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Märkte

Ölpreis nach 24 Stunden ohne Bewegung – ein Lebenszeichen

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Der Ölpreis lag 24 Stunden im Koma. Aber wie. Fest angenagelt notierte der WTI-Ölpreis bei 58 Dollar oder knapp darüber. Nur wenige Cents Schwankungen. Wann hat es so eine enge Spanne das letzte mal gegeben? Das zeigte, dass sich von gestern bis heute der Markt exakt die Waage hielt bei der Frage, ob der Huthi-Iran-Raketen-Spuk nun vorbei ist, oder ob die Saudis dem Markt etwas vormachen und nur so tun, als bekäme man die Öl-Anlagen in kürzester Zeit wieder normal an den Start.

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Ölplattform Beispielfoto - Ölpreis vor unklarer Lage
Foto: pixabay / catmoz

Ölpreis gibt Lebenszeichen

Aber heute Mittag, da ist der WTI-Ölpreis relativ schnell um 1,50 Dollar auf 59,50 Dollar angestiegen. Grund dafür sind offenbar Ängste, dass nach den Attacken auf die saudischen Öl-Anlagen am letzten Wochenende globale Reserven begrenzt sind um mögliche weitere Lücken aufzufangen – für den Fall, dass Iran, Huthis oder wer auch immer weitere Anlagen im Nahen Osten beschießen sollte. Kuwait zum Beispiel hat heute offenbar seine Schutzmaßnahmen für die eigenen Ölanlagen ausgeweitet. Immerhin, man liegt verdammt nahe am Iran, beziehungsweise an möglichem iranischen Raketenbeschuss (wenn der Iran denn wirklich der Aggressor hinter den Angriffen war).

Der saudische Energieminister hatte zusammen mit dem Aramco-Chef am Dienstag im Rahmen einer PK schöne Welt gemacht, gute Laune verbreitet. Exportausfälle gebe es überhaupt nicht, weil man kurzfristig Kunden aus Reserven bediene. Die Öl-Anlagen seien Ende September wieder repariert usw. Aber so ganz scheint der Markt der Blitz-Reparatur nicht glauben zu wollen. Zwar beteuern die Saudis aktuell alle Anlagen schützen zu können. Aber will man das wirklich glauben nach den massiven Angriffen letztes Wochenende?

Merkwürdige Unruhe im Markt

Unsere Meinung: Eine gruselige Unruhe liegt über dem Markt. Denn niemand weiß, wie es weitergeht. Gibt es weitere Attacken? Und von wem? Wie will man bei solchen Luftangriffen seine Anlagen überhaupt schützen? Entspannend auf den Ölmarkt wirkt derzeit die Nachrichtenlage in Sachen „Möglicher Krieg gegen den Iran“. Denn Donald Trump hat bisher nur konkret davon gesprochen, dass man die Sanktionen gegen den Iran erneut verschärfe (wie oft denn noch?). Und die Golfstaaten wollen offenbar die Schiffskontrollen intensivieren und mehr Präsenz zeigen. Tja, nach Krieg oder Gegenschlag klingt das nicht. US-Außenminister Pompeo, UAE und Saudis sind sich (ohhh Wunder) aktuell einig, dass der Iran schuld sei an den Angriffen. Man hängt derzeit als Beobachter in der Schwebe. Mehr Schiffskontrollen und Sanktionen klingen nicht nach Krieg. Oder ist die aktuelle mediale Zurückhaltung von Trump und MBS (Saudi-Kronprinz) nur die Ruhe vor dem Sturm, einem plötzlichen Militärschlag gegen den Iran?

Und während dieser Artikel gerade fertig gestellt wird, kommt der WTI-Ölpreis zurück auf 58,54 Dollar, also nur noch 54 Cents über seinem vorigen Seitwärtstrend. Der folgende Chart zeigt den Verlauf im Ölpreis seit Mitte letzter Woche. Man sieht, dass immer noch ein Abstand von kanpp 4 Dollar vorhanden ist gegenüber dem Zustand des Marktes vor den Angriffen auf die Saudis. Eine große Unruhe und Unsicherheit bleibt im Markt. Frage: Gibt es eine militärische Reaktion, jetzt wo man sich offenkundig einig ist, dass der Iran dahinter stecken soll? Und kommen neue Angriffe in Richtung der Saudis, oder vielleicht VAE oder Kuwait?

Ölpreis WTI seit Mitte letzter Woche

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Aktien

Morgan Stanley-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

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Morgan Stanley hat soeben seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 10,03 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,87/erwartet 9,70).

Der Gewinn liegt bei 1,27 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,17/erwartet 1,11).

Der Umsatz im Bereich Institutional Securities steigt von 4,93 auf 5,02 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit 4,2%.

Hier der CEO-Kommentar im Wortlaut:

James P. Gorman, Chairman and Chief Executive Officer, said, “We delivered strong quarterly earnings despite the typical summer slowdown and volatile markets. Firmwide revenues were over $10 billion for the third consecutive quarter, and we produced an ROE within our target range. Our consistent performance shows the stability of our business model. We remain committed to controlling our expenses and are well positioned to pursue our growth initiatives.”

Morgan Stanley Quartalszahlen Grafik

Morgan Stanley Zentrale in New York
Morgan Stanley Zentrale in New York. Foto: Icc1977 CC BY-SA 4.0

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Devisen

Aktuell: Warum Schweizer Franken und Gold deutlich fallen könnten

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Wieder mehr Risiko eingehen, wenn Brexit-Deal steht?

Der vorhin verkündete Deal für den Brexit bringt die Börsenkurse derzeit kräftig in Bewegung. Bevor wir uns Schweizer Franken und Gold widmen, erst nochmal ein ganz kurzer Blick auf das eigentliche Thema. Laut EU-Juncker und UK-Johnson steht nun der Brexit-Deal. Aber die britische DUP-Partei sagt, dass sich an ihrer Position nichts geändert habe. Auch muss der Deal noch zügig durch das britische Parlament, was keinesfalls sicher ist. Die Unsicherheit bleibt also, aber die Gesamtstimmung bleibt weiter euphorisch. Nach der Jubelmeldung haussierte vorhin verständlicherweise das Pfund gegen den US-Dollar mit +170 Pips. Allerdings ist die erste Euphorie verflogen, und es hat von der Spitze bis jetzt schon wieder 100 Pips verloren. Der Dax stieg um 137 Punkte, und hat nun schon wieder gut die Hälfte eingebüßt.

Schweizer Franken

Was hat das alles mit dem Schweizer Franken und Gold zu tun? Wir hatten es schon gestern angesprochen, und tun es heute erneut. Sieht der Kapitalmarkt Lösungen für die beiden Hauptprobleme namens Brexit und Handelskrieg, gibt es kaum noch einen Grund in den Sicheren Häfen das den Investmentmanagern anvertraute Geld zu parken. Und der Schweizer Franken wie auch Gold sind nun mal die beiden Sicheren Häfen schlechthin. Auch die Spekulanten pushen dann wieder verstärkt die Risiko-Assets.

So konnte der Schweizer Franken die letzten Tage schon gut abwerten gegen den Euro in Erwartung des Brexit-Deals. Heute stieg Euro vs Franken dann sprunghaft von 1,1016 auf bis zu 1,1059 aufgrund der Brexit-Euphorie. Raus aus dem Franken, rein in den Euro. Wieder mehr Risiko fahren! Aber inzwischen ist diese Franken-Abwertung schon wieder futsch. Der Markt erkennt aktuell die noch offenen Probleme rund um die Brexit-Einigung. Dennoch: Dieser Move vorhin zeigt, wie sprunghaft die Kurse sein können. Steht der Deal Richtung Wochenende fest, dann könnten/sollten die Ausschläge eindeutiger und kräftiger ausfallen? Dann könnte der Franken weitaus stärker verlieren, und EURCHF deutlich steigen, weil der Gesamtmarkt wieder verstärkt in Risiko-Assets wie Aktien, Schwellenländerwährungen, High Yield Bonds etc anlegt. (Chart EURCHF seit heute früh). Übrigens ist der heutige Chartverlauf von Pfund vs Franken praktisch identisch zu Euro vs Franken.

Euro vs Schweizer Franken Verlauf seit heute früh

Gold

Ähnlich sieht die Lage im Gold aus. Der Chart zeigt den Kursverlauf seit heute früh. Gold in verlor schnell 6 Dollar, um kurz darauf diesen Verlust wieder aufzuholen. Aber man bedenke auch im Gold wie beim Schweizer Franken: Werden in den nächsten Tagen die sonstigen Probleme aus dem Weg geräumt, und dieser Deal kommt wirklich durch, könnten die beiden „Sicheren Häfen“ deutlich verlieren, weil Geld wieder in risikoreichere Anlagen fließt.

Gold in US-Dollar

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Indizes

Dax – Gewinne realisieren oder weiter auf die „Deals“ setzen?

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Der deutsche Leitindex Dax präsentiert sich nach dem Ausbruch aus der Dreiecksformation weiter kletterfreudig. Obwohl die Euphorie in Sachen Handelsdeal weitgehend verflogen ist, überwiegt bei den Marktteilnehmern dennoch die Zuversicht. Das gilt aktuell im Besonderen für den erhofften positiven Ausgang der Brexit-Verhandlungen.

Dax – wichtige Hürde genommen

Wenn die jüngsten Fortschritte in Sachen Handelsdeal und Brexit für eines gut waren, dann dafür, den DAX aus seinem neunmonatigen Abwärtstrend nach oben hinaus zu katapultieren. Diese Entwicklung hatte sich bereits angedeutet. Die nächste horizontale Widerstandslinie gibt dem Index Luft bis mindestens 12.860 Punkte. Voraussetzungen dafür ist die Aufrechterhaltung der Hoffnungen für den Handels- und den Brexit-Deal.

Dax Kursverlauf langfristig

Dass diese Hoffnungen nicht ganz unbegründet sind, zeigen die jüngsten Entwicklungen. Insofern ist es aktuell wahrscheinlicher, dass der Ausbruch des deutschen Leitindex aus seiner Konsolidierungsformation nachhaltig ist.

Die Macht des Auslandskapitals im Dax

Würde es zu einem Deal in Sachen Brexit kommen oder zumindest die Verhandlungen zeitlich konstruktiv ausgedehnt werden, käme dass auch der Gemeinschaftswährung Euro zu Gute. Dies ist für den DAX insofern relevant, als dass zuletzt wieder verstärkt Investorengeld aus den USA in deutsche Standardwerte floss. Für diese Anlagegelder spielt natürlich auch die Wechselkursentwicklung für die Renditeerwartungen eine Rolle. Zuletzt konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung gegen die Weltleitwährung US-Dollar stabilisieren und mit dem Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrendkanal sogar erste Signale einer frühen Trendwende senden.

Euro vs US-Dollar langfristig

Ohne den Zufluss von Auslandskapital geht bei den 30 Werten im deutschen Leitindex fast nichts mehr. Nahezu 85 Prozent der DAX-Konzerne befinden sich in den Händen ausländischer Investoren. Die deutschen Anleger halten hingegen nur ca. 15 Prozent an den Top-Aktiengesellschaften ihres Landes. Das geht aus der Studie „Investoren der Deutschland AG 6.0“ des DIRK (Deutscher Investor Relations Verband) und IHS Markit vom 3. Juni 2019 hervor.

Dax Aktionäre nach Regionen Chart

Deutschland im Fokus

Momentan steht Deutschland besonders stark im Fokus der ausländischen Investoren. Sowohl eine Aufhellung der Situation beim Brexit, als auch im Handelskonflikt würde in aller erster Linie der Exportnation Deutschland zu Gute kommen. Darüber hinaus erhoffen sich die internationalen Investoren von Deutschland starke fiskalische Impulse, da „Good Old Germany“ eine der wenigen führenden Industrienationen ist, die dank einer Staatsverschuldung von knapp 60 Prozent und einem knapp ausgeglichenen Haushalt überhaupt noch über genügend finanziellen Spielraum verfügen, um die Wirtschaft mit Konjunkturprogrammen signifikant zu stimulieren. Zudem unterstützt die laxe Geldpolitik der EZB auch die deutsche Binnenkonjunktur, v. a. den Immobilienmarkt und den Konsum. Damit ist Deutschland potenziell eine sehr interessante Investmentstory aus Sicht des renditesuchenden Auslandskapitals. Dies gilt auch unter Bewertungsaspekten, zum Beispiel im Vergleich zu den relativ teuren amerikanischen Standardwerten aus dem S&P 500.

Fazit und Ausblick

Der Dax hat sich mit dem jüngsten charttechnischen Ausbruch über den oberen Schenkel der Dreiecksformation in eine gute Ausgangslage für weitere Kursanstiege gebracht. Hellt sich die Nachrichtenlage tendenziell weiter auf, dann spricht vieles dafür, dass zufließendes Auslandskapital die Notierungen der DAX-Aktien weiter Richtung 13.000 Punkte trägt. Voraussetzung dafür ist gleichwohl, dass es zumindest zur Aufrechterhaltung der Hoffnungsstimmung in Sachen Brexit und Handelsdeal kommt. Sollten von dieser Seite allerdings negative Impulse kommen und der Markt fällt wieder unter die Ausbruchslinie bei aktuell 12.460 Punkten zurück, müsste der DAX erneut Luft holen und noch einmal Anlauf nehmen.

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