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Märkte

Ölpreis rutscht diese Woche weiter ab? Russland als Zünglein an der Waage

Claudio Kummerfeld

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Ölpumpe Beispielfoto

Ist Russland das Zünglein an der Waage? In der Tat. Schon letzte Woche hätte der Ölpreis einen deutlichen Sprung nach oben machen können. Aber es blieb nur bei einem relativ kleinen Aufflackern nach oben, von unter 50 Dollar bis auf knapp über 52 Dollar im Verlauf der letzten Woche im WIT-Öl. Jetzt aktuell ist die kleine Euphorie wieder verflogen, und am Markt fragt man sich, ob man den Ölpreis nun weiter in den Keller schicken soll. Aktuell kämpft man um die 50 Dollar-Marke.

Russland bremst Erholung im Ölpreis aus?

Letzte Woche hatte ein technisches Gremium der OPEC empfohlen die tägliche Fördermenge um weitere 600.000 Barrels pro Tag zu kürzen, um dem Nachfragerückgang nach Öl aus China entgegenzuwirken, dank des Coronavirus. Aber Russland als entscheidender Partner der OPEC hat sich dem bisher verweigert. Und so fiel der Ölpreis am Freitag. Eine Einigung auf diese Kürzung hätte dem Ölpreis womöglich weiter nach oben geholfen, aber so ist erstmal Enttäuschung und Unsicherheit angesagt. Auch übers Wochenende blieb die Unsicherheit bestehen.

Gibt es Ende dieser Woche ein Meeting mit OPEC und Russland, wo endlich Klarheit geschaffen wird, ob gekürzt wird, wie stark, und ob Russland mit an Bord ist? Es gibt derzeit Berichte, wonach es im Februar gar kein vorzeitiges Treffen geben könnte. Das wäre negativ für den Ölpreis zu werten. Russland grübelt nach aktuellsten Berichten weiter vor sich hin, ob man nun mit kürzen soll, weil man offenbar nicht sicher ist, ob und wie stark sich der Coronavirus negativ auf die Nachfrageseite bei Öl auswirken wird.

Weiter abwärts?

Also, wird der Ölpreis diese Woche aufgrund dieser Unklarheit deutlich unter die 50 Dollar-Marke rauschen? Es scheint alles von dieser Einigung abzuhängen, wie stark eine mögliche Kürzung ausfällt, und ob Russland mit an Bord ist. Ein Anstieg im Ölpreis ist im Erfolgsfall denkbar, aber im Augenblick scheint nun mal auch weitere Schwäche möglich zu sein, weil die Unsicherheit vorherrscht! Laut Jasper Lawler von der London Capital Group ist die Stimmung auf dem Ölmarkt so mürrisch, dass eine Erholung (nach oben) überfällig ist. Aber es sei nicht klar, was der Auslöser sein kann, wenn Russland die OPEC+ von weiteren Förderkürzungen abhält. Laut Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank könnte die 50-Dollar-Unterstützung im WTI-Ölpreis wahrscheinlich dem Abwärtsdruck nachgeben, wenn die Unterstützung durch OPEC+ fehle. Die spekulativen Netto-Long-Positionen in WTI seien auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten gefallen, und es bestehe Spielraum für eine weitere Auflösung.

Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage
WTI-Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage.

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Finanznews

Aktienmärkte: „Dreifaltigkeit“ Stimulus, Corona, US-Wahlen! Marktgefüster (Video)

Markus Fugmann

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Für die Aktienmärkte ist derzeit die „Dreifaltigkeit“ entscheidend: die Frage Stumlus ja oder nein bzw. wann und in welcher Größe, die Lage vor allem in Europa um das Coronavirus – und schließlich die immer näher rückenden US-Wahlen mit der Debatte heute Nacht zwischen Trump und Biden. Immer wieder wiederholt sich in den letzten Tagen ein Muster: die Aktienmärkte der Wall Street starten aufgrund von Stimulus-Hoffnugnen stark, um dann aber deutlich nachzulassen – weil dann doch wieder klar wird, dass die optimistischen Aussagen etwa von Pelosi noch lange nicht bedueten, dass man sich wirklich einigt. Noch jedenfalls handeln die Indizes in einem kurzfristigen Abwärtstrend..

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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