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Märkte

Ölpreis-Push? OPEC vor Deal-Verlängerung

Claudio Kummerfeld

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am

Wird der Ölpreis heute spürbar steigen? Noch scheinen die Termin-Trader nicht wirklich wach zu sein, weil der Kurs bisher noch nicht sensationell reagiert hat auf die folgende Nachricht. Aber erst mal ein Schritt zurück. Seit Anfang des Jahres gilt eine Vereinbarung zwischen der OPEC und ihren Partnern (vor allem Russland), bezeichnet als OPEC+. Man beschloss die durch diese Länder repräsentierte Fördermenge um insgesamt 1,2 Millionen Barrels pro Tag zu kürzen.

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Verlängerung der Kürzungen?

Damit wollte man den Ölpreis nach oben pushen. Weniger Angebot sorgt zwangsläufig für steigende Preise, wenn die Nachfrage nicht rückläufig ist. Diese Vereinbarung galt für sechs Monate, also bis Juni. Und am Ölmarkt ist schon seit einigen Wochen ziemlich konkret im Gespräch, dass diese Vereinbarung verlängert werden könnte. Denn viele Öl-Produzenten brauchten einen deutlich höheren Ölpreis um die eigenen Haushaltsdefizite wieder schließen zu können.

Laut gestriger offizieller Mitteilung der OPEC hätte die Gruppe (OPEC+) im April ihre eigene Zusage von einer Kürzung von 1,2 Millionen Barrels pro Tag zu 168% erfüllt. Also hat man weit mehr gekürzt als zugesagt. Das bedeutet: Bei einer Nicht-Verlängerung der Kürzungen würden womöglich zügig große zusätzliche Öl-Mengen den Markt fluten, und der Ölpreis könnte stark fallen.

Der saudische Öl-Minister Khalid al-Falih (die graue Eminenz des globalen Ölmarkts) äußerte sich gestern zu der Thematik. OPEC+ wolle behutsam die Bestände (also die Angebotsmenge) verringern, so al-Falih gestern. Man habe mit den Partnern eine „mögliche“ Verlängerung der Fördermengenkürzung hinein ins zweite Halbjahr 2019 besprochen. Eine feste Zusage klingt anders. Aber die letzten Jahre zeigen: Wenn al-Falih etwas so formuliert, dann ist die Wahrscheinlichkeit doch recht hoch, dass es auch so kommt.

Ölpreis steigt weiter?

Und was macht der Ölpreis aktuell aus dieser Unterstützung der Saudis? Zuletzt hatte Donald Trump den Preisanstieg (ungewollt) unterstützt. Ab jetzt hilft wohl mal wieder die OPEC. Von Freitag Abend auf heute früh gibt es im WTI-Öl einen Sprung um 1 Dollar nach oben auf 63,60 Dollar. Im folgenden Chart seit 7. Mai kann man sehen, wie die langweilige Seitwärtsphase der letzten Tage seit Donnerstag nach oben überschritten wurde. Es ist gut möglich, dass es im heute im Tagesverlauf zu weiteren Steigerungen kommt.

Ölpreis kurzfristig

Bei 66,50 Dollar besteht im WTI-Ölpreis die letzte wichtige Barriere, die der Markt nach oben durchbrechen muss. Dann wäre erstmal richtig viel Platz für weitere Kursanstiege vorhanden. Aber wie immer, bitte bedenken Sie: Der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar!

Ölpreis langfristig

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Gixxer

    20. Mai 2019 10:34 at 10:34

    Die Kürzungen wurden zu 168% erfüllt und trotzdem stiegen die Lagerdaten teils stark an.
    Ich weiß nicht, ob man das als bullisch betrachten sollte?

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Finanznews

Aktienmärkte: Schwächste Woche seit Corona-Crash! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte absolvieren die schwächste Woche seit dem Corona-Crash im März. Die zweite Corona-Welle ist ein zuvor nicht eingepreister game changer!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte absolvieren die schwächste Woche seit dem Corona-Crash im März. Und das ist wohl kein Zufall, denn die zweite Corona-Welle mit den damit verbundenen Lockdowns sind ein vorher so nicht eingepreister game changer für den wirtschaftlichen Ausblick. Diesmal aber ist der Abverkauf der Aktienmärkte in dieser Woche vor allem durch die großen Tech-Werte getrieben: am Montag SAP in Deutschland, heute die Schwergewichte Apple und Amazon jeweils gut 5% im Minus nach Vorlage der Quartalsergebnisse. Selbst gute Zahlen wie bei Amazon werden abverkauft – was „riecht“ der Markt? Ist das nur die Unsicherheit or der US-Wahl – oder kommt da etwas größeres auf uns zu?

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Gold/Silber

Goldpreis mit Bewegung? Mögliche Kausalkette beginnt bei der EZB

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Eine Kausalkette ist eine Reihe von Ursachen und Wirkungen, wobei die Wirkung wieder zu einer neuen Ursache wird. In diesem Fall fängt diese Kette wohl bei der EZB an. Sie hat gestern angekündigt (hier die wichtigsten Punkte der PK), dass man im Dezember vermutlich auf die verschlechterte Corona-Lage in Europa reagieren und weitere Maßnahmen ergreifen könnte. Was das mit dem Goldpreis zu tun haben könnte? Nun, dann mal los mit der Kausalkette.

Anstehende EZB-Maßnahmen weisen auf steigenden oder fallenden Goldpreis hin?

Wenn die EZB ihre Geldpolitik weiter lockert, schwächt das den Euro. Da der Euro global das größte Gegengewicht gegen den US-Dollar ist, könnte der US-Dollar vermutlich aufwerten, sichtbar im Dollar-Index, einem Währungskorbs gegenüber anderen Hauptwährungen, wo der Euro das Haupt-Gegengewicht zum Dollar darstellt. Ein stärkerer US-Dollar sollte wiederum den Goldpreis schwächen. Denn alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, tendiert oft schwächer, wenn der US-Dollar aufwertet.

Aber halt, die Sache mit so einer klar nachvollziehbaren Kausalkette (EZB-Zinsen-Euro-Dollar-Gold) kann auch schnell wieder unklar werden. Denn wo der US-Dollar im Dezember womöglich vor einer weiteren Aufwertung steht, und der Goldpreis damit einem Abwärtsdruck ausgesetzt ist – da findet sich auch ein gutes Argument für einen steigenden Goldpreis. Denn wenn die EZB ihre Zinssätze weiter absenkt, würde dies das zinslose Gold gegenüber Anleihen mit Negativrenditen noch attraktiver machen. Denn der Einlagenzins der EZB ist ja bereits mit -0,50 Prozent im Negativbereich – und das zinslose Gold ist nunmal immer exakt bei 0,00 Prozent.

Expertenkommentare über EZB

Und wie aktuelle Expertenkommentare zeigen, könnten die Zinsen der EZB im Dezember in der Tat weiter sinken. So sagen die Analysten der Commerzbank in einem aktuellen Kommentar, dass man erwarte, dass das PEPP-Anleihekaufprogramm der EZB bis Ende 2021 verlängert und um 600 Milliarden Euro erhöht werde, im kommenden Jahr neue Langfristtender (TLTROs) auflegt und den Einlagensatz nochmals um 10 Basispunkte auf -0,6% gesenkt werde. Hiervon solle Gold in seiner Eigenschaft als wertstabile Anlage profitieren, so die Commerzbank. Man gehe daher nicht davon aus, dass der Goldpreis weiter stark nachgeben wird. Allerdings dürfte er in den kommenden Wochen Gegenwind von der Währungsseite erhalten, da man nach den Ankündigungen von EZB-Präsidentin Lagarde nun bis Jahresende keine EUR-Aufwertung mehr, sondern eine EUR-Abwertung (und damit einen festeren US-Dollar) unterstellen, so die Commerzbank. DIW-Chef Marcel Fratzscher hat in seinem aktuellsten Kommentar zu den gestrigen EZB-Aussagen erwähnt, dass er eine Ausweitung um der Anleihekäufe der EZB um 500 Milliarden Euro und eine Verlängerung bis Ende 2021 erwarte.

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.881 Dollar. Nach dem gestrigen Tief bei 1.860 Dollar konnte sich der Markt wieder etwas stabilisieren, weil der US-Dollar seit gestern minimal schwächelt. Aber von einer stärkeren Dollar-Abwertung kann noch keine Rede sein. Die Lage rund um das Edelmetall bleibt unklar. Im Zuge der stark fallenden Aktienkurse und des deutlich steigenden US-Dollar war der Goldpreis diese Woche von 1.910 Dollar auf das Tief von 1.860 Dollar gefallen – jetzt hat sich die Lage vorerst beruhigt. Weitere Abwärtsschübe am Aktienmarkt könnten (so meine bescheidene Meinung) zusätzlich zu einem stärkeren US-Dollar erneut Druck auf Gold ausüben.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen

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Rüdiger Born über die aktuelle Lage im Dax

Rüdiger Born

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Der Dax scheint sich seit gestern etwas stabilisiert zu haben. Ist heute noch kurzfristiges Trading möglich? Im folgenden Video werfe ich einen Blick auf die aktuelle Lage.

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