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Märkte

Ölpreis im Fegefeuer der Argumente: Long oder Short?

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Wohin mit dem Ölpreis? Momentan haben wir weder Fisch noch Fleisch. Der Terminmarkt schwimmt im Fegefeuer der Argumente. So melodramatisch möchten wir es mal ausdrücken. Soll man Long oder Short gehen, oder auf einen Ausbruch in die eine oder andere Richtung warten? Eines ist gewiss: Wer in WTI oder Brent momentan mit relativ engen Stopps arbeitet, wird seit Tagen ständig rausfliegen, und sich schon kurz danach wutentbrannt aufregen, dass der Kurs doch wieder in seine Richtung gedreht ist.

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Ölpreis nur hin und her

Im Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit dem 11. Januar. Was halten wir davon? Richtig, gar nichts. Für Trader ist es ein grauenhafter Chart, es sei denn man ist Tick-Trader, extrem kurzfristig ausgerichtet auf wenige Minuten oder Stunden. Aber auch dann ist die Lage im Öl derzeit extrem schwer. WTI hat seit dem 11. Januar eine Spanne von maximal 5 Dollar. Aber im Kern war die Spanne meistens viel kleiner, eher bei 2 Dollar rauf und runter.

Long oder short – die Argumente

Aktuell spricht einiges für steigende Preise. So gibt es konkrete Anzeichen, dass die OPEC ihre Mengenkürzung im April verlängern wird. So berichtet es aktuell die angesehene Öl-Expertin Amena Bakr. Das würde bedeuten, dass noch länger 1,2 Millionen Barrels pro Tag vom OPEC-Angebot dem Weltmarkt entzogen bleibt. Und zuletzt ist auch die Anzahl aktiver Öl-Bohrstellen in den USA spürbar gesunken. Heute Abend gibt es die neueste Veröffentlichung zu dieser Zahl. Ein weiterer Rückgang könnte dem Ölpreis nach oben helfen. Und da wäre eine mögliche Eskalation der Lage in Venezuela, die noch mehr Öl-Knappheit bringen und den Preis pushen könnte.

Auf der anderen Seite stehen die konkreten Anzeichen für eine konjunkturelle Abschwächung. Gerade in Europa haben sich die ganze Woche über konkrete Konjunkturdaten und Aussichten angehäuft, die alle auf eine spürbare Abkühlung der Konjunktur hindeuten. Weniger wirtschaftliche Aktivität bedeutet auch folgerichtig weniger Bedarf an Öl. Das könnte den Ölpreis weiter nach unten drücken. Weniger Nachfrage nach Öl bedeutet weniger Kaufdruck am Terminmarkt.

Still halten bis sich etwas tut?

Diese Argumente für einen steigenden und einen fallenden Ölpreis kollidieren seit Tagen, und der Markt weiß momentan nicht wohin. Wäre es für Öl-Trader momentan vielleicht klüger abzuwarten, bis es eine klare Richtungsentscheidung gibt? In den letzten Wochen hatten wir uns schon mehrfach dazu geäußert, dass charttechnisch der Weg nach oben recht gut aussieht, weil der WTI-Ölpreis Ende Januar die Niveaus von 54,50 Dollar überschritten hatte. Damit scheint der Weg immer noch nach oben frei zu sein. Aber er müsste nun seinen aktuellsten Hochpunkt bei 55,70 Dollar vom Montag überschreiten, damit ein echter Aufwärtsschwung in den Markt kommen kann. Wie immer, alles ohne unser Obligo (der Ölmarkt ist unberechenbar).

Ölpreis WTI seit 11. Januar

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Pfund fällt auf tiefsten Stand seit zwei Jahren – Johnson-Horror im Anflug

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Wir „Kleingeistigen“ bei FMW predigen es schon seit Monaten. Nur warum hört der Markt nicht auf uns? (Scherz) Nein, wir geben natürlich keine Handelsempfehlungen, und wollen auch niemanden zu seinem Glück/Pech verleiten. Aber uns fiel doch seit Monaten auf, dass das britische Pfund noch viel zu hoch notierte, wenn man bedenkt, was für ein Chaos rund um den Brexit herrscht. Kurzzeitig half in den letzten Wochen der schwache Dollar (USA senken Zinsen), der noch schwächer war als das britische Pfund. Somit wurde das schwache Pfund davon abgehalten gegen den US-Dollar weiter zu fallen. Bis jetzt.

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Heute fällt das britische Pfund auf den tiefsten Stand seit April 2017, wenn man von einem winzigen Down-Tick im Januar 2019 absieht, wo GBPUSD bis auf 1,2397 fiel. Aber im Chart sieht man gut, dass dieser Januar-Absturz nur ein Ausbrecher nach unten war, und keine echte Abwärtsbewegung. Heute aber ist die Abwärtsbewegung echt, wie der rechte Rand am Chart gut zeigt. Die große Klippe bei 1,2480 hatte das Pfund gegen den USD schon vor Tagen unterschritten, aber der weitere Abwärtsruck fehlte. Nun ist GBPUSD durchgerutscht von 1,2517 auf 1,2408 (aktuell 1,2422).

Irgendwie scheint den Devisenhändlern in London erst jetzt so richtig klar zu werden, dass Boris Johnson doch tatsächlich neuer Premier werden wird? Ohhhh, möchte man fast sagen… was für eine neue Erkenntnis? Unter Johnson wird der Chaos- und Horror-Brexit für die Briten nur noch schlimmer werden – so darf man es vermuten!

Ein kurzer Rückblick auf heute früh. Die britischen Löhne für Mai wurden heute mit +3,4% besser als erwartet vermeldet (+3,1%). Eigentlich wäre das ein kleines Indiz für steigende Zinsen in UK gewesen, und somit auch für ein steigendes Pfund. Gut, diese eine Zahl ist nur ein winziger Teil der Gesamtbetrachtung für die Zinssituation. Aber dennoch ist es erstaunlich, dass diese Zahl heute früh dem Pfund nicht geholfen hat. Nein, die Devisenhändler fokussieren sich jetzt weniger auf Zinsen, sondern mehr auf Boris Johnson. Die parteiinterne Wahl eines neuen Chefs und somit die Wahl des neuen britischen Premiers geht in die Endphase. Johnson und sein Kontrahent Jeremy Hunt sprachen mal wieder über den Brexit und das Nordirland-Problem.

Beide Kandidaten machten klar, dass sie bezüglich des Backstop für Nordirland keine fünfjährige Frist oder einseitige Ausstiegsklausel akzeptieren würden. Wir ersparen uns an dieser Stelle weitere ermüdende Details. Denn es ist immer das selbe Bla Bla. Aber offenbar ist heute so einigen Tradern klar geworden, dass die Zeit bis zum Oktober (dann soll UK wirklich endlich austreten) wie ein Trichter ohne Fluchtmöglichkeit abläuft. Und besser werden kann die Situation für die Briten zumindest nach aktuellem Stand nicht. Der Weg für das britische Pfund scheint nach unten erst einmal offen zu sein! (dies ist KEINE Handelsempfehlung).

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