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Märkte

Ölpreis: Iran-Sanktionen in Kraft, und jetzt?

Claudio Kummerfeld

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am

Letzte Woche hatten wir mehrmals über den fallenden Ölpreis berichtet. Aus dem ständigen Anstieg wurde in den letzten Wochen die Angst vor einem globalen Überangebot, weil die Öl-Lager in den USA seit Wochen wieder voller werden. Außerdem werden die Zeichen immer konkreter, dass die Iran-Sanktionen der USA doch nicht so viel Öl vom Weltmarkt nehmen wie gedacht.

Die US-Sanktionen gegen den Iran in Sachen Öl sind seit gestern in Kraft. Acht iranischen Kunden aus Asien haben die USA offenbar eine Art Ausnahmegenehmigung erteilt, dass man nun doch weiter Öl im Iran kaufen darf. Die wichtigsten Kunden sind Indien, Japan und Südkorea. Damit will man Preisexplosionen entgegenwirken (hat funktioniert). Wie nett, dass die USA nun als globale Genehmigungsbehörde auftreten, wer wo wie viel Öl kaufen darf!

Aber zurück zum Thema. Aktuell ist nicht klar, wie viel Öl diese acht Länder weiterhin aus dem Iran kaufen dürfen. Klar ist aber, dass mit solchen Ausnahmen eigentlich strikte Sanktionen verwässert werden. Goldman Sachs glaubt, dass die Exporte des Iran auf 1,15 Millionen Barrels pro Tag fallen werden bis Jahresende. Aktuell sind sie schon von 2,5 auf 1,5 Millionen zurückgekommen. Bei den vorigen Sanktionen waren sie auf unter 1 Million gefallen. Offenbar herrscht eine Art Chaos. China und die Türkei warten wohl auch auf Ausnahmen der USA, aber nichts genaues weiß man nicht im Moment.

Wohl noch wichtiger als diese „Summen-Spielchen“ rund um den Iran waren in den letzten Tagen für den Terminmarkt die eindeutigen Zusicherungen der Saudis, dass man keine Öl-Knappheit am Weltmarkt zulassen werde. Der Ölpreis hat das Inkrafttreten der Iran-Sanktionen offenbar mehr als gut verkraftet. Nach 63,15 Dollar im WTI am Freitag notiert er heute bei 62,65 Dollar, und die Tendenz wirkt so, als würde er weiter fallen (das soll natürlich keine Trading-Empfehlung sein).

Also: Der Markt hat die Iran-Sanktionen nicht nur verdaut, sondern sieht sie als in keinster Weise gefährlich an. Wohl nur ein überverkaufter Markt kann derzeit eine technische Reaktion nach oben auslösen, um die momentane Lage (fallender Markt) zu ändern (Chart seit Anfang September).

WTI Ölpreis seit September

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Gixxer

    5. November 2018 15:09 at 15:09

    Am Besten immer das Gegenteil von dem machen, was aktuell gerade sinnvoll erscheint.
    Aus dem Grund strong Long im ÖL!
    (VORSICHT: Keine Handelsempfehlung!)

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Aktien

Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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Finanznews

Wall Street: Die USA am letzten Tag von Trump! Marktgeflüster (Video)

Wie ist die Ausgangslage der Wall Street und der USA am letzten vollständigen Tag der Präsidentschaft von Donald Trump? Streiflichter..

Markus Fugmann

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Wie ist die Ausgangslage der Wall Street und der USA insgesamt am letzten vollständigen Tag der Präsidentschaft von Donald Trump? Auf der einen Seite extrem hohe Kurse der Aktienmärkte und die Hoffnung auf Stimulus – der aber die innere Spaltung der USA nicht schnell heilen kann und wird. Daher wird diese Spaltung wahrscheinlich erst noch schlimmer werden, bevor es besser werden kann. Nur eines ist sicher: auch unter Biden werden die Schulden der USA weiter explodieren, daher ist der entscheidende Trigger für die Aktienmärkte die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen – die wiederum an die Inflationserwartung gekoppelt sind. Heute die Wall Street am letzten Tag Trumps volatil – eine Folgewirkung des Optionssverfalls letzten Freitag..

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Indizes

Rüdiger Born: Aufwärtsszenario für den Nasdaq

Rüdiger Born

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