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Märkte

Ölpreis schmiert ab, WTI unter 60 Dollar – hier der Grund

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Eigentlich sah es zuletzt doch so gut aus für einen steigenden Ölpreis. Aber wie sagen wir stets in jedem unserer Artikel zum Ölmarkt – er ist und bleibt unberechenbar. Gerade erst am Montag berichteten wir über saudische Aussagen, die konkret darauf deuten lassen, dass OPEC und Russland die Fördermengenkürzungen, welche aktuell bis Juni laufen, für den Rest des Jahrs verlängern werden. Das half dem WTI-Ölpreis erst mal weiter auf die Beine bis in der Spitze auf 63,64 Dollar.

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Öl-Lager sollen schuld sein

Aber er wollte im Laufe der Woche nicht weiter nach oben durchbrechen, was charttechnisch sehr wichtig gewesen wäre. Dann wurden gestern Nachmittag die Öl-Lagerbestände aus den USA veröffentlicht. Sie stiegen im Wochenvergleich um 4,7 Millionen Barrels, bei einer sogar leicht negativen Erwartung. Auch die Fördermenge der USA stieg erneut von 12,1 auf 12,2 Millionen Barrels pro Tag.

Öl-Lagerbestände USA

Ölpreis schmiert ab

Gestern seit 16:30 Uhr deutscher Zeit ist der Ölpreis (WTI) von 62,46 Dollar auf aktuell 59,95 Dollar gefallen. Dass die Lagerbestände den Ölpreis jetzt so stark beeinflussen, kann man eigentlich schwer glauben. Denn der Anstieg der Lagerbestände läuft schon seit genau acht Wochen am Stück, von 439 auf jetzt 476,7 Millionen Barrels. Diesen Lager-Anstieg jetzt ganz plötzlich als Short-Grund zu nutzen, wirkt daher recht merkwürdig. Auf die Idee hätte man schon vor ein oder zwei Wochen kommen können für einen Short-Trade. Aber gut. Auch sagte die US-Energiebehörde, dass die Nachfrage von Raffinerien nach aus Rohöl destillierten Produkten gefallen sei. Naja… all das zusammen gerechnet bringt jetzt mal auf die Schnelle einen Verlust von 2,5 Dollar im Ölpreis. Offenbar will der Markt just in diesen Sekunden gerade fallen!

Also Achtung an alle, die versuchen einen Schritt weiterzudenken. Ist dies jetzt eine Überreaktion nach unten, ein zu stark und zu schnell gefallener Ölpreis? Eine Chance für neue Long-Einstiege? Entscheiden Sie das bitte selbst, wir halten uns da raus!

Der WTI-Ölpreis seit 13. Mai
Der WTI-Ölpreis seit 13. Mai.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Gixxer

    23. Mai 2019 17:01 at 17:01

    Wenn man die Ratschläge von Rüdiger Born beachtet, hätte man meiner Meinung nach im Tageschart, aber auch im 4-Stundenchart sehen können, dass er wackelig nach oben geht und nun nach unten getriggert hat.

  2. sabine

    23. Mai 2019 20:32 at 20:32

    Geht die Ölknappheit vielleicht auch deswegen zurück, weil USA seinen Import aus Rußland verdreifacht hat?
    https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-05-20/russian-oil-sales-to-u-s-on-steroids-amid-venezuela-sanctions
    Während die EU mit Sanktionen alla Verzicht auf russisches Gas Russland in die Knie zwingen soll, haben die Amis in den ersten fünf Monaten dieses Jahres mehr Öl aus Russland importiert als 2016 und 2017 zusammen. US-Raffinerien bereiten sich derweil auf eine Verdreifachung der russischen Importe vor. Ich dachte, wir ziehen alle an einem Strang (Russland böse wegen Spionmord in London, also Sanktionen!).

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Finanznews

Schock für die Wall Street! Marktgeflüster (Video)

Was heute an der Wall Street passiert, ist geradezu symptomatisch: die Aktienmärkte hängen vor allem am Tropf der Notenbanken, Realwirtschaft spielt keine Rolle

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Was heute an der Wall Street passiert, ist geradezu symptomatisch: ganz schwache US-Konjunkturdaten werden völlig ignoriert (Einkaufsmanagerindex Gewerbe fällt erstmals seit 119 unter die 50er-Marke, sprich die US-Industrie schrumpft). Dann aber der Auftritt des Fed-Chefs von Philadelphia, Patrick Harker, in einem CNBC-Interview mit hawkishen Aussagen (keine Zinssenkung notwendig, Fed sollte erst einmal abwarten, weil US-Wirtschaft stark und Inflation langsam anzieht) – und schon reagierte die Wall Street mit einem Abverkauf. Das zeigt einmal mehr, dass die Aktienmärkte vor allem am Tropf der Notenbanken hängen und die Realwirtschaft praktisch keine Rolle spielt. Die Aussagen von Fed-Gouverneur Harker unmittelbar vor der Rede von Jerome Powell in Jackson Hole dürften kein Zufall sein – sie sind eine Botschaft an die Märkte..

Hinweis: Das heutige Webinar muß leider entfallen – die Technik spielt uns immer neue Streiche! Sorry – und die Bitte um Verständnis, aber wir wollen es nicht riskieren, Sie wieder umsonst warten zu lassen.
Wenn wir sicher sind, dass es technisch klappt, wird das nächste Webinar zeitnah anberaumt und angekündigt!

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Aktien

Performance-Check: Diese Aktien sind unverwüstlich

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Lieber Börsianer,

wir alle wissen, wenn der Aktienmarkt einmal ins Rutschen gerät, bleibt kein Auge trocken. Selbst die Aktien anerkannter Qualitätsunternehmen fallen dann unisono mit dem Gesamtmarkt. Man ist dann als Anleger schon zufrieden, wenn sich das eigene Depot der Korrekturbewegung zumindest teilweise entzieht. Genauso wissen wir, wenn die Weltkonjunktur einmal lahmt, sinken die Unternehmensgewinne durch die Bank. So ist nun einmal die Börse.

Aber ich bohre tiefer. Gibt es wirklich keine Unternehmen, die sich einem negativen Markttrend entziehen? Gibt es wirklich keine Ausnahme, die die Regel bestätigt? Doch, die gibt es! Tatsächlich existiert in den USA eine Aktiengattung, die sich bereits seit Jahrzehnten durch eine ganz ungewöhnliche Stabilität auszeichnet. Diese ausgesuchten Unternehmen erwirtschaften nicht selten sogar in der tiefsten Rezession, z.B. zuletzt 2008/9, beste Gewinne. Mehr noch: Sie erhöhen selbst in diesen Phasen, wo die „normalen“ Unternehmen versagen, regelmäßig die Dividenden…..

Den gesamten Artikel können Sie lesen, wenn Sie sich für den Newsletter „Profit Alarm“ anmelden. Sie erhalten dann täglich per Email eine exklusiv Analyse. Der Service ist für Sie völlig kostenfrei!

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Aktien

Schweizerische Nationalbank: Die Zentralbankaktie fürs Depot

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Möchten Sie Miteigentümer an einer Zentralbank werden? Hier ist Ihre Chance! Die Schweizerische Nationalbank ist mit ihren eigenen Aktien an der Börse notiert – sie können in Deutschland zum Beispiel in Stuttgart gehandelt werden. Der Grund für diese ungewöhnliche Tatsache liegt in der Konstruktion der eidgenössischen Notenbank.

Schweizerische Nationalbank – die Zentralbank AG

Die Schweizerische Nationalbank ist zwar ein schweizerisches Staatsorgan und die Hüterin des Schweizer Franken, aber gleichzeitig eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft. Anstelle eines Vorstands leitet der Präsident Thomas Jordan und sein Direktorium die Bank. Ihren Sitz hat die Schweizerische Nationalbank in Bern und Zürich und unterhält sogar eine Niederlassung in der Finanzmetropole Singapur.

Ein wesentlicher Unterschied zu normalen Banken ist zudem, dass die Eidgenossen nicht dem Shareholder-Value verpflichtet sind. Vielmehr folgen sie ihrem staatlich erteilten geldpolitischen Mandat. Aktuell bedeutet dies vor allem, dass der als sicherer Hafen geltende Schweizer Franken nicht zu stark aufwerten soll, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Schweizer Unternehmen nicht zu unterminieren. Dazu erzeugt die SNB mittels digitaler Notenpresse massiv Schweizer Franken und kauft damit Vermögenswerte in Fremdwährungen. Damit wirkt sie der Aufwertung des Franken entgegen und sammelt gleichzeitig Unmengen an Assets an.

Genau dieser öffentliche Auftrag macht die Aktie zu einer heißen Wette auf in der Zukunft noch aggressivere Geldpolitik weltweit und explodierende Vermögenspreise. Zwar ist die Dividendenrendite gesetzlich auf sechs Prozent beschränkt und die Aktionärsrechte sind ebenfalls stark eingeschränkt, dennoch ging die Wette auf Kurssteigerungen in den letzten Jahren unter hohen Schwankungen auf: seit 2014 stieg die Aktie in EUR fast 400 Prozent an, nach einem Nullsummenspiel im letzten Jahr.

Schweizerische Nationalbank Aktie Verlauf

Seitdem das Thema Zinsnormalisierung beendet ist und stattdessen wieder laxere Geldpolitik auf der Agenda steht, kann die Aktie erneut zulegen. In diesem Jahr bereits um über 30 Prozent. Die Anzahl der erwerbbaren Aktien ist zwar auf 100 Stück pro Person limitiert, was bei einem Preis pro Aktie von aktuell 4.790 Euro (5.200 CHF) dennoch ein relativ hohes Investment ermöglicht.

Der gigantische Zwerg

Obwohl die Schweiz mit einem BIP von 703 Mrd. USD nur Platz 20 der Weltrangliste der größten Volkswirtschaften belegt, verfügt ihre Zentralbank mit 831,2 Mrd. US$ (Stand Juni 2019) über die drittgrößten Devisenreserven des Planeten (nach China und Japan). In Bezug auf das BIP der Schweiz bringen es die Eidgenossen sogar zum Vizeweltmeister: die Bilanzsumme der SNB beträgt mittlerweile 118 % der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung.

Gawooni Anleihe

Schweizerische Nationalbank – der Mischfonds mit eingebauter Notenpresse

Im Grunde genommen ist die Schweizerische Nationalbank (SNB) ein weltweit investierender Mischfonds. Von Aktien, über Anleihen bis hin zu Gold und Fremdwährungen kauft die SNB alles, was nicht in Franken notiert. So ist die Zentralbank mittlerweile größter Einzelaktionär bei Apple und besitzt mehr Facebook-Aktien als Mark Zuckerberg. Insgesamt hält die Bank über 2.500 verschiedene Aktien. Aktuell sind 69 % der Devisenreserven in Staatsanleihen investiert (ca. 39 % davon in EUR, 35 % in USD und 26 % in sonstigen Währungen), ca. 20 % in Aktien und 11 % in sonstigen Vermögenswerten (u. a. ca. 50 Mrd. US$ in Gold).

Fazit

Umso aggressiver die Geldpolitik weltweit wird, umso mehr Geld wird auch die Schweizer Nationalbank an frischen Franken schöpfen, diese in Fremdwährungen tauschen und davon diverse Vermögenswerte kaufen, die anschließend im Wert explodieren – wegen der aggressiven Geldpolitik. Natürlich geben wir keine Aktienempfehlung für die SNB AG ab. Das Phänomen, einen Anteil an einer Zentralbank erwerben zu können, ist aber in Zeiten des bevorstehenden Crack-Up-Booms auf jeden Fall der Erwähnung wert. Wir wollen lediglich aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, sein Vermögen in den kommenden Jahren so aufzustellen, dass man dessen Kaufkraft nicht nur erhält, sondern auch im Sinne des Vermögensaufbaus als Anleger von dem größten geldpolitischen Experiment der Menschheitsgeschichte profitiert.

Schweizerische Nationalbank
Die Schweizerische Nationalbank in Bern. Foto: CC BY-SA 3.0

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