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Ölpreis im Niemandsland – Libyen beim Oil Freeze auch nicht dabei

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Ölpreis hängt derzeit im Niemandsland um die 41 Dollar herum fest. Obwohl zuletzt viele Shortpositionen von Zockern am Ölmarkt eingedeckt wurden und somit Kaufdruck entstand, drückt aktuell der Terror in Brüssel ein wenig auf die Assetklassen Aktien und Öl. Auch kommt ganz aktuell hinzu, dass der libysche OPEC-Delegierte sagte Libyen werde wie auch der Iran nicht am „Oil Freeze“-Treffen in Doha am 17. April teinehmen.

Man müsse Libyen erlauben seine Produktion wieder kräftig raufzufahren, wenn dies die Sicherheitslage im Land erlaube, so der Delegierte – andere Produzenten würden Verständnis für die libysche Situation zeigen. Also von der Grundthematik her das selbe wie beim Iran. Vor einem bestimmten Ereignis (Sanktionen / Bürgerkrieg) hatte man deutlich mehr Produktion, und will sich deswegen jetzt nicht von so einer Fördermengen-Einfrierung beschränken lassen.

Laut dem Datenanbieter Genscape sollen die Cushing-Lagerbestände für Öl (Hauptlagerstätte in den USA) Stand letzten Freitag um 0,6 auf 69 Mio Barrels gefallen sein. Daraus leiten Ölpreis-Bullen eine Hoffnung ab für fallende Lagerbestände landesweit – mehr als vage, aber eben ein kleines Indiz.

So scheinen derzeit verschiedene Faktoren gegeneinander zu drücken, was zu einem Unentschieden führt. Die Cushing-Lager und die geschlossenen Shorts am Terminmarkt drücken nach oben, Brüssel-Terror und Libyen drücken aktuell nach unten. Aber dieser Status Quo kann sich natürlich schnell ändern. Heute Abend haben wir die API-Lagerbestände, morgen Nachmittag die offiziellen EIA-Daten. Mehrere Analysten sprechen derzeit von einer Art Ausruh-Phase, einem Verschnaufen nach dem schnellen Anstieg. Wie gesagt, die Lagerbestände können diese Seitwärtsbewegung durchbrechen.

Erwähnen muss man ganz aktuell, dass Öl vorhin 1 Dollar zulegen konnte, weil Ölbullen Äußerungen Nigerias und Katars zum Anlass genommen haben ein klein wenig Europhorie aufkommen zu lassen. Die aktuellen Aussagen beider Länder sinngemäß gebündelt: Der Oil Freeze am 17. April muss und soll etwas für die reale Stabilisierung des Ölmarktes bringen. Diese Mini-Mini-Euphorie hielt aber nicht lange, WTI im Mai geht wieder runter von vorhin 41,90 auf jetzt 41,20 Dollar. Schaut man auf das Bild der letzten Tage, liegen wir im Öl dort eher in einer Seitwärtsrange.

Ölpreis WTI
Der Ölpreis (Mai WTI) seit letzten Donnerstag.

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