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Märkte

Ölpreis kurz vor wichtiger Unterstützung

Redaktion

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Der Ölpreis (WTI) liegt aktuell kurz vor einer sehr wichtigen Unterstützung um die 64,30 Dollar aus Juni, wo der WTI-Ölpreis mehrmals seinen Absturz beendete, und dann schließlich wieder nach oben abdrehte. Seit Mittwoch Nachmittag läuft der Ölpreis in einer relativ engen Seitwärtsrange um die 65 Dollar herum (aktuell 65,37). Kurz vorher war er um 2 Dollar auf 64,50 Dollar abgeschmiert.

Denn am Mittwoch wurden die US-Lager für Rohöl mit einem Zuwachs von 6,8 Millionen Barrels deutlich voller gemeldet als gedacht. Das übte natürlich Druck auf den Ölpreis aus. Schaut man sich den Preisverlauf an, so geht es seit Anfang Juli bis heute um 10 Dollar bergab, relativ kontinuierlich. Das große Thema dahinter ist die Sorge um die globale Konjunktur und das mögliche Erschlaffen der weltweiten Öl-Nachfrage.

Über allem schwebt der Handelskrieg der USA mit China. Überall neue Zölle deuten auf weniger wirtschaftliche Aktivität hin, und damit folgerichtig auf weniger Öl-Nachfrage. Seit einigen Tagen werden solche Ängst befeuert durch die Türkei-Krise. Wie sich der Handelsstreit und die Angst bezüglich einer lahmenden Weltwirtschaft darstellt, kann man an folgendem Beispiel sehen. Offenbar ist von den USA aus in den letzten zwei Wochen kein einziger Öl-Tanker in Richtung China in See gestochen.

Dabei gab es in den Vormonaten bedeutende Öl-Lieferungen von mehreren hunderttausend Barrels pro Tag. Folgerichtig staut sich Öl in den Lagertanks in den USA, was natürlich Druck auf den Ölpreis ausübt. Also: Die Lage bleibt unklar und von globaler Unsicherheit durchsetzt. Aber man bedenke: Die Großwetterlage für den Ölpreis kann sich schnell wieder drehen, und durch plötzlich neuen Optimismus in Sachen Konjunktur, Nachfrage oder beispielsweise OPEC-Daten kann der Ölpreis auch schnell wieder steigen. Kann er die Unterstützung halten, die nur noch 1 Dollar entfernt bei 64,30 Dollar liegt? Das könnte kurzfristig die wichtigste Frage sein, aus charttechnischer Sicht!

Der WTI-Ölpreis seit Anfang des Jahres
WTI-Öl seit Anfang des Jahres.

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Finanznews

Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Aktien

Aktien: Die Rally und die Cocktail-Theorie von Peter Lynch

Ibrahim Sonay

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Klar, Corona ist das Gesprächsthema Nummer-Eins, doch dicht auf den Fersen folgt derzeit schon das Thema Aktien!

Aktien: Woher stammt die Cocktail-Theorie?

Der berühmte Magellan-Fonds Manager Peter Lynch, ein Maestro der Investment-Welt aus den 80er-Jahren, stellte damals die Interessante Cocktail-Theorie auf, um die unterschiedlichen Marktprognosen darzulegen, die er über Jahre entwickelt hatte, während er auf Partys herumstand.

Phase Eins

Gar nicht über Aktien sprechen die Leute in der ersten Phase, eines leichten Marktanstiegs, nachdem sie längere Zeit am Boden lagen, ohne Bewegung und Beachtung. Fragte man Lynch auf der Party, was er denn so beruflich treibe, antwortete er, dass er einen Aktienfonds manage. Daraufhin nickten die Leute freundlich und gingen weiter, um sich mit dem Nächsten auf der Party über Belangloses zu unterhalten. War dies der Fall, so wusste Lynch, dass der Markt vor einer Erholung stand.

Phase Zwei

Nachdem Lynch seinen Beruf nannte, blieben die Partygäste meist etwas länger – aber auch nur so lange, um ihn klar zu machen, wie gefährlich doch Aktien seien. Danach sprachen die Partygäste wieder übere andere Themen. Auch dies beobachtete er und stellte somit fest, dass die Börse in der zweiten Phase steckt, denn die Aktien stiegen bereits, doch es interessierte (noch) niemanden.

Phase Drei

Der Markt war bereits um 30 % gestiegen und Lynch wusste, dass ihn auf der Party eine neugierige Schar von Menschen umringen würde. Viele euphorische Zeitgenossen nahmen ihn beiseite, um herauszufinden, in was sie denn nun investieren sollten und fast jeder sprach von Aktien. Damit war klar, Phase Drei ist erreicht.

Phase Vier

In der vierten Phase umzingelten ihn die Leute erneut, aber diesmal nicht um zu erfragen, worin sie investieren sollten, sondern um ihn Tipps und Ratschläge zu geben, welche Aktien er kaufen solle. Erfuhr er Tage später, dass die Empfehlungen der Partygäste aufgingen, so erkannte Lynch, dass der Markt in Phase Vier steckt: Das Hoch war erreicht – ein Rückschlag der Märkte stand kurz bevor.

Das aktive Zuhören kann sehr wertvoll sein. Halten Sie also ihre Augen und Ohren auf. Auf lange Sicht sollte jeder für sich selber entscheiden, worin er sein Geld investieren möchte – ob er dabei Prinzipien, Ethik oder Trends berücksichtigt. Eines zeigt uns die Vergangenheit der Aktienmärkte jedoch: wenn man Aktien von Qualitäts-Unternehmen findet und das zu einem guten Preis, erzielt man über Jahre Rendite.

Aktien und die Cocktail-Theorie

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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