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Ölpreis in der Schwebe – OPEC verlängert Meeting – die aktuelle Lage

Eine Öl-Pumpe

Der Ölpreis befindet sich seit gestern in einer Art schwerelosem Zustand, oder Schockstarre, oder auch Schwebe. Seit gestern früh zuckt WTI-Öl hin und her um die Marke von 45 Dollar herum, ziemlich ziellos, mit aktuell 45,16 Dollar. Im Chart sehen wir den Kursverlauf der letzten 30 Tage. Die gestrige Online-Sitzung der OPEC bestand für die Öffentlichkeit aus einem ganz kurzen Eröffnungs-Statement, und danach nur aus einem winzig kurzen schriftlichen Hinweis, dass das Meeting auf den heutigen Dienstag verlängert wird. Dazu gab es jede Menge Gerüchte und vereinzelte Aussagen Delegierter an einzelne Journalisten. Aber kein einheitliches Bild.

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Stabilisierung im Ölpreis steht auf wackligen Füßen

Die Mitglieder der OPEC bringen eine weitere Erholung im Ölpreis beziehungsweise eine Stabilisierung in Gefahr. Offenbar wollen viele Mitglieder die eigentlich angedachte Ausweitung der Fördermenge ab Januar um drei Monate aussetzen, so dass erst einmal keine weitere Angebotsmenge auf den Markt kommt. Dadurch würde weniger Abwärtsdruck auf den Ölpreis ausgeübt. Andererseits haben sich viele Länder der OPEC und auch Partner der OPEC (die OPEC+ Gruppe) nicht in vollem Umfang an die Einigung gehalten, nämlich wie viel Fördermenge jedes einzelne Land denn kürzen sollte. Laut der Expertin Amena Bakr müssen diverse Teilnehmerländer des Kürzungs-Deals ihre zu viel produzierte Ölmenge erstmal „zeitnah“ kompensieren, also zusätzlich kürzen, um sich rückwirkend an die Kürzungszusagen zu halten. Es gehe um 2,35 Millionen Barrels pro Tag. Unter den Sündern seien Länder wie Russland, der Irak, Kongo, Angola, Equatorial Guinea, Algerien, Nigeria, Aserbaidschan, Brunei, Kasachstan, Sudan und der Süd-Sudan.

Damit vor allem Länder wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate auch bereit sind weiterhin die Angebotsmenge gedrosselt zu halten, müssten die vorher genannten Länder nicht nur mit ziehen, sondern wie gesagt auch bisher zu viel gefördertes Öl nachträglich zusätzlich kürzen, und das zeitnah! Und es soll eine einstimmige Einigung geben. Es kann gut sein, dass sich die OPEC heute darauf einigt. Aber ob auch die externen Partner sich dem fügen? Das wird eine schwierige Kiste.

Einigung bei OPEC und OPEC+ in Gefahr

Die Tagung von OPEC+, also der OPEC und seiner externen Partner, sollte eigentlich heute stattfinden. Da die OPEC selbst aber länger braucht, wurde das große Treffen auf Donnerstag den 3. Dezember verschoben. Ob man sich am Donnerstag in der ganz großen Runde einigen kann? Das scheint doch wirklich sehr schwer vorstellbar zu sein. Wenn sich zahlreiche Länder bisher schon nicht an die Kürzungs-Zusagen hielten, warum sollen sie es jetzt tun? Und dann noch nachträglich zu viel produzierte Mengen oben drauf kürzen? Da wirkt gleich noch unrealistischer in der Umsetzung.

Es droht das Scheitern einer Einigung für die OPEC und ihre Partner. Falls also ab Januar wieder mehr Öl gefördert werden sollte, wäre das sehr schlecht für den Ölpreis. Er könnte je nach Gerüchteküche und Nachrichtenlage schon heute, amMittwoch oder ab Donnerstag spürbar fallen. Oder gelingt für die Öffentlichkeit doch noch ein Deal, um den Schein zu wahren? Denn in einem sind sich wohl alle Förderländer einig. Man möchte einen höheren Ölpreis sehen! Achtung, heute Abend werden in den USA die privat ermittelten API-Daten für die Öl-Lagerbestände veröffentlicht, und morgen Nachmittag die staatlichen Daten. Da die tatsächliche Entscheidung der OPEC+ womöglich erst Donnerstag fallen könnte, besteht die Möglichkeit, dass die Lagerbestände in den USA zwischenzeitlich den Ölpreis beeinflussen können.

Chart zeigt Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage



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