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Ölpreis mit unglaublichem Höllenritt – hier die aktuellen Infos

Was für ein Höllenritt findet da momentan im Ölpreis statt. Bitte fest halten, wir erklären die aktuelle Lage. Zunächst war da der tagelange Absturz im WTI-Ölpreis von 58 Dollar am 31. Juli (Chart) bis gestern Abend auf 50,50 Dollar. Was für ein Absturz. Den links im Chart sichtbaren Abfall letzte Woche hatten wir unlängst besprochen. Donald Trump hatte mit neuen Zöllen gegen China den Handelskrieg kräftig aufflammen lassen.

Ölpreis WTI seit 31. Juli

Lager geben weiteren Grund für Abwärtsschub

Dann folgte seit gestern der nächste Absturz im Ölpreis, weil die Ängste rund um den Handelskrieg und damit um eine weiter schwächelnde Konjunktur zunahmen. Der kräftige Schub nach unten wurde gestern ab 16:30 Uhr befeuert durch die in den USA veröffentlichten Lagerbestände für Rohöl. Der WTI-Ölpreis fiel danach von 52,20 auf 50,50 Dollar. Denn die Lager wurden um 2,4 Millionen Barrels voller, obwohl ein weiterer Rückgang der Bestände erwartet wurde. Und zack, da hatten die Shorties eine weitere Argumentationsgrundlage, um nochmal kräftig draufzuhauen!

Ölpreis mit kräftigem Dreh nach oben

Dann der Dreh im Ölpreis ab gestern Abend. Bis jetzt ist WTI wieder auf 52,75 Dollar gestiegen. Man kann natürlich als erstes Argument anführen, dass der Markt nach mal eben 7,5 Dollar Absturz binnen wenigen Tagen überverkauft war, und jetzt auch mal nach oben durchatmen musste. Hinzu kommt, dass einige Analysten den schwächelnden US-Dollar als weiteres Argument für den Kursdreh ansehen. Naja, aber so ganz kann das nicht hinhauen. Denn seit gestern Abend ist der Dollar-Index nämlich von 97,11 Indexpunkten im Tief bis jetzt auf 97,38 gestiegen (im folgenden Chart Öl und Dollar übereinander gelegt seit gestern früh).

Aber noch wichtiger als eine technische Reaktion oder eine mögliche Bewegung im US-Dollar sind aktuelle Gerüchte, wonach die Golfstaaten so langsam die Geduld mit dem fallenden Ölpreis verlieren könnten. Laut Berichten gäbe es zunehmende Hoffnungen, dass die OPEC womöglich weitere Fördermengenkürzungen erwägt (hier dazu Analystenkommentare). Weniger Angebot sollte den Ölpreis ja nach oben bringen – eigentlich. Aber wäre etwas weniger Angebot derzeit ein starkes Argument für steigende Preise, bei dem Monster namens Handelskrieg, welches auf den Preis drückt? Frage: Ist der aktuelle Anstieg im Ölpreis über Nacht nur ein weiterer Verschnaufer auf dem Weg nach unten? Oder kommt die OPEC um die Ecke mit einem wirklich kräftigen Signal weiterer Mengenkürzungen?

Ölpreis vs Dollar-Index

Interessant ist grundsätzlich der folgende Artikel von oilprice.com, wo man der Meinung ist, dass das Schlimmste noch bevorsteht im Sinne deutlich sinkender Preise am Ölmarkt. Dazu bitte hier klicken.



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