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Ölpreis gefallen nach Iran-Phantasie – Abdulaziz-Kommentare + EZB

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Der Ölpreis ist gestern Abend überraschend eingebrochen (wir berichteten). Nach der Entlassung des Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton durch Donald Trump wurde bekannt, dass Trump offenbar daran denkt (oder dachte) die Sanktionen gegen den Iran zu lockern. Das führte womöglich zum endgültigen Bruch mit Bolton, der tendenziell erst mal daran denkt Probleme mit Krieg zu lösen. Mögliche Sanktions-Lockerungen gegen den Iran lockern natürlich die Lage im Nahen Osten auf!

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Ölpreis seit gestern Abend fallend dank Trump-News

Gestern Nachmittag gab es die Veröffentlichung der Öl-Lagerbestände in den USA, die mit -6,9 Millionen Barrels ungefähr genau so hoch ausfielen wie am Dienstag Abend die API-Daten. Der Markt hatte gestern Nachmittag wohl gedacht die offiziellen Lagerdaten könnten die API-Daten noch übertreffen (also noch mehr Lagerrückgänge). Und so konnte der WTI-Ölpreis auf dem Niveau von 57,50 Dollar nicht gehalten werden. Und kurz danach dann noch die Nachricht über Trump-Bolton-Iran. Das brachte den Ölpreis runter von 57,50 auf 55,60 Dollar im Tief gestern Abend.

Dann trat bis heute früh eine Ruhephase ein auf heute früh bis zu 56,30 Dollar im WTI-Ölpreis. Aber aktuell fällt er wieder auf 55,85 Dollar. Tendenz eher fallend. Heute früh gibt es nämlich erste Kommentare vom neuen saudischen Energieminister Prinz Abdulaziz. Heute später am Tag findet in Abu Dhabi die Tagung des JMMC statt, einer Lenkungsgruppe der OPEC und ihren Partnerländern. Der Prinz sagt heute früh, dass alle Teilnehmerländer (vereinbarte Fördermengenkürzungen um einen höheren Ölpreis zu erzielen) ihren Teil beitragen sollten. Damit will er wohl die Disziplin erhöhen.

Wie geht es weiter?

Auch sagt der Prinz, dass die OPEC ein hohes Maß an Zusammenhalt aufrechterhalten müsse. Nach dem heutigen Meeting des JMMC werde man seine Strategie verkünden. Aber so meinen wir, eine „große“ Strategie wird heute wohl kaum verkündet werden. Aber man wird darauf schauen, welche Kommentare der Prinz abgeben wird. Diese ersten vorsichtigen Äußerungen haben am Markt heute früh nicht für Euphorie gesorgt. Man ist eher leicht enttäuscht. So fällt de WTI-Ölpreis wie gesagt aktuell ein wenig auf 55,85 Dollar.

Heute Nachmittag erhält man eventuell weitere Kommentare des Prinzen, oder auch nicht. Das könnte den Ölpreis beeinflussen. Aber noch stärker könnte vielleicht die EZB-Entscheidung ab 13:45 Uhr auch den Ölmarkt bewegen. Kommt ein kräftiges Signal der EZB, könnte der Ölmarkt es so interpretieren: Ein kräftiger Stimulus für die europäische Wirtschaft, das ist tendenziell gut die die Öl-Nachfrage, und somit ein bullisches Signal für den Ölpreis. Das könnte so interpretiert werden, muss es aber nicht.

Ölpreis WTI seit dem 3. September
WTI-Ölpreis seit dem 3. September. Versuche anzusteigen wurden immer wieder nach unten abgewürgt.

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Indizes

Dax und Wall Street: Neue Allzeithochs voraus?

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Steigt der Dax zeitnah über die Marke von 14.000 Punkten – trotz der Sorgen über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus in China? Chris Zwermann meint: der deutsche Leitinex könnte noch bis 14040 Punkte steigen, zumaal der Dax derzeit noch nicht wirklich überkauft sei. Danach aber stehe eine deutliche Korrektur an. Ähnliches gilt laut Zwermann auch für den Leitindex dr Wall Street, den S&P 500, der bis 3420 Punkte ssteigen dürfte – und dann ebenfalls zu einer Korrektur ansetzen dürfte. Der Markt steige, aber gleichzeitig ziehen die Gweinne nicht mit, das werde die Wall Street schließlich einpreisen müssen mit einer Korrektur bis in den Bereich von 3200 Punkten.

Die besten Perspektiven sieht Zwermann aber für den italienischen Leitindex MIB 40. Aber vieles werde auf die weitere Entwicklung des Euro ankommen – denn wenn der Dollar noch weiter aufwertet, werde das zunehmend ein Problem für die amerikanische Wirtschaft (und damit für die amerikanische Unternehmen, die international tätig sind). Derzeit profitiert der Dollar von den Coronavirus-Sorgen: Kapitalströme fließen in den Greenback wegen der zuletzt guten US-Konjunkturdaten (heute der starke Philly Fed Index) – und weil in den USA mit Staatsanleihen zumindest noch etwas Renditen zu erwirtschaften sind (siehe dazu: „US-Dollar: warum er derzeit so unglaublich stark ist!“).

Chris Zwermann wirft darüber hinaus noch einen Blick auf die Wasserstoff-Aktien:

 

Überwindet der Dax noch die 14.000er-Marke?

Foto: Deutsche Börse AG

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Indizes

Rüdiger Born: Chance im Nasdaq, Öl tapfer nach oben

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Bei den meisten Indizes sind wir derzeit in einer Seitwärtsrange gefangen. Beim Nasdaq sieht die Lage anders aus. Fürs aktive Trading bietet sich hier wohl eine Chance. Öl geht tapfer nach oben. Wie könnte der nächste Schritt für Trader aussehen? Auch mehr zum Euro im folgenden Video. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“  (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +0,4 Mio Barrels (jetzt 442,9 Mio)

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 442,9 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 0,4 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +2,5 Mio lagen.

Die Benzinbestände wurden mit 249,2 Mio Barrels gemeldet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 2,0 Millionen Barrels darstellt. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +0,4 Mio.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +4,2 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (erwartet +2,5). Beim Benzin waren es -2,7 Millionen Barrels.

Die Produktion liegt bei 13,0 Millionen Barrels pro Tag gegenüber 13,0 Mio in der Vorwoche.

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit +16 Cents auf 54,46 Dollar. Der Lageranstieg ist geringer als erwartet, also weiter rauf mit dem Ölpreis?


source: tradingeconomics.com

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