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Märkte

Ölpreis kurz vor den Lagerbeständen: Brexit-Angst und 5 Tage fallende Kurse

Der Ölpreis fällt den fünften Tag in Folge. Das scheint wohl ein Zeichen der Markttechnik zu sein. Was vorher zu weit in einem Stück gefallen war, stieg danach wieder zu schnell zu weit an. Bei 51,60 war dann am 8. Juni erst mal der…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Ölpreis fällt den fünften Tag in Folge. Das scheint wohl ein Zeichen der Markttechnik zu sein. Was vorher zu weit in einem Stück gefallen war, stieg danach wieder zu schnell zu weit an. Bei 51,60 war dann am 8. Juni erst mal der Höhepunkt erreicht, und seitdem fällt der Markt durchgehend bis auf aktuell 47,68 Dollar. Markttechnik! Durchschnaufen, erst mal wieder Luft holen nach dem Anstieg von fast 100% in wenigen Wochen!

Da passt es ganz gut, dass gerade jetzt kurz vor der Brexit-Abstimmung die Ängste vor einem tatsächlichen Brexit immer größer werden. Alles scheint in Schockstarre zu verfallen, als wenn der Welthandel nach einem Brexit eingestellt werden würde. Oben drauf kommt noch der kleine gestern Abend verkündete Anstieg bei den API-Lagerbeständen von +1,2 Mio Barrels, was unerwartet kam. Seit ein paar Wochen fallen die Lagerbestände, daher hatte man ca. mit -2 Mio gerechnet. Das hilft den Shorties auf dem Weg nach unten.

Schon komisch der Ölmarkt. Wochenlang gab es einen Long-Rausch, Short-Argumente waren wie weggewischt – irgendwie bog man sich alles zurecht für Long-Szenarien. Jetzt scheint all das auf einmal nicht mehr zu existieren. Jetzt gibt es ganz plötzlich jede Menge Short-Argumente, nochmal in Kürze: Markttechnik (überkauft), Brexit (die Welt bricht zusammen) + wieder vollere Lager. Tja, so schnell ändern sich die Fakten? Aber herje, sind das alles denn so harte Fakten? Nur die Lagerbestände kann man als harte Fakten zählen. Und die fallen ja erst seit ein paar Wochen, und auch eher vorsichtig jede Woche nur ein klein wenig.

Für die um 16:30 Uhr vermeldeten offiziellen US-Lagerbestände wurde bisher eine Veränderung von -2 Mio erwartet, aber nach den API-Daten kann man da ruhig pessimistischer sein.

Ölpreis
Der WTI-Ölpreis seit Anfang Mai.

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Finanznews

Aktien: Generation Z und die Spekulation! Marktgeflüster (Video)

Die Generation Z (ab 1995 Geborene) macht wieder Schlagzeilen und pusht auch heute wieder bestimme Aktien nach oben. Das böse Ende aber wird kommen..

Markus Fugmann

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Die Generation Z (ab 1995 Geborene) macht auch heute wieder Schlagzeilen und pusht wieder Aktien wie Gamestop oder Beyond Meat nach oben. Diese Generation Z wird nicht nur den Klimawandel ausbaden müssen, sondern ahnt auch, dass sie seit langer Zeit die erste Generation sein wird, für die der Kuchen nicht größer, sondern vermutlich kleiner sein wird. Und diese Generation Z wähnt sich nun durch die Fed und andere Notenbanken in einem Casino, in dem man ohne Risiko zocken könne – weil Aktien angeblich immer steigen. Aber an der Börse hat die Mehrheit schon immer verloren, und das wird diesmal nicht anders sein..

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Devisen

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Rüdiger Born

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Aktien

Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

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Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

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