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Märkte

Ölpreis im Aufwärts-Move – Saudis ignorieren Trump

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Es kam so wie in den letzten Monaten auch. Zunächst einmal twittert Donald Trump gegen die OPEC, um den Ölpreis runterzubekommen. Die „undankbaren Araber“ sollten doch gefälligst mehr Öl fördern, damit der Benzinpreis an US-Tankstellen sinken kann. Schließlich beschütze man ja die Golfstaaten, und dafür habe man sich dankbar zu zeigen. Der aktuellste Tweet in diesem Zusammenhang stammt von diesem Montag.

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Ölpreis reagierte heftig, aber nur kurz auf Trump

Der Ölpreis sei einfach zu hoch. Die OPEC solle sich entspannen und die ganze Sache etwas lockerer angehen. Die zerbrechliche Weltwirtschaft könne höhere Ölpreise nicht verkraften, so Trump. Daraufhin sackte der Ölpreis am Montag in wenigen Stunden um mehr als 2 Dollar ab. Aber so wie schon in den Monaten zuvor bei inhaltlich identischen Tweets von Trump war dieser Absturz nur von kurzer Dauer.

Der Ölpreis stieg im bisherigen Wochenverlauf wieder an, weil der Terminmarkt derzeit im Aufwärts-Momentum ist. Im Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit dem 18. Februar. Nicht nur, dass sich der Ölpreis ganz von alleine von Trumps Tweet wieder erholte. Gestern Nachmittag und gestern Abend (größerer blauer Kreis) wurde der Ölmarkt gestützt durch erstens deutlich fallende Rohöl-Lagerbestände in den USA (-8,6 Millionen Barrels in der letzten Woche).

Und zweitens sagte der saudische Öl-Minister Al-Falih bei CNBC, dass Saudi-Arabien zusammen mit seinen Partnern weiterhin behutsam die aktuelle Runde der Fördermengenkürzungen umsetzen werde. Die Aussagen von Präsiden Trump sehe man ganz entspannt. Man sei interessiert an einem stabilen Markt, so Al-Falih. Ende 2018 hatte sich die OPEC mit Russland geeinigt mehr als 1 Million Barrels pro Tag zu kürzen. Alleine im Januar hatte die OPEC davon schon 797.000 Barrels pro Tag gekürzt. Behutsam kürzen? Das sieht eher nach Hauruck-Kürzungen aus!

Saudis bleiben entspannt

In den vorigen Monaten hatte Al-Falih sich ähnlich zu Trumps Drängen geäußert. Die Saudis bleiben tiefen-entspannt. Man weiß wohl, dass Trump kaum mehr in der Hand hat als solche Aufforderungen via Twitter. Der gute Mann im Weißen Haus hat im Moment wohl schon genug andere Probleme. Da kann er sich einen ernsthaften Streit mit seinen saudischen Partnern nicht auch noch leisten. Der Ölpreis jedenfalls, es wirkt momentan so, dass der Aufwärts-Move intakt bleibt. Vom gestrigen Hoch bei 57,36 im WTI-Öl ist man zwar ein paar Cent zurückgefallen auf aktuell 56,92 Dollar. Aber der Chart sieht nach wie vor gut aus für Öl-Bullen. Wie immer unser Hinweis: Das ist keine Handelsempfehlung! Bilden Sie sich bitte ihre eigene Meinung, denn der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar!

Ölpreis WTI

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Prognostiker

    28. Februar 2019 20:47 at 20:47

    Ich sagte es ja, letztes Mal kuschelten die Saudis ,weil sie gerade einen Journalisten verschwinden liessen.
    Jetzt ist das vergessen u.man kann wieder machen was man will.Ist nur zu hoffen, dass er nach mehreren Niederlagen, nicht den Frust an der EU abreagiert.

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Finanznews

Gähnende Höhen! Marktgeflüster (Video)

Über das heftige Auseinanderdriften der Märkte nach der Fed..

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„Gähnende Höhen“ ist der Titel eines Buches, das die Absurdität, die Abgründe und innere Widersprüchlichkeit des sowjetischen Herrschaftssystems auf den Punkt brachte (1976) – und ähnlich widersprüchlich und abgründung ist auch das, was die Märkte veranstalten: da ist Schwäche vor allem beim Dax, aber auch bei den Bankaktien nach den gestrigen Aussagen der Fed, während die Tech-Werte haussieren (nach einer Aufstufung von Apple und trotz der schwachen Zahlen von Micron, die jedoch Hoffnung propagierten auf eine bessere Zukunft im 2.Halbjahr). Der Nasdaq 100 ist nun, gemessen am MACD, so überkauft wie seit dem Jahr 1999 nicht mehr (nachdem er im Dezember so überverkauft war wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr)..

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By Qfl247, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14715962

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Aktien

Aktuell: Levi Strauss ist wieder an der Börse – Eröffnungkurs 22,22 Dollar

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Levi Strauss kehrt heute nach 34-jähriger Abwesenheit an die Börse zurück – und der erste Kurs liegt bei 22,22 Dollar.
Der Bekleidungseinzelhändler notierte seinen Börsengang bei 17 US-Dollar pro Aktie und bewertete das Unternehmen mit rund 6,6 Milliarden US-Dollar. Das ist höher als die Preisspanne von 14 bis 16 Dollar, die das Unternehmen zuvor festgelegt hatte.

Die Aktien der Gesellschaft werden an der New Yorker Börse unter dem Tickersymbol „LEVI“ gehandelt.

Der aus Bayern stammende, und 1847 in die USA ausgewanderte, Löb Strauss galt mit seinem Partner Jacob Davis als Erfinder der Blue Jeans. Diese verkaufte er über sein kalifornisches Textilgeschäft an Goldschürfer, um ihnen eine robuste Arbeitskleidung zur Verfügung zu stellen.

Der aus Bamberg stammende Löb Strauss nahm die amerikanische Staatsbürgerschaft an und änderte seinen Namen in Levi Strauss.

Der Umsatz weltweit von Levi Strauss, für Jeans und andere Bekleidungswaren, hielt sich die letzten 10 Jahre auf fast auf gleichem Niveau.

In USD:

2008: 4,4 Mrd. 2012: 4,6 Mrd. 2016: 4,5 Mrd.
2009: 4,1 Mrd. 2013: 4,6 Mrd. 2017: 4,9 Mrd.
2010: 4,3 Mrd. 2014: 4,7 Mrd. 2018: 5,6 Mrd.
2011: 4,7 Mrd. 2015: 4,4 Mrd.

Der Umsatzanstieg 2018 ist vor allem darauf zu zurückzuführen, dass man bei Levis die Zeichen der Zeit erkannte und mehr in Werbung und Imagepflege investierte. Auch das Angebot wurde auf die Nachfrage am Markt angepasst. So bietet Levis jetzt auch bequemere Jeans an und erweiterte das Angebot.
Anfang 2018 beschloss man zukünftig auf die Fabrikarbeitern – welche die Hosen noch per Hand ausfransten oder durchlöcherten durch Lasertechnologie – zu ersetzten.

Dieser Plat, der (durch die Zahlen belegt) aufging, soll nun weiter fortgeführt werden und mit dem frischem Kapital(ca.500 Millionen Euro) aus dem heutigen „Börsenneustart“ ist sicher noch einiges zu erwarten.
Der Gründer würde sich im Grab umdrehen, wenn er sehen würde, dass in seine Jeans extra Löcher produziert werden um sie besser zu verkaufen..


By Blake Burkhart – Flickr, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44401478

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Gold/Silber

Gold und die Aktienmärkte nach der Fed – Rüdiger Born aus Tokio

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Rüdiger Born auch heute wieder aus dem Fernsehstudio in Tokio – mit charmanter Ansage einer japanischen Moderatorin (auf deutsch!) und der Einschätzung zu den Märkten von Herrn Born:

Tokio

Foto: Volfgang (talk) – Photo taken by Volfgang (talk), CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4735251

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