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Märkte

Ölpreis: Was für ein Höllenritt – geht das jetzt so weiter?

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Terminhändler in den USA mit schwachem Herzen sind am Ölmarkt derzeit nicht gut aufgehoben. Dann doch besser Futures auf T-Bonds handeln? Der Ölpreis hat von gestern Nachmittag bis heute früh einen Höllenritt durchgemacht. Die Frage ist nur: Geht das so weiter? Aber von Anfang an bitte.

Ölpreis rutscht in Keller und erholt sich

Am Dienstag sprachen Donald  Trump und sein Außenminister Pompeo von einer Entspannung gegenüber dem Iran, und der Ölpreis (WTI) fiel von 59,50 Dollar kräftig nach unten. Mittwoch Nachmittag brachten die Öl-Lagerbestände in den USA einen Rückgang von 3,1 Millionen Barrels. Dieser Rückgang brachte keinen wirklichen neuen Impuls. Der Markt war bereits im „Abwärts-Modus“. Gestern tagsüber kamen schwache japanische Wirtschaftsdaten und Infos über höhere Fördermengen aus Russland, was den Ölpreis weiter schwächeln lies. Die Nachricht, dass der Iran einen Tanker der VAE beschlagnahmt hatte, konnte den Markt nur kurz ein wenig zum Steigen bringen. Aber dann…

Der WTI-Ölpreis rutschte gestern Abend um 2 Dollar auf bis zu 54,70 Dollar im Tief. (Chart zeigt den WTI-Ölpreis seit Mittwoch früh). Aus dem Iran kamen entspannende Signale Richtung USA. Laut Berichten sei man offen für Gespräche bezüglich der Rettung des Atomabkommens, wenn die USA ihre Sanktionen abschaffen würden. Tja, da war sie auf einmal da, die „Entspannung“ am Golf. Der Ölpreis war gut gefallen… und dann? Dann kam Donald Trump (hier im Video). Ein US-Kriegsschiff habe eine iranische Drohne abgeschossen.

 

Tja, und das war es dann auch schon wieder mit der Ruhe am Golf. Der WTI-Ölpreis drehte gestern Abend nach oben, und ist bis jetzt um 1,15 Dollar gestiegen auf aktuell 55,85 Dollar. So schnell kann das gehen! Außerdem erwähnen US-Kommentatoren, dass die Rede von New York Fed-Chef Williams gestern Abend (bitte schnell Zinsen senken, wenn Konjunktur lahmt) den Ölpreis-Anstieg unterstützt haben soll.

Geht das so weiter?

Schaut man sich den Wochenverlauf an, dann bleibt die Grundtendenz am Ölmarkt eher schwach. Eigentlich für Bullen passende Nachrichten konnten den Ölpreis diese Woche nicht so richtig kräftig nach oben bringen. Aber man weiß ja nie. Man sieht ja aktuell, wie einzelne Nachrichten rund um den Iran den Markt schnell rauf und runter bewegen können. So schnell kann die Aufmerksamkeit wechseln, von den realen Lagerdaten und ökonomischen Daten hin zur Geopolitik am Golf. Bis 31. Juli (Fed-Zinssenkung?) ist es nicht mehr lange hin, und der Iran-Konflikt steht aktuell etwas stärker im Fokus. Aber die Lage kann sich schnell ändern! Der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar. Bitte bilden Sie sich immer ihre eigene Meinung!

Ölpreis WTI seit Mittwoch

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Finanznews

Trump eskaliert! Marktgeflüster (Video)

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Was für ein verrückter Handelstag! Eigentlich sollte heute die Rede von Jerome Powell in Jackson Hole (bei der sich der Fed-Chef alle Optionen offen hielt) im Vordergrund stehen – aber dann eskalierte der Handelskrieg zwischen den USA und China weiter: zunächst, weil China Gegenzölle ankündigte, dann, weil Donald Trump wiederum ankündigte, auf diese Gegenmaßnahmen mit neuen Manßnahmen zu reagieren – eine typische Spirale der Eskalation. Offenkundig will Trump amerikanische Firmen zwingen, ihr Geschäft aus China heraus zu verlagern – wozu er als US-Präsident jedoch gar nicht befugt ist. Dann erneute Attacken Trumps auf Powell mit der Frage, wer der größere Feind der USA seien: Xi Jinping oder Jerome Powell. Trump eskaliert und überreizt sein Blatt immer weiter, selbst die US-Republikaner verlieren langsam die Geduld..

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Indizes

Börsen vor heftigen Herbststürmen

Der Herbst wäre geradezu prädestiniert für heftige Turbulenzen an den Börsen – die Crashs aus den Jahren 1929, 1987, 2001 oder 2008 lassen grüßen

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Bleiben die Fed und andere Zentralbanken hinter den Erwartungen der Marktteilnehmer und hinter der realwirtschaftlichen Entwicklung zurück, stehen die Börsen vor turbulenten Zeiten!

Die ökonomischen Frühindikatoren lassen Börsen wenig Spielraum für Interpretationen

Anders als bei der Prognosekraft der Zinsstrukturkurve, deren Inversion eigentlich eine erhöhte Rezessionsgefahr anzeigt aber aktuell von Sonderfaktoren verzerrt ist, lassen realwirtschaftliche Indikatoren aktuell wenig Spielraum für die Hoffnung auf eine Belebung der Konjunktur im zweiten Halbjahr. Dazu kommen absehbar Sonderbelastungen auf politischer Ebene, wie der eskalierende Handelskrieg, die Brexit-Gefahr, die Schuldenkrise in diversen Schwellenländern und die wiedererwachende Eurokrise.

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Doch schauen wir auf das große Bild der Weltwirtschaft und der bedeutendsten Ökonomien der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung): USA, Japan und Deutschland an Hand der ökonomischen Frühindikatoren:

Börsen erwarten im Herbst schnelles und aggressives Gegensteuern

Gemäß der Fed Fund Futures gehen die Marktteilnehmer an den Rentenmärkten nach wie vor von einer ganzen Serie von Zinssenkungen aus und erwarten diese im September zu 100 Prozent, im Oktober zu 97 Prozent und im Dezember zu 76 Prozent.

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Die Frage ist doch, ob die Händler an den Rentenmärkten, deren volkswirtschaftlicher Sachverstand als sehr ausgeprägter gilt, sich so irren können. Das wäre zumindest in dieser ausgeprägten Art ein Novum. Sollten die Erwartungen der Marktteilnehmer enttäuscht werden und sich das konjunkturelle Bild in den USA erwartungsgemäß dem Rest der Welt folgend eintrüben, wäre der Herbst geradezu prädestiniert für heftige Turbulenzen an den Börsen. Die Crashs aus den Jahren 1929, 1987, 2001 oder 2008 lassen grüßen. Jedes Mal waren es die metaphorischen Herbststürme, die ihre zerstörerische Kraft auf die Finanzmärkte entfalteten. Die Ausgangslage dafür wäre bei einem Zögern der Zentralbanken in diesem Jahr erneut gegeben.

Notenbanken in der Zwickmühle

Nicht umsonst steht die Jahrestagung der Notenbanker im amerikanischen Jackson Hole, Wyoming in diesem Jahr unter dem Motto „Herausforderungen für die Geldpolitik“. In der codierten Sprache der Notenbanker ist das Substantiv „Herausforderungen“ gleichbedeutend mit „Schwierigkeiten“ und wurde in der zweiundvierzigjährigen Geschichte des Symposiums nur selten und mit Bedacht gewählt. Es gilt besonders im Falle der Fed den Spagat zwischen der Wahrung der politischen Unabhängigkeit gegenüber der Trump-Administration auf der einen Seite sowie die Vermeidung von negativen Entwicklungen an den Finanzmärkten und in der Realwirtschaft auf der anderen Seite zu bewerkstelligen.

Fazit

Übergeordnet explodieren die Kosten für den Schuldendienst bei allen Wirtschaftssubjekten in Relation zu ihren Einnahmen auf historisch hohe Niveaus und zunehmend in den untragbaren Bereich. Die Dynamik der auf Kreditexpansion angewiesenen US-Wirtschaft wird dadurch sukzessive gelähmt. Schon aus diesem Grund muss auch die Fed die Kosten für Kredite permanent weiter senken – durch die Verringerung des Realzinses auf null oder in den negativen Bereich (siehe Japan und Europa).

Den Börsen stehen in diesem Herbst unruhige Zeiten bevor

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Märkte

Ölpreis: Plötzlicher starker Absturz dank doppeltem China-Effekt

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Worauf haben wir die letzten Tage hingewiesen? Und erst gestern erneut? Der nette tagelange Anstieg im Ölpreis, das sei eine wacklige Nummer, so unsere Worte. Denn er beruhte auf Hoffnungen, dass die OPEC ihre Fördermenge weiter kürzt, und dass der Handelskrieg schon glimpflich ausgehen wird. Und heute? Da passiert genau das, wovor wir gewarnt hatten (schlecht verstecktes Eigenlob). Der Handelskrieg geht in die nächste Eskalationsstufe. China kündigt neue Zölle gegen die USA an im Volumen von 75 Milliarden Dollar. Betroffen sind 5.078 Produkte, darunter Autos, aber auch Öl-Einfuhren (5% Zoll). Deshalb werden chinesische Importeure wohl weniger Öl aus den USA kaufen, weil es im Vergleich zu Öl aus anderen Ländern teurer wird.

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Damit würde die Angebotsmenge an US-Öl in Nordamerika steigen, da ja weniger nach China verkauft wird. Somit ergibt sich für das US-Öl WTI ein doppelt negativer Effekt. Der Handelskrieg verschärft sich, und tendenziell sollte die Öl-Nachfrage global sinken. Und durch das offenbar steigende Angebot in Nordamerika wird gleich nochmal auf den Ölpreis gedrückt. Und so sieht das Resultat aus. Der WTI-Ölpreis ist vorhin wie ein Stein gefallen, nämlich von 55,33 Dollar auf 53,40 Dollar im Tief. Aktuell notiert der Preis bei 54,20 Dollar. Fürs Erste ist die schöne Hoffnungsphase der letzten Tage für die Öl-Bullen unterbrochen worden. Der folgende Chart seit dem 26. Juli zeigt, wie die Gewinnstrecke der letzten zwei Wochen durch den aktuellen Absturz ausradiert wurde. Ausgang übers Wochenende: Unklar. Denn nun folgenden ja die Jackson Hole-Tage der Notenbanker! Also, wer heute noch im Öl handelt – fest anschnallen bitte!

Ölpreis WTI Verlauf der letzten 30 Tage

Tiefwasserhafen Shanghai - Symbol im Handelskrieg - Ölpreis bricht ein
Tiefwasserhafen Yangshan, mitten im Meer gebaut vor der Küste von Shanghai.

Ursprünglich berichteten wir von 10% Zusatzzoll für Öl. Dies haben wir auf 5% korrigiert.

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