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Märkte

Ölpreis: Neun Tage Anstieg in Folge – Dollar und Markttechnik drücken Preis aktuell runter

Claudio Kummerfeld

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am

Der Ölpreis ist nun seit neun Tagen am Stück gestiegen. Das ist fast Rekord! Nun ja, eigentlich sind es nur 8 1/2 Tage. Denn bis vor zwei Stunden ging es nur nach oben, und aktuell geht es zügig bergab. Die letzten Tage ging es nach oben von 45,10 auf 53,30 Dollar heute in der Spitze. Im folgenden Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit Oktober. Eine Kerze steht für einen Handelstag.

Ölpreis WTI

Gestern oder heute Vormittag hätte man noch fragen können, ob denn mal langsam Gewinnmitnahmen angebracht sind bei einem so schnellen Anstieg. Aktuell kann man sagen: Ja, die Gewinnmitnahmen laufen gerade in diesem Augenblick! Und hinzu kommt aktuell noch aus auslösender Faktor ein sprunghaft gestiegener US-Dollar. Der Dollar-Index ist aktuell von 94,90 auf 95,35 Indexpunkte gestiegen. Ein stärkerer Dollar schwächt den Ölpreis.

Eigentlich hatte der seit Wochen schwache US-Dollar dem Ölpreis nach oben geholfen. Jetzt ganz aktuell dreht sich dieser Effekt ins Gegenteil. Seit 14 Uhr hat WTI-Öl von 52,80 auf vorhin bis zu 51,15 Dollar verloren (aktuell 51,75 Dollar). Denkbar ist, dass WTI heute volatil und anfällig bleibt. Möglich ist auch, dass es nach so einer kleinen Verschnaufpause weiter nach oben geht. Schließlich haben die Saudis vorgestern ein ganz massives Zeichen gesetzt, dass sie die Öl-Exporte spürbar drosseln, und das zügig. Also: Aktuell kleine Verschnaufpause nach unten, und ab Montag weiter nach oben? Im Augenblick muss man auch einfach sagen: Was neun Tage am Stück steigt, muss dann auch mal einen Tag fallen dürfen.

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Aktien

Aktuell: Lufthansa veröffentlicht Maßnahmen für weiteren Kahlschlag

Claudio Kummerfeld

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am

Der Lufthansa A380 wird wohl nicht mehr fliegen

Die Lufthansa hatte bereits Maßnahmen zum Kahlschlag angekündigt. Aber es ist wie es ist. Die Fluggastzahlen erholen sich nicht V-förmig wie (auf den ersten Blick) die Gesamtkonjunktur. Weltweit gibt es ständig neue Corona-Restriktionen und viele Unklarheiten. Und offenkundig haben zu viele potenzielle Flugreisende wohl einfach keine Lust auf diese ganze Unsicherheit und dazu noch auf stundenlanges Maskentragen an Flughäfen und im Flugzeug. Jetzt hat die Lufthansa vor wenigen Minuten die nächsten Maßnahmen zum Kahlschlag verkündet. Weiter Runter-Schrumpfen, um nicht in den Kosten zu versinken, so könnte man es ausdrücken. Hier drucken wir die wichtigsten Infos von der Lufthansa im Wortlaut ab. Die Headline-Aussagen:

– Erholung des Luftverkehrs deutlich langsamer als noch im Sommer erwartet
– Tiefere Einschnitte bei Flottengröße und für Personal
– Langfristig geparkte sowie zur Ausflottung vorgesehene Flugzeuge werden im dritten Quartal mit bis zu 1,1 Mrd. EUR wertberichtigt
– Operative Mittelabflüsse sollen um 100 Mio. EUR pro Monat reduziert werden

Details:

Der Kapazitätsausblick für die Passagierairlines wird deutlich nach unten korrigiert; die bisherige Annahme, im vierten Quartal des Jahres ein durchschnittliches Produktionsniveau von 50 Prozent des Vorjahreswertes zu erreichen, erscheint nicht mehr realistisch. Bei Fortsetzung des aktuellen Trends werden die angebotenen Sitzkilometer im Vorjahres-vergleich voraussichtlich nur noch in einer Spanne zwischen 20 und 30 Prozent liegen.

Die mittelfristige Flottenplanung wird angepasst und sieht aktuell ab Mitte des Jahrzehnts eine dauerhafte, konzernweite Kapazitätsreduktion von 150 Flugzeugen vor .

In Ergänzung der bereits kommunizierten Flottenentscheidungen wurde folgendes beschlossen: Nachdem bereits im Frühjahr sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden die verbleibenden acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren, in einen sogenannten Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen.

Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Mrd. EUR ergeben. Der Betrag soll noch im dritten Quartal des laufenden Jahres verbucht werden.

Der bisher avisierte rechnerische Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen erhöht sich in Folge der Entscheidungen für das dritte Paket des Restrukturierungsprogramms. Die Anpassung der dauerhaften Personalstärke in den Flugbetrieben wird an die weitere Marktentwicklung angepasst.

Die überarbeitete Finanzplanung sieht trotz des eingetrübten Ausblicks vor, die Mittelabflüsse durch striktes Kostenmanagement weiter zu senken. Der Liquiditätsabfluss soll von aktuell rund 500 Mio. EUR pro Monat auf durchschnittlich 400 Mio. EUR pro Monat im Winter 2020/21 gesenkt werden. Das kommunizierte Konzernziel, im Jahresverlauf 2021 wieder operativ positive Mittelzuflüsse zu erwirtschaften, wird bekräftigt.

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Finanznews

Aktienmärkte, Gold – alles fällt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Heute fallen die Aktienmärkte – vor allem der lange so widerstandsfähige Dax mit einem rabenschwarzen Tag – aber auch der vermeintlich sichere Hafen Gold kommt stark unter Druck (Silber fällt sogar fast -10%). Für den Abverkauf gibt es vorwiegend zwei Gründe: erstens die Sorge um neue lockdowns in Europa, und zweitens wird ein Stimulus-Deal in den uSA zwischen US-Republikanern und US-Demokraten nach dem Tod der Verfassungsrichterin Ginsburg deutlich unwahrscheinlicher, weil die Trump-Administration noch vor der US-Wahl einen eigenen Kandidaten installieren will. Damit bestätugt sich bislang ein Schema für die Aktienmärkte: die Woche nach dem September-Verfall ist historisch unter den schwächsten Handelswochen des gesamten Jahres..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

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Indizes

Rüdiger Born: Fallender Dow Jones – aktuelle Tradingchancen?

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Neben dem Dax schaue ich mir im folgenden Video vor allem ganz genau die aktuelle Entwicklung im Dow Jones an. Es geht gen Süden. Ist noch mehr Abwärtspotenzial vorhanden? Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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