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Ölpreis ohne Euphorie – OPEC hat entschieden – hier die Details

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Ende 2018 hatte die OPEC sich entschieden etwas zu tun um den Ölpreis endlich zum Steigen zu bekommen. Man vereinbarte zusammen mit externen Partnern wie Russland von Januar-Juni 2019 die gemeinsame Fördermenge um 1,2 Millionen Barrels pro Tag zu kürzen. 800.000 dieser 1,2 Millionen Barrels entfielen auf die OPEC, 400.000 Barrels entfielen auf die externen Partner der OPEC.

OPEC hat entschieden

Nun lief diese Mengenkürzung am letzten Wochenende aus. Hätte man sie nicht verlängert, wären wohl recht zügig hunderttausende zusätzliche Barrels an Rohöl pro Tag auf den Weltmarkt geflossen, und das bei schwächelnder Nachfrage nach Öl am Weltmarkt, aufgrund einer schwächelnden Konjunktur. Das hätte den Ölpreis nach unten gedrückt, was die OPEC wiederum überhaupt nicht gebrauchen kann. Denn die Saudis und viele der Nachbarländer am Golf finanzieren ihre Staatshaushalte de facto komplett aus dem Verkauf von Öl.

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Und so gab es dann gestern die schon vorher abgesprochene Entscheidung. Die Kürzung der Fördermenge um 1,2 Millionen Barrels pro Tag wird verlängert, und zwar um neun Monate bis Ende März 2020. Damit verkündete die OPEC die maximale Erwartung der Märkte, die zwischen sechs und neun Monaten lag. Laut OPEC berücksichtigte man bei seiner Entscheidung die schwachen ökonomischen Signale und die Unsicherheiten in Sachen Welthandel, sowie geldpolitische Entwicklungen und geopolitische Umstände. Auch habe man berücksichtigt, dass die Wachstumsprognosen für die weltweite Öl-Nachfrage nach unten revidiert wurden.

Warum der Ölpreis gestern Abend nicht weiter gestiegen ist

Der Ölpreis stieg gestern Abend nach Verkündung der OPEC-Entscheidung nur leicht an. Aber unterm Strich ging es nicht weiter nach oben. Was war der Grund? Die jetzt verlängerten Kürzungen waren eh schon übererfüllt worden. Das heißt: Vor allem die Saudis hatten schon längst im ersten Halbjahr mehr Fördermenge gekürzt als notwendig. Von daher ändert die Verlängerung nichts an der aktuellen Angebotslage der OPEC. Die Verlängerung des Deals sorgt lediglich dafür, dass in den nächsten neun Monaten keine zusätzliche Angebotsmenge durch die OPEC auf den Weltmarkt kommt. Und außerdem schaue man auch mal, was der Ölpreis in den letzten Tagen gemacht hat. Er stieg vor allem dank der immens gesunkenen Lagerbestände schon gut an (+8 Dollar in 14 Tagen).

In diesem Anstieg war aber auch die Hoffnung schon eingepreist worden, dass die OPEC ihren Deal verlängert. Von daher lautet die aktuelle Devise am Ölmarkt „kauf das Gerücht, verkauf die Meldung“. Jetzt werden wohl Gewinne mitgenommen. Alternativ könnte das Szenario aber jetzt lauten: Die Spekulanten, die in den letzten Tagen Long einstiegen, nehmen jetzt Gewinne mit. Und dann in den nächsten Tagen könnte der Ölpreis in Folge weiter Lagerrückgänge und schwacher Konjunkturdaten weiter ansteigen. Das kann so kommen, muss es aber nicht. Wir erneuern unseren Hinweis, wie schon so oft in den letzten Monaten und Jahren. Der Ölpreis ist und bleibt unberechenbar. Bitte bilden Sie sich ihre eigene Meinung!

Der folgende Chart zeigt den WTI-Ölpreis seit Freitag. Im blauen Kasten sieht man: Durch die gestrige OPEC-Entscheidung gab es unterm Strich keinen Preisanstieg. Zwar stieg WTI seit der Entscheidung gestern am späten Abend von 58,50 bis heute früh auf 59,20 Dollar. Aber wenn man den Preis-Level von gestern früh sieht, dann ist es unterm Strich halt kein Anstieg. Zumindest erst einmal nicht! Die Euphorie der Deal-Verlängerung war nun mal vorher schon im Kurs eingepreist!

Ölpreis WTI kurzfristig

Der folgende Chart zeigt WTI-Öl seit September 2018. Wo der Kreis gesetzt ist, begann offiziell die Fördermengenkürzung. So gesehen hat sie den Ölpreis unterm Strich gut nach oben gebracht. Obwohl man dazu natürlich sagen muss, dass auch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben!

Ölpreis WTI langfristig

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Gixxer

    3. Juli 2019 11:29 at 11:29

    Geht es jetzt in Richtung zu den von mir schon oft erwähnten Kursen unter 50$. Wir werden sehen.

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Gold/Silber

Goldpreis: Kommt im April der Durchbruch über 1700 Dollar?

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Wird der Goldpreis im April nach oben ausbrechen und die symbolisch wichtige Marke von 1700 Dollar überwinden?
Die Coronavirus-Pandemie und der derzeitige wirtschaftliche Stillstand haben den amerikanischen Arbeitsmarkt schwer getroffen und im April 2020 weitere Gewinne für Gold ausgelöst. Ein historischer Höchststand in den USA von 6,6 Millionen wöchentlichen Arbeitslosenanträgen ließ den Goldpreis an nur einem Tag um 2% steigen. Dieser erschütternde Anstieg der Arbeitslosenquote erwies sich als höher als ursprünglich erwartet. Und es ist wahrscheinlich, dass die Quote in sehr naher Zukunft über 10% liegen wird –  und das wird sich höchstwahrscheinlich auf den Goldpreis auswirken.

Traditionell wurde Gold in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit immer als sicherer Hafen angesehen. Und nun sind wir wieder erstmals nach der Finanzkrise wieder in einer Situation großer Unsicherheit –  daher wird der Aufwärtstrend beim Goldpreis höchstwahrscheinlich noch einige Zeit anhalten. Der Goldpreis hat am Freitag die Marke von $1.626 pro Unze überschritten, und einige Analysten sehen den Bereich von $1.640 als wichtigen Widerstand an, dessen Bruch weitere Aufwärtsdynamik auslösen dürfte..

Sollte sich die wirtschaftliche Situation jedoch weiter verschlechtern, könnte Gold sehr wohl auf viel höhere Niveaus steigen. Tatsächlich könnte der Goldpreis über die Marke von 1.700 Dollatr steigen. Und auf der Grundlage der aktuellen charttechnischen Ausgangslage wird dies wahrscheinlich die Hauptwiderstandszone sein, bevor die Preise dann in den Bereich historischer Höchststände emporschnellen werden.

Goldpreis: Zwischen hoher physischer Nachfrage und felationärem Schock

Wichtig: die Nachfrage nach physischem Gold ist enorm hoch – so können etwa Banken in New York kein physisches Gold mehr liefern, sodass der Preis für physisches Gold stärker steigt als das über Derivate gehandelte „Papiergold“.

Derzeit erleben wir eine Art „Credut Crunch“: Kredite werden nicht bedient, Mieten nicht bezahlt – es ist ein deflationärer Schock, die sich wie kippende Dominosteine durch das Wirtschaftssystem walzt. Nach diesem deflationationären Schock aber kommt der Umschlagspunkt, an dem „Cash Trash“ wird, wie der Hedgefondsmanager Ray Dalio im Januar verkündet hatte. Und das dürfte dann den Goldpreis in neue Dimensionen katapultieren – als ultimativer Schutz vor Inflation.

David Jones, chief market startegist bei capial.com, analsysiert die charttechnische Lage für den Goldpreis – und geht davon aus, dass schon im April die wichtige Marke von 1700 Dollar überwunden werden sollte:

Der Goldpreis in der Phase eine deflationären Schocks

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Indizes

ETF: Wie funktionieren sie – und sind sie auch in der Krise ungefährlich?

Sind ETFs auch in einer Krise geeignet? Über die Funktion eines ETF – und was in der Corona-Krise passierte

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ETF war das Zauberwort unter den Anlageprodukten: während Vermögensverwalter stetig Rückgänge bei den Zuflüssen an Kundengeldern verkraften mußten, traten die ETFs einen jahrelangen Siegeszug an. Wird das so bleiben? Ist ein ETF für jedermann geeignet? Und ist es vor allem auch ein „Krisen-sicheres“ Instrument? Hier ein kurzer Überblick über die relevanten Fakten!

Was ist ein ETF?

Der Begriff ETF stammt aus dem englischen und bedeutet „Exchange Traded Fund“. Vereinfacht gesagt, handelt es sich dabei um einen börsengehandelten Indexfonds der die Weiterentwicklung eines Portfolios aus Wertpapieren darstellt. ETFs sind also Fonds, die wie Aktien über die Börse gehandelt werden. Ein ETF kann unterschiedlichste Arten eines Index abbilden, z.B. einen bestehenden Index wie den DAX, aber auch eine Zusammenstellung einer Branche.

Die Anteile daran werden dann an der Börse gehandelt, genauso wie die Aktien eines einzelnen Unternehmens. Für die meisten Investoren ist es schwierig alle Aktien aus einem Index zu kaufen oder zu verkaufen, zudem würde es einen hohen Kapitaleinsatz erfordern. Es ist daher für viele Investoren viel einfacher und günstiger, einen ETF zu handeln, der eine definierte Auswahl an Aktien oder Anleihen enthält.

Der Kurs bestimmt sich wie bei einer Aktie durch den Markt, also durch Angebot und Nachfrage. Weil ein ETF nichts anderes als ein Paket aus Wertpapieren ist, entspricht der Kurs in der Regel dem Gesamtwert der zugrundeliegenden Aktien. Der wohl bekannteste ETF ist der MSCI World, es handelt sich um einen internationalen Aktienindex bestehend aus über 1600 Unternehmen weltweit. Eine große Anzahl an Anlegern nutzen diese Anlageform auch als Sparplan, es werden z.B. monatliche Sparbeträge eingezahlt, um über einen längeren Zeitraum durch den Zinseszins zu profitieren.

Wie entsteht ein ETF?

ETF-Anteile werden durch autorisierte Marktteilnehmer, auch Market Maker genannt, kreiert. Diese arbeiten mit bekannten Anbietern wie z.B. der DWS (Deutsche Gesellschaft für Wertpapiersparen) zusammen, die Fondsparte der Deutschen Bank. Professionelle Finanzinstitutionen wickeln die Ausgabe und Rückgabe von ETF-Anteilen gemeinsam im Hintergrund ab. Das Ergebnis ist eine einfache und reibungslose Investmentform. Genau das macht es für Anleger auch so leicht, ein ETF wie eine Aktie an der Börse zu handeln.

ETF: Welche Unterschiede gibt es?

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von ETFs: Zunächst gibt es die physisch replizierenden Fonds. Wie das Wort physisch schon aussagt, handelt es sich hierbei um eine 100-prozentige Nachbildung eines Aktienindex wie z.B. dem DAX oder Dow Jones. Diese bestehen konstant aus 30 Unternehmen, dadurch kann eine sogenannte Vollreplikation angewendet werden. Jedes Unternehmen im DAX hat eine bestimmte Gewichtung, die von der Marktkapitalisierung abhängig ist. In einem physischen ETF-Index werden die Aktien gemäß ihrer Gewichtung gekauft. Das ist für Indizes möglich, die sich nur aus einer übersichtlichen Zahl liquider Aktien zusammensetzen. Ist der Index allerdings sehr groß – wie der MSCI World mit mehr als 1.600 verschiedenen Unternehmen – dann werden nur bestimmte Unternehmensanteile gekauft. Man spricht hierbei von der Teilreplikation.

Bei der synthetisch replizierenden Methode werden nicht die physischen Werte eines Index zugrunde gelegt, sondern es erfolgt eine Nachbildung über Derivate, zu Ihnen zählen Optionen, Termingeschäfte und Tauschgeschäfte (englisch: “Swaps”). Dabei schließt der Fonds einen Vertrag mit einem Swap-Partner ab, wie Finanzinstitute und Investmentbanken, die sich dazu verpflichten, im Tausch gegen eine Gebühr die Indexrendite zu „liefern“. Ein synthetisches ETF ist in erster Linie dafür geeignet, kostengünstig in Nischenmärkte oder Anlageklassen wie Rohstoffe zu investieren, die sonst für die meisten Investoren nur schwer zugänglich sind.

Was ist das Ziel und für wen eignen sich?

Das Ziel eines ETF ist es, genau die Rendite zu erzielen, die der entsprechende Index erzielt. Ein ETF versucht damit gerade nicht, durch gezielte Auswahl einzelner Aktien klüger und besser zu sein als die breite Masse der Investoren. Auf diese Weise können Sie einfach und günstig am Marktgeschehen teilhaben, Sie folgen einfach der Mehrheit. Die Zusammensetzung eines ETF-Index wird mehrmals jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Sie müssen sich also um nichts kümmern und können sich getrost zurücklehnen und sich im Erfolgsfall über ihre stetige Rendite freuen. Diese Anlageform eignet sich nicht nur für Profis, sondern insbesondere auch für Privatanleger, die ihr Portfolio nicht aktiv managen möchten und ihr Risiko über eine breite Auswahl an Aktien oder Anleihen streuen wollen.

Kritik an ETF

Im Wesentlichen gibt es zwei Kritikpunkte an ETFs: erstens führe ihr „Siegszug“ zu einer Monopolisierung der Märkte: Aktien wie Apple würden immer Markt-schwerer und daher in unzähligen ETFs immer stärker gewichtet. Dazu komme, dass immer mehr Indizes geschaffen werden (es gibt inzwischen mehr Indizes als Aktien), damit dann auf einen neu geschaffenen Index ein Index-ETF aufgelegt werden kann.

Die Folge: es gibt immer mehr ETFs, die auf eine vorhandene Liquidität der Marktteilnehmer trifft – insofern gaukelten die ETFs eine Liquidität vor, die faktisch gar nicht gegeben sei. Komme es zu crashartigen Situationen an den Märkten, könne der Siegeszug dieses Anlagevehikels  die Dynamik noch verstärken, so die Kritiker. Bei dem jüngsten heftigen Abverkauf im Gefolge der Corona-Krise kam es bislang vor allem in illiquiden Sektoren zu Problemen, etwa bei Junk Bonds – hier gab es deutliche Abweichungen zwischen dem Fondspreis und dem Preis der im Fonds enthaltenen Wertpapiere. Bei einem „großen“ ETF wie etwa dem SPY, der den Leitindex S&P 500 abbildet, kam es dagegen nicht zu derartigen Problemen.

Wie gut ist ein ETF auch in schwierigen Marktlagen geeignet?

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Finanznews

Aktienmärkte: Katastrophen-Zahlen – warum (noch) kein Abverkauf? Marktgeflüster (Video)

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Heute absolut katastrophale Arbeitsmarktdaten aus den USA und regelrechte Abstürze auch bei europäischen Konjunkturdaten – warum aber halten sich die Aktienmärkte angesichts solcher Horro-Meldungen noch recht passabel? Ist das alles wirklich schon eingepreist? Blicken die Aktienmärkte schon „hinter die Kurve“ und erwarten eine Besserung der Lage? Das Gegenteil ist der Fall: erst bei den anstehenden Daten, die den März volll erfassen, wird die ganze Dimension der Coronavirus-Krise sichtbar werden. So liegen die ersten Prognosen für die US-Arbeitsmarktdaten bei 20 Millionen (!) verlorenen Jobs. Aber neben der Erholung beim Ölpreis gibt es einen Grund, warum sich der Abverkauf de Aktienmärkte (noch) in Grenzen hält..

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