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Märkte

Ölpreis: Absturz in letzter Sekunde gestoppt – heute 17:00 Uhr „High Noon“

Claudio Kummerfeld

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Was ist da los? Gestern Mittag berichteten wir über den Absturz im Ölpreis (WTI) auf 57,50 Dollar. Damit klebte der Ölpreis gestern exakt an einer extrem wichtigen Tiefstmarke. Würde der Preis darunter fallen, wäre sehr viel Platz nach unten vorhanden im Chart. So schrieben wir es gestern.

Ölpreis-Absturz und Dreh nach oben

Als Grund für den Absturz wurde am Markt gestern genannt, dass China über diverse Presseorgane damit drohte die Beschränkung der Lieferung von Seltenen Erden als Druckmittel im Handelskrieg einzusetzen. Das sorgte natürlich für Ängste bezüglich einer weiteren Abschwächung der globalen Konjunktur. Und was geschah gestern Abend? Der WTI-Ölpreis fiel im Tief bis auf 56,86 Dollar, also deutlich unter die wichtige Marke von 57,50 Dollar.

Aber dann erfolgte über Nacht merkwürdigerweise der Dreh gen Norden bis auf 58,80 Dollar! US-Finanzmedien präsentierten die Nachricht, dass derzeit eine wichtige Öl-Pipeline in den USA wieder ihren Betrieb aufnehmen würde nach Durchleitungsproblemen. Aber hallo? Die Wiederaufnahme eines Pipeline-Betriebs erhöht doch die Angebotsmenge – demnach wäre das ein Grund für einen fallenden Ölpreis gewesen? Aber gut. Was den Preisanstieg eher erklären würde, ist eine Nachricht aus dem Iran. Demnach hätten sich gemäß Tanker-Daten die Öl-Exporte des Iran von April bis Mai halbiert.

Das mag dem Ölpreis aktuell nach oben geholfen haben. Dennoch kann man trotzdem annehmen, dass der gestrige Dreh nach oben auch aus markttechnischen oder psychologischen Gründen erfolgte. Dann gestern Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit wurden die privat ermittelten API-Lagerbestände für Rohöl in den USA veröffentlicht. Die Lagerbestände fielen um 5,3 Millionen Barrels gegenüber der Vorwoche (erwartet -0,5). Das half dem WTI-Öl sich heute Nacht auf hohem Niveau zu stabilisieren. Aktuell liegt der WTI-Ölpreis glatt bei 59 Dollar.

Heute auf die offiziellen Lagerbestände achten

Heute um 17 Uhr deutsche Zeit ist der „High Noon“ angesagt für die Termin-Zocker am Ölmarkt. Nach den Abstürzen der letzten Tage ist nun viel Bewegung möglich, in beide Richtungen. Die Zocker brauchen nun einen neuen Trigger, einen Auslöser um wieder drauf zu hauen, ob nun nach oben oder nach unten. Normalerweise veröffentlicht die US-Behörde EIA ihre offiziellen Lagerdaten für Rohöl immer am Mittwoch. Aber wegen des US-Feiertags am Montag wurden sie auf heute 17 Uhr verschoben. Werden die API-Bestände mit ihrem Rückgang durch die offiziellen Daten bestätigt, oder wird sogar noch ein stärkerer Rückgang gemeldet? Dann könnte der Ölpreis weiter steigen, und bei einem kleineren Rückgang könnte der Preis fallen. Also, Augen auf um 17 Uhr. Wir berichten bei finanzmarktwelt.de dann umgehend über die Daten.

Der WTI-Ölpreis seit 17. Mai
Der WTI-Ölpreis seit 17. Mai.

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Bitcoin

Dow 30.000 Punkte, Bitcoin mit Aussicht auf 20.000 – Ideen für Pfund und Hewlett Packard

Redaktion

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Der Dow Jones ist diese Woche über 30.000 Punkte geklettert, ein Rekordhoch! Die aktuelle Lage und die Aussichten bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. Ebenfalls ein wichtiges Thema im Video ist die seit Wochen vorhandene Euphorie im Bitcoin, auch wenn die Volatilität groß ist. Hier sei die Chance auf einen Anstieg Richtung 20.000 Dollar vorhanden (aktuell 17.192 Dollar). Aber dann könne es bei dieser runden Marke aus psychologischen Gründen zu Gewinnmitnahmen kommen.

Auch im Video besprochen werden aktuelle Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Das britische Pfund könne man gegen den US-Dollar kaufen über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Ebenso könne man derzeit über eine Stop-Buy-Order auf steigende Kurse in der Hewlett Packard-Aktie setzen. Beide Ideen werde im Video konkret begründet.

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Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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