gegen die EU-Vorschriften über wettbewerbswidrige Vereinbarungen zwischen Unternehmen (Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV)) und/oder die EU-Vorschriften über den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung (Artikel 102 AEUV). Die Kommission wird ihre eingehende Untersuchung vorrangig behandeln. Das Verfahren wird ergebnisoffen geführt.

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Aktien

Markus Koch LIVE zum Wall Street-Start

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Markus Koch meldet sich aktuell direkt zum Start an der Wall Street. Er bespricht das Umschlagvolumen bei Eisenbahnunternehmen als Konjunkturindikator. Auch geht er mehr in die Tiefe in Sachen China und US-Dollar.

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