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Ölpreis-Push? OPEC vor Deal-Verlängerung

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Wird der Ölpreis heute spürbar steigen? Noch scheinen die Termin-Trader nicht wirklich wach zu sein, weil der Kurs bisher noch nicht sensationell reagiert hat auf die folgende Nachricht. Aber erst mal ein Schritt zurück. Seit Anfang des Jahres gilt eine Vereinbarung zwischen der OPEC und ihren Partnern (vor allem Russland), bezeichnet als OPEC+. Man beschloss die durch diese Länder repräsentierte Fördermenge um insgesamt 1,2 Millionen Barrels pro Tag zu kürzen.

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Verlängerung der Kürzungen?

Damit wollte man den Ölpreis nach oben pushen. Weniger Angebot sorgt zwangsläufig für steigende Preise, wenn die Nachfrage nicht rückläufig ist. Diese Vereinbarung galt für sechs Monate, also bis Juni. Und am Ölmarkt ist schon seit einigen Wochen ziemlich konkret im Gespräch, dass diese Vereinbarung verlängert werden könnte. Denn viele Öl-Produzenten brauchten einen deutlich höheren Ölpreis um die eigenen Haushaltsdefizite wieder schließen zu können.

Laut gestriger offizieller Mitteilung der OPEC hätte die Gruppe (OPEC+) im April ihre eigene Zusage von einer Kürzung von 1,2 Millionen Barrels pro Tag zu 168% erfüllt. Also hat man weit mehr gekürzt als zugesagt. Das bedeutet: Bei einer Nicht-Verlängerung der Kürzungen würden womöglich zügig große zusätzliche Öl-Mengen den Markt fluten, und der Ölpreis könnte stark fallen.

Der saudische Öl-Minister Khalid al-Falih (die graue Eminenz des globalen Ölmarkts) äußerte sich gestern zu der Thematik. OPEC+ wolle behutsam die Bestände (also die Angebotsmenge) verringern, so al-Falih gestern. Man habe mit den Partnern eine „mögliche“ Verlängerung der Fördermengenkürzung hinein ins zweite Halbjahr 2019 besprochen. Eine feste Zusage klingt anders. Aber die letzten Jahre zeigen: Wenn al-Falih etwas so formuliert, dann ist die Wahrscheinlichkeit doch recht hoch, dass es auch so kommt.

Ölpreis steigt weiter?

Und was macht der Ölpreis aktuell aus dieser Unterstützung der Saudis? Zuletzt hatte Donald Trump den Preisanstieg (ungewollt) unterstützt. Ab jetzt hilft wohl mal wieder die OPEC. Von Freitag Abend auf heute früh gibt es im WTI-Öl einen Sprung um 1 Dollar nach oben auf 63,60 Dollar. Im folgenden Chart seit 7. Mai kann man sehen, wie die langweilige Seitwärtsphase der letzten Tage seit Donnerstag nach oben überschritten wurde. Es ist gut möglich, dass es im heute im Tagesverlauf zu weiteren Steigerungen kommt.

Ölpreis kurzfristig

Bei 66,50 Dollar besteht im WTI-Ölpreis die letzte wichtige Barriere, die der Markt nach oben durchbrechen muss. Dann wäre erstmal richtig viel Platz für weitere Kursanstiege vorhanden. Aber wie immer, bitte bedenken Sie: Der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar!

Ölpreis langfristig

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Gixxer

    20. Mai 2019 10:34 at 10:34

    Die Kürzungen wurden zu 168% erfüllt und trotzdem stiegen die Lagerdaten teils stark an.
    Ich weiß nicht, ob man das als bullisch betrachten sollte?

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Indizes

Headlines der Pressekonferenz von Jerome Powell – Fed-Chef lässt sich alle Optionen offen

Die wichtigsten Aussagen des durch Donald Trump unter Druck stehenden Fed-Chairman auf seiner Pressekonferenz

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Die wichtigsten Aussagen des durch Donald Trump unter Druck stehenden Fed-Chairman auf seiner Pressekonferenz in Schlagzeilen:

Kurzfazit FMW: Powell hält sich alle Türen offen! Die Wirtschaft überwiegend stark, aber die Risiken hätten eben zugenommen, deswegen hielten manche Fed-Mitglieder perspektivisch eine laxere Geldpolitik für geboten, wenn das Umfeld sich verschlechtern sollte. Wir wollen abwarten und dann reagieren, so der Tenor. Aber: keine Andeutung einer kommenden Zinssenkung im Juli (was auch nicht völlig ausgeschlossen wird durch Powell), aber das ist doch deutlich offener als die von den Märken eingepreiste Wahrscheinlichkeit von über 80% für eine Zinssenkung im Juli. Ob die Märkte das heute noch realisieren werden, dass sie schon sehr weit vor der Kurve sind?

Hier das Fazit eines Fed-Zynikers:

– Powell nimmt Platz..es geht los!

– Unsicherheiten und geringerer Inflationsdruck, werden handeln wenn nötig

– bislang Wirtschaft noch robust, erwarten weiter anziehende Inflation wenn Arbeitsmarkt stark bleibt

– Daten aus China und Europa waren zuletzt ermutigend

– Risikobewußtsein an den Märkten hat sich verschlechtert, sichtbar in den fallenden Inflationserwartungen

– einige Fed-Mitglieder sehen eine Änderung der Geldpolitik als nötig an

– Arbeitsmarkt bleibt stark

– unser Ausblick auf die Wirtschaft bleibt optimistisch, aber die Risiken haben zugenommen, was eine akommodierendere Geldpolitik nötig machen könnte

– schwächeres Wachstum in der Weltwirtschaft könnte Inflation eindämmen

– Konsum hat sich wieder erholt

– werden abwarten, wie sich die Lage weiter entwickelt und dementsprechend handeln

Powell jetzt fertig mit seinem Vortrag, jetzt Fragen..

————–

– wir hatten zuletzt starke Arbeismarktdaten, werden jetzt einfach die kommenden Daten abwarten

– Frage: wenn es einen Handelsdeal USA-China gibt, wird die Fed die Zinsen dann nicht senken? Powell: werden das nicht an einer einzigen Sache festmachen, sondern das Gesamtbild beurteilen


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– Frage nach Trump – Powell: das Gesetz ist klar, ich werde meine vierjährige Amtszeit haben

– Frage nach Draghis Rede gestern: jede Notenbank macht das, was sie für ihren Bereich für richtig hält – wir kümmern uns um die USA

– Frage nach Inflation: wir müssen stark sein beim festhalten am 2%-Ziel:

– Frage nach dem starken Dollar – Powell: Währungspolitik ist Aufgabe des US-Finanzministeriums, nicht die der Fed

– bis auf ein fed-Mitglied waren alle gegen eine sofortige Zinssenkung, weil wir einfach abwarten wollen, wie die Dinge sich entwicklen

– wir haben global die Lage, dass die Produktion (manufacturing) schwach ist, aber der Dienstleistungssektor sehr robust bleibt

Pressekonfernenz beendet

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Devisen

Aktuell: Markus Koch im LIVE-Video zur Fed-Entscheidung

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Markus Koch meldet sich aktuell LIVE im folgenden Video zur aktuellen Fed-Entscheidung. Sein Video trägt den Titel „FED LIEFERT“.

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Indizes

Fed lässt Leitzins unverändert

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Soeben hat die Fed ihren Entschluß mitgeteilt, die Zinsen unverändert zu belassen!

– Unsicherheiten haben zugenommen

– Fed läßt Wort „patient“ weg

– Bullard wollte Zinsen senken

– Dot plots gesenkt – Fed erwartet unveränderte Zinsen für 2019

– werden die Entwicklung sorgfältig beobachten

– der Vergleich zum letzten Statement:

FMW: die Fed läßt sich alle Türen offen, die Fed-Mitglieder sind gespalten. Nun wird entscheidend sein, ob Powell bei der Pressekonferenz in Sachen Inflation das Wort „transitory“ fallen läßt, also seine bisherige Aussage revidiert, wonach die Inflation nur vorübergehend niedriger sei. Sollte Powell das machen, wäre das ein Hinweis auf eine Juli-Zinssenkung!


Hier das FOMC-Statement im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in May indicates that the labor market remains strong and that economic activity is rising at a moderate rate. Job gains have been solid, on average, in recent months, and the unemployment rate has remained low. Although growth of household spending appears to have picked up from earlier in the year, indicators of business fixed investment have been soft. On a 12-month basis, overall inflation and inflation for items other than food and energy are running below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation have declined; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. In support of these goals, the Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 2-1/4 to 2-1/2 percent. The Committee continues to view sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective as the most likely outcomes, but uncertainties about this outlook have increased. In light of these uncertainties and muted inflation pressures, the Committee will closely monitor the implications of incoming information for the economic outlook and will act as appropriate to sustain the expansion, with a strong labor market and inflation near its symmetric 2 percent objective.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Charles L. Evans; Esther L. George; Randal K. Quarles; and Eric S. Rosengren. Voting against the action was James Bullard, who preferred at this meeting to lower the target range for the federal funds rate by 25 basis points.

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