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Ölpreis in der Schwebe – OPEC verlängert Meeting – die aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

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Eine Öl-Pumpe

Der Ölpreis befindet sich seit gestern in einer Art schwerelosem Zustand, oder Schockstarre, oder auch Schwebe. Seit gestern früh zuckt WTI-Öl hin und her um die Marke von 45 Dollar herum, ziemlich ziellos, mit aktuell 45,16 Dollar. Im Chart sehen wir den Kursverlauf der letzten 30 Tage. Die gestrige Online-Sitzung der OPEC bestand für die Öffentlichkeit aus einem ganz kurzen Eröffnungs-Statement, und danach nur aus einem winzig kurzen schriftlichen Hinweis, dass das Meeting auf den heutigen Dienstag verlängert wird. Dazu gab es jede Menge Gerüchte und vereinzelte Aussagen Delegierter an einzelne Journalisten. Aber kein einheitliches Bild.

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Stabilisierung im Ölpreis steht auf wackligen Füßen

Die Mitglieder der OPEC bringen eine weitere Erholung im Ölpreis beziehungsweise eine Stabilisierung in Gefahr. Offenbar wollen viele Mitglieder die eigentlich angedachte Ausweitung der Fördermenge ab Januar um drei Monate aussetzen, so dass erst einmal keine weitere Angebotsmenge auf den Markt kommt. Dadurch würde weniger Abwärtsdruck auf den Ölpreis ausgeübt. Andererseits haben sich viele Länder der OPEC und auch Partner der OPEC (die OPEC+ Gruppe) nicht in vollem Umfang an die Einigung gehalten, nämlich wie viel Fördermenge jedes einzelne Land denn kürzen sollte. Laut der Expertin Amena Bakr müssen diverse Teilnehmerländer des Kürzungs-Deals ihre zu viel produzierte Ölmenge erstmal „zeitnah“ kompensieren, also zusätzlich kürzen, um sich rückwirkend an die Kürzungszusagen zu halten. Es gehe um 2,35 Millionen Barrels pro Tag. Unter den Sündern seien Länder wie Russland, der Irak, Kongo, Angola, Equatorial Guinea, Algerien, Nigeria, Aserbaidschan, Brunei, Kasachstan, Sudan und der Süd-Sudan.

Damit vor allem Länder wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate auch bereit sind weiterhin die Angebotsmenge gedrosselt zu halten, müssten die vorher genannten Länder nicht nur mit ziehen, sondern wie gesagt auch bisher zu viel gefördertes Öl nachträglich zusätzlich kürzen, und das zeitnah! Und es soll eine einstimmige Einigung geben. Es kann gut sein, dass sich die OPEC heute darauf einigt. Aber ob auch die externen Partner sich dem fügen? Das wird eine schwierige Kiste.

Einigung bei OPEC und OPEC+ in Gefahr

Die Tagung von OPEC+, also der OPEC und seiner externen Partner, sollte eigentlich heute stattfinden. Da die OPEC selbst aber länger braucht, wurde das große Treffen auf Donnerstag den 3. Dezember verschoben. Ob man sich am Donnerstag in der ganz großen Runde einigen kann? Das scheint doch wirklich sehr schwer vorstellbar zu sein. Wenn sich zahlreiche Länder bisher schon nicht an die Kürzungs-Zusagen hielten, warum sollen sie es jetzt tun? Und dann noch nachträglich zu viel produzierte Mengen oben drauf kürzen? Da wirkt gleich noch unrealistischer in der Umsetzung.

Es droht das Scheitern einer Einigung für die OPEC und ihre Partner. Falls also ab Januar wieder mehr Öl gefördert werden sollte, wäre das sehr schlecht für den Ölpreis. Er könnte je nach Gerüchteküche und Nachrichtenlage schon heute, amMittwoch oder ab Donnerstag spürbar fallen. Oder gelingt für die Öffentlichkeit doch noch ein Deal, um den Schein zu wahren? Denn in einem sind sich wohl alle Förderländer einig. Man möchte einen höheren Ölpreis sehen! Achtung, heute Abend werden in den USA die privat ermittelten API-Daten für die Öl-Lagerbestände veröffentlicht, und morgen Nachmittag die staatlichen Daten. Da die tatsächliche Entscheidung der OPEC+ womöglich erst Donnerstag fallen könnte, besteht die Möglichkeit, dass die Lagerbestände in den USA zwischenzeitlich den Ölpreis beeinflussen können.

Chart zeigt Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Woche der Quartalszahlen

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die nun anstehende wichtigste Woche bei den Quartalszahlen in den USA.

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Märkte

Ölpreis im Aufwind? Die OPEC scheint Vertrauen zu schaffen

Claudio Kummerfeld

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Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis kann heute den kleinen Absturz vom Freitag wieder aufholen. Von 53 Dollar fiel WTI-Öl im Tief auf 51,43 Dollar, um bis heute Mittag wieder auf 52,75 Dollar anzusteigen. Was hilft dem Ölpreis aktuell? Nun, der US-Dollar war tagelang am Fallen, auch wenn er sich heute noch stabil zeigt. Im Sinne der negativen Korrelation zwischen Öl und Dollar ist dies ein stützender Faktor für Öl.

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Auf die Stimmung der Öl-Bullen drücken die Probleme der Corona-Pandemie, aber auch die erst am Freitag vermeldeten Wochendaten zu den Öl-Lagerbeständen in den USA. Mit +4,4 Millionen Barrels lagen sie überraschend höher als erwartet (-1,1 Mio). Aber steuerliche Sondereffekte zum Jahreswechsel in den USA könnten die Lagerdaten beeinflusst haben, weshalb der Abwärtstrend bei den Lagern diese Woche eventuell fortgesetzt werden könnte.

Irak hilft bei guter Stimmung für einen steigenden Ölpreis?

Interessant sind aktuelle Aussagen von Eugen Weinberg aus dem Hause Commerzbank. Der vielleicht renommierteste Rohstoff-Experte in Deutschland widmet sich in seinem ganz aktuellen Öl-Kommentar auch der OPEC, und insbesondere dem Irak. Dies ist deswegen (so meine Meinung) interessant, weil der Irak nicht gerade als zuverlässiger Partner im Kartell gilt, wenn es darum geht sich an die Kürzungszusagen bei der Fördermenge zu halten. Tut er es nun doch zuverlässig, und kürzt er zusätzlich um Produktionsüberschüsse der letzten Monate abzubauen, dann wäre das für den Ölpreis ein gutes Signal auf dem Weg nach oben. Denn damit würden die Kürzungsvereinbarungen der OPEC gegenüber den Börsianern glaubhafter werden. Dazu sagt Eugen Weinberg, auszugsweise im Wotlaut:

Die OPEC scheint sich trotz deutlich höherer Preise ebenfalls diszipliniert zu verhalten. Zudem will der Irak, der im Sommer mehr produziert hatte als vereinbart, im Januar und Februar kompensierende Produktionskürzungen vornehmen. Das Land wird laut Bloomberg demnach in diesen beiden Monaten täglich „lediglich“ etwa 3,6 Mio. Barrel produzieren, so wenig wie seit Anfang 2015 nicht mehr. Im Dezember hat der Irak noch etwa 3,85 Mio. Barrel täglich produziert. Das Angebotsdefizit könnte damit im 1. Quartal noch etwas größer ausfallen. Die Umsetzung der Kompensationskürzungen dürfte zudem das Vertrauen in die Vereinbarung der OPEC und ihrer Alliierten (OPEC+) und die Ölpreise selbst unterstützen.

Man sollte aber auch schauen, dass diese Woche unter anderem am Donnerstag das US-BIP veröffentlicht wird, nachdem es Mittwoch Abend die Zinsentscheidung und das Statement der Fed gibt. Diese Verkündungen können die Aktienmärkte, den US-Dollar und somit auch den Ölpreis beeinflussen.

Chart zeigt Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage
Im Chart sehen wir den Ölpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen.

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Aktien

Der nächste Corona-Impfstoff steht in den Startlöchern – Werbung

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Lieber Börsianer,

nach den Präparaten von Moderna und BionTech steht mit dem Wirkstoff von AstraZeneca der nächste Impfstoff vor der Zulassung in der EU. Die Freigabe durch die Gesundheitsbehörden wird Ende Januar erwartet.

Vor einem Jahr starteten innerhalb kürzester Zeit weltweit mindestens 171 Impfstoffprojekte. Noch vor wenigen Jahren hätte man für die Erforschung eines Impfstoffes mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. So viel Zeit hat die Welt jetzt nicht. Neue Technologien ermöglichten eine enorme Beschleunigung der Forschung, so dass jetzt bereits mit 2 Präparaten in Deutschland geimpft werden kann.

Es kann kaum schnell genug mit der Zulassung gehen

Dennoch wird der Impfstoff von AstraZeneca sehnsüchtig erwartet. Die Produktionskapazität von Moderna und BionTech-Partner Pfizer reichen bei Weitem nicht aus, um große Teile der Bevölkerung schnell zu impfen. Zudem stehen die Lieferketten unter einem enormen Druck, weil die Impfdosen bei zweistelligen Minusgraden transportiert und gelagert werden müssen. Der neue Impfstoff von AstraZeneca kommt hingegen mit normalen Kühlschrank-Temperaturen aus.

Mehrere Staaten, darunter Österreich, Tschechien, Dänemark, Griechenland und die Balkan-Staaten forderten bereits, den Impfstoff schon vor der eigentlichen Zulassung zu verteilen.

Impfstoffproduktion führt zu Milliardeneinnahmen

Die zugelassenen Präparate werden den Herstellern derzeit förmlich aus den Händen gerissen. Die Herstellung und der Vertrieb der Impfdosen ist ein Milliardengeschäft. Die Konzerne verdienen noch mindestens so lange, bis genug Menschen geimpft sind, um die Krankheit wirksam zurückzudrängen. Doch sind die Unternehmen deshalb eine gute Geldanlage?

Machen Sie nicht jeden Trend mit

Viele Anleger investieren jetzt in Moderna. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten mehr als tausend Prozent gewonnen. Die Story klingt ja auch zu schön. Es gibt eine Krankheit, die unsere ganze Welt in…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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