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Aktien

Ölpreis: knapp 400 Milliarden Dollar weniger Marktkapitalisierung

Markus Fugmann

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am

Von Markus Fugmann

In Amerika herrscht nach wie vor noch Optimismus: der kollabierte Ölpreis werde die Konjunktur ankurbeln, und die Shale-Industrie überleben, so die Mainstream-Meinung. Aber die Folgen des Preissturzes dürfte insbesondere die USA teuer zu stehen kommen.

So habe sich seit Sommer 2014, als der Fall des Ölpreises an Fahrt aufnahm, knapp 400 Milliarden Marktkapitalisierung in Luft aufgelöst: 353 Milliarden bei Energiewerten, 40 Milliarden bei High-Yiel-Bonds der Energieunternehmen.

In den USA sind allein in den letzten fünf Jahren 1,4 Billionen Dollar an Investitionen in die Ölförderung geflossen – das schien ein sicheres Geschäft bei einem durchschnittlichen Ölpreis von 91 Dollar. Vor allem für lokale Banken in den Ölförder-Staaten wie Texas,North Dakota, Colorado und Oklahoma wird das langsam ein Problem: sie haben die Kredite vergeben und als Sicherheit noch nicht geförderte Ölvorkommen akzeptiert – deren Wert sich nun jedoch praktisch halbiert hat. Da die meisten Ölförderer hoch verschuldet sind und die Einnahmen wegbrechen, können die Banken kaum zusätzliche Sicherheiten verlangen.

Auch für zahlreiche Pensionskassen und Versicherungen dürfte der Ölpreis-Fall schmerzhaft werden: sie haben für ihre Kunden Aktien und Unternehmensanleihen von Ölförderern gekauft, deren Wert nun dramatisch abgesackt ist: Viele Aktien haben innerhalb eines halben Jahres 90% an Wert verloren.

Bleibt der Ölpreis lange niedrig oder fällt sogar weiter, könnte das einen Dominoeffekt auslösen: der High-Yiel-Markt crasht, reißt auch den breiten Aktienmarkt mit nach unten, die Verluste von Banken und Pensionskassen steigen rasant. Und das träfe dann auch diejenigen Amerikaner, die sich freuen, günstigen Sprit in ihre SUVs zu tanken..

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Daniel Berg

    30. Januar 2015 14:59 at 14:59

    Danke fuer den informativen Artikel.
    Den High-Yiel-Markt kann man unter folgendem Link beobachten. Werte ueber 6 werden kritisch…

    http://research.stlouisfed.org/fred2/series/BAMLH0A0HYM2

    Margin debt Dezemebr muesste heute rauskommen

    http://www.nyxdata.com/nysedata/asp/factbook/viewer_edition.asp?mode=table&key=3153&category=8

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

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