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Märkte

Ölpreis pendelt seit 7 Handelstagen vor sich hin – heute 18 Uhr Erlösung?

Claudio Kummerfeld

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Ölpumpe Beispielbild

Letzten Freitag berichteten wir über drei negative Gründe, warum der Ölpreis vor dem Wochenende am Fallen war. Die Lagerbestände für Rohöl wurden letzte Woche erneut voller, negative Nachrichten zum Handelskrieg drückten die Laune. Und die Hoffnung schwand ein wenig, dass die OPEC in vier Wochen bei ihrer offiziellen Sitzung in Wien die Fördermengenkürzung mengenmäßig ausweiten wird. Dies alles ließ den WTI-Ölpreis am Freitag Abend bis auf 55,75 Dollar fallen. Aber dann war Schluss mit dem fallenden Markt.

Tritt man einen Schritt zurück und schaut auf das „etwas größere Bild“, dann pendelt der Ölpreis seit gut sieben Handelstagen in einem Seitwärtstrend von 1,50 Dollar zwischen 56 und 57,50 Dollar (mit kurzen Überschreitungen oben und unten). Aber der maue Seitwärtstrend ist nicht zu übersehen. Ab Freitag hat er sich wieder in seine Range begeben. Seit Tagen wechseln sich vor allem rund um den Handelskrieg zwischen China und den USA positive und negative Gerüchte und Aussagen ab, und der Markt weiß nicht so recht wohin er tendieren soll. Es fehlt ein klarer Impuls.

Womöglich wird Donald Trump es schaffen den Ölpreis heute über die Range zu pushen? Möglich ist das, aber man weiß ja. Nichts ist sicher bei Donald Trump. Heute Abend wird er in New York eine Rede halten, auf die der ganze Markt schauen wird. Man wird sich wohl klare Aussagen zum Handelskrieg mit China erhoffen. Möglicherweise verschiebt Trump die Autozölle gegen die EU um ein halbes Jahr, und vielleicht gibt es auch weitere nette Aussagen Richtung Peking? Wie gesagt, das könnte dem Ölmarkt helfen aus der aktuellen Lethargie zu erwachen. Und sonst? Wegen dem US-Feiertag am gestrigen Montag verschieben die Amerikaner wie üblich ihre Konjunkturdaten um jeweils einen Tag nach hinten.

Somit werden die API-Lagerbestände für Rohöl in den USA erst Mittwoch Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit gemeldet, und die staatlichen Lagerbestände erst Donnerstag um 17 Uhr. Die OPEC veröffentlicht ihren Monatsbericht am Donnerstag um ca 12-13 Uhr. Aber kurzfristig hofft der Ölmarkt auf Donald Trump als belebendes Element heute Abend. Für 18 Uhr wird die Rede erwartet. Aber wer Donald Trump kennt, der weiß: Er lässt wartende Zuhörer und Journalisten oft gerne etwas warten. Also, eher 18:30 oder 19 Uhr?

WTI-Ölpreis seit dem 31. Oktober
WTI-Ölpreis seit dem 31. Oktober.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Nicht Fisch, nicht Fleisch!

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Das Bild zur Börseneröffnung wirkt uneinheitlich. Die soeben veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auch Thema, vor allem aber die steigenden Corona-Zahlen in Europa.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Aktien

Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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Lieber Börsianer,

der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

Dazu im Folgenden einige Anmerkungen meinerseits. Die Gruppe der Online-Banken oder -Broker teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf. Da gibt es zunächst die alteingesessenen wie etwa Comdirect, Maxblue oder Consors. Diese sog. Vollsortimenter bieten Ihnen nahezu das vollständige Angebot der international handelbaren Wertpapiere an. Ganz gleich, ob Ihnen der Sinn nach einem ETF, einer Aktie, einem Optionsschein oder etwa einer Anleihe steht. Hier werden Sie bedient.

Daneben zeichnen sich diese Vollsortimenter durch ein breites Angebot an Börsenplätzen aus. Es mag schon sein, dass Sie nicht gleich zu Beginn Ihrer Börsenkarriere Zugang zur Börse Stockholm oder London benötigen. Gleichwohl gilt: Mehr ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Als ambitionierter Börsianer werden Sie irgendwann einmal in Zürich, Mailand oder Stockholm handeln.

Deshalb mein Rat: Starten Sie gleich mit einem solchen Partner, der Ihnen eine anständige Infrastruktur an die Hand gibt! Dafür sind Sie auch bereit, etwas höhere Spesen zu bezahlen.

Diesen Vollsortimentern stehen einige Online-Broker gegenüber, die mit ausgesprochen günstigen Kauf- bzw. Verkaufsspesen werben. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist das junge Fintech-Unternehmen Trade Republic. Hier handeln Sie abgesehen von einer Fremdkostenpauschale von 1 Euro spesenfrei. Sehr verlockend, oder?

Nun, hier gilt eine einfache Regel: Dort, wo der Preis schmal ist, ist in aller Regel auch das Angebot schmal. So bietet Ihnen Trade Republic derzeit nur mit der Börse Hamburg nur einen Handelsplatz an. Diverse Wertpapiergattungen sind überhaupt nicht handelbar. Außerdem müssen Sie hier mobil, sprich am Smartphone arbeiten. Die Software ist derart abgespeckt, dass es bei Trade Republic bislang noch nicht zu…..

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