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Ölpreis im Aufwind? Die OPEC scheint Vertrauen zu schaffen

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis kann heute den kleinen Absturz vom Freitag wieder aufholen. Von 53 Dollar fiel WTI-Öl im Tief auf 51,43 Dollar, um bis heute Mittag wieder auf 52,75 Dollar anzusteigen. Was hilft dem Ölpreis aktuell? Nun, der US-Dollar war tagelang am Fallen, auch wenn er sich heute noch stabil zeigt. Im Sinne der negativen Korrelation zwischen Öl und Dollar ist dies ein stützender Faktor für Öl.

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Auf die Stimmung der Öl-Bullen drücken die Probleme der Corona-Pandemie, aber auch die erst am Freitag vermeldeten Wochendaten zu den Öl-Lagerbeständen in den USA. Mit +4,4 Millionen Barrels lagen sie überraschend höher als erwartet (-1,1 Mio). Aber steuerliche Sondereffekte zum Jahreswechsel in den USA könnten die Lagerdaten beeinflusst haben, weshalb der Abwärtstrend bei den Lagern diese Woche eventuell fortgesetzt werden könnte.

Irak hilft bei guter Stimmung für einen steigenden Ölpreis?

Interessant sind aktuelle Aussagen von Eugen Weinberg aus dem Hause Commerzbank. Der vielleicht renommierteste Rohstoff-Experte in Deutschland widmet sich in seinem ganz aktuellen Öl-Kommentar auch der OPEC, und insbesondere dem Irak. Dies ist deswegen (so meine Meinung) interessant, weil der Irak nicht gerade als zuverlässiger Partner im Kartell gilt, wenn es darum geht sich an die Kürzungszusagen bei der Fördermenge zu halten. Tut er es nun doch zuverlässig, und kürzt er zusätzlich um Produktionsüberschüsse der letzten Monate abzubauen, dann wäre das für den Ölpreis ein gutes Signal auf dem Weg nach oben. Denn damit würden die Kürzungsvereinbarungen der OPEC gegenüber den Börsianern glaubhafter werden. Dazu sagt Eugen Weinberg, auszugsweise im Wotlaut:

Die OPEC scheint sich trotz deutlich höherer Preise ebenfalls diszipliniert zu verhalten. Zudem will der Irak, der im Sommer mehr produziert hatte als vereinbart, im Januar und Februar kompensierende Produktionskürzungen vornehmen. Das Land wird laut Bloomberg demnach in diesen beiden Monaten täglich „lediglich“ etwa 3,6 Mio. Barrel produzieren, so wenig wie seit Anfang 2015 nicht mehr. Im Dezember hat der Irak noch etwa 3,85 Mio. Barrel täglich produziert. Das Angebotsdefizit könnte damit im 1. Quartal noch etwas größer ausfallen. Die Umsetzung der Kompensationskürzungen dürfte zudem das Vertrauen in die Vereinbarung der OPEC und ihrer Alliierten (OPEC+) und die Ölpreise selbst unterstützen.

Man sollte aber auch schauen, dass diese Woche unter anderem am Donnerstag das US-BIP veröffentlicht wird, nachdem es Mittwoch Abend die Zinsentscheidung und das Statement der Fed gibt. Diese Verkündungen können die Aktienmärkte, den US-Dollar und somit auch den Ölpreis beeinflussen.

Chart zeigt Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage
Im Chart sehen wir den Ölpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen.



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