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Märkte

Ölpreis mit Bodenbildung? Aktuelle Argumente – Pro und Contra im Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Der Ölpreis brach ab letzte Woche Mittwoch stark ein (wir berichteten). Auslöser waren die ansteigenden Lagerbestände für Rohöl in den USA. Und in dessen Folge nutzen Terminhändler die Angst vor dem weltweiten Konjunkturabschwung dazu den Ölpreis noch weiter nach unten zu prügeln. Insgesamt war es ein Absturz im WTI-Öl von ziemlich genau 5 Dollar bis auf 57,30 Dollar.

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Seit zwei Tagen nun läuft der Ölpreis eher seitwärts mit unter dem Strich einer kleinen Erholung von gut 1 Dollar auf aktuell 58,36 Dollar. Außerdem bedenke man aktuell, dass die USA komplett im Feiertagsmodus sind (Memorial Day), und dass die Briten (Brent-Handel) heute einen Bankfeiertag haben. Also kann man noch nicht von einer gefestigten Bodenbildung im Öl sprechen. Aber welche Argumente sprechen aktuell für einen steigenden, und welche für einen fallenden Preis?

Steigender Ölpreis

Zum einen spricht für einen steigenden Ölpreis, dass die USA gegen Iran und Venezuela strikte Sanktionen verhängt haben. Es ist also sehr, sehr schwer für die beiden Länder ihr Öl auf den Weltmarkt zu bringen. Ihre Angebotsmengen fehlen. Und die OPEC hat seit Jahresanfang zusammen mit Russland pro Tag die Ölproduktion um 1,2 Millionen Barrels pro Tag gekürzt. Inzwischen ist es sogar gesichert, dass die Kürzungen deutlich höher ausgefallen sind als geplant. Und die Saudis ließen vor Kurzem durchblicken, dass die Kürzungen wohl im zweiten Halbjahr 2019 fortgesetzt werden. Diese Gründe und vor allem die jüngste Info der Saudis sorgten noch bis Dienstag letzter Woche für den Aufwärtstrend im Öl.

Fallender Ölpreis

Nun, erstmal muss man betonen, dass der WTI-Ölpreis in den letzten Monaten schon extrem stark angestiegen ist, von 42 Dollar auf 66 Dollar in nur vier Monaten. Nur allein dieser Anstieg kann eine Pause beim weiteren Anstieg begründen. Wie umfangreich fällt diese Pause aus? Das weiß vorher natürlich niemand. Zuletzt nutzten Terminhändler aber vermehrt negative Konjunkturnachrichten als Begründung um den Ölpreis nach unten zu jagen. Zumindest half das von Mittwoch bis Freitag auf dem Weg nach unten.

Es ist möglich (aber noch keinesfalls sicher), dass diese Negativnachrichten weiter für Shorts genutzt werden. Wir hatten dazu schon unsere Meinung geäußert. Negative Konjunkturdaten (Japan und EU) rauschen schon seit Monaten über die Ticker, aber beeinflusst hatten sie den Ölpreis noch nicht. Auch der Handelskrieg zwischen den USA und China wütet seit Monaten, hatte den Ölmarkt aber nicht negativ beeinflusst.

Aber wenn man seit zwei, drei Tagen die Analystenkommentare durchgeht, dann kommt man zu dem Eindruck: Ja, jetzt sind Handelskrieg und die schwächelnde Konjunktur sind ein derart negativer Faktor, dass sie tiefere Kurse im Öl rechtfertigen. Denn weniger konjunkturelle Aktivität bedeutet auch weniger Öl-Nachfrage! Behält dieses Szenario erst einmal die Oberhand? Warten wir ab was Amerikaner und Briten morgen machen, wenn die Terminmärkte wieder die normale Liquidität haben. Nach unten gesehen wären die Marken von 57,30 Dollar letzten Donnerstag und 57,50 Dollar am Freitag gute Unterstützungsmarken. Fallen sie, wäre noch mehr Platz nach unten vorhanden.

WTI Ölpreis seit Ende März
WTI-Öl seit Ende März.

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