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Märkte

Ölpreis nach 3 Dollar Absturz – OPEC kann in 3 Tagen alles verändern

Claudio Kummerfeld

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Ölpumpe Beispielbild

Der Ölpreis war am Freitag deutlich abgestürzt um 3 Dollar. Dann heute eine kleine Erholung. Mal wieder ist ein wenig Hoffnung für Trader vorhanden, dass der Ölpreis endlich mal einen Trend hinlegt. Aber was ist passiert, und noch wichtiger: Was steht diese Woche an?

Ölpreis Absturz und aktuelle Erholung

Am Freitag fiel der WTI-Ölpreis ziemlich genau um 3 Dollar auf bis zu 55 Dollar im Tief. Grund dafür waren Gerüchte, dass Saudi-Arabien offenbar nicht länger bereit ist den Lückenfüller beziehungsweise Ausputzer zu spielen für OPEC-Mitglieder, die nicht willens sind ihre Zusagen einzuhalten. Dabei geht es um das nun lange anhaltende Agreement zwischen den Mitgliedsstaaten die Fördermenge um 1,2 Mio Barrels pro Tag zu kürzen. Die Saudis kürzen seit geraumer Zeit deutlich mehr als notwendig, weil sie wissen, dass einige OPEC-Mitglieder ihre eigenen Kürzungszusagen nicht einhalten. Damit der Ölpreis steigen kann, muss weniger Öl auf dem Markt sein. Also haben die Saudis bislang in den sauren Apfel gebissen und ihre eigene Fördermenge stärker gekürzt als notwendig, damit das Gesamtergebnis der OPEC gehalten werden kann.

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Aber womöglich haben die Saudis darauf keine Lust mehr? Das würde bedeuten, dass sie womöglich mehr Öl fördern, und gleichzeitig ihre Vorgaben erfüllen? Mehr Öl auf dem Markt bedeutet Druck auf den Ölpreis. Und so rauschte er am Freitag in den Keller. Heute früh geht es um 1,47 Dollar nach oben, nachdem der Caixin-Einkaufsmangerindex aus China besser als erwartet vermeldet wurde. Eine bessere Konjunkturlage in diesem gigantischen Ölverbrauchsland hilft dem Ölpreis natürlich ein wenig nach oben.

OPEC voraus

Am Donnerstag tagt die OPEC, und am Freitag tagen OPEC + ihre Verbündeten (vor allem Russland). Entscheidend ist aber der Donnerstag für den Ölmarkt. Die Verkündung wohl am späten Nachmittag kann alles ändern. Nur in welche Richtung, das steht noch nicht fest. Es kann sein, dass die OPEC-Minister in Wien gar nichts ändern, und dass die Fördermengenkürzung im März 2020 endet. Es kann aber auch sein, dass man wie angedacht die Kürzungen bis Juni 2020 verlängert, oder dass man die Kürzungsmenge ausweitet. Wohl nur die dritte Variante könnte den Ölpreis kräftig nach oben pushen. Die zweite Variante könnte womöglich ein klein wenig Auftrieb geben. Sollte nichts passieren, und/oder sollten wie bereits angesprochen die Saudis ihre Politik ändern, könnte dies den Ölpreis drücken.

Ölpreis WTI Verlauf in den letzten zehn Tagen
Ölpreis WTI Verlauf in den letzten zehn Tagen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,4 Mio Barrels (jetzt 486,6 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 486,6 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,4 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -1,1 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,3 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +2,8 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-0,3 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -7 Cents bei 52,43 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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