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Ölpreis-Schock Auslöser für Rezession?

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Ist der heutige Ölpreis-Anstieg resultierend aus den Angriffen auf saudische Öl-Anlagen der Auslöser für die nächste Rezession? Darf man den heutigen Anstieg bereits als Öl-Schock bezeichnen? Durchaus, denn das heutige Ereignis symbolisiert den größten Anstieg im Ölpreis seit dem Golfkrieg im Jahr 1991. Wie es Holger Zschaepitz aktuell anspricht, habe es in den letzten 50 Jahren nach starken Anstiegen im Ölpreis immer eine Rezession gegeben. Kommt es diesmal erneut so? Schaut man auf die Grafik im Tweet, erkennt man die lange rezessionsfreie Phase seit der Finanzkrise 2008. Gut, der Ölpreis zeigte seitdem keine Explosion nach oben. Gleichzeitig fluteten die Notenbanken die Märkte mit Geld bis zum Abwinken.

Aber jetzt, kommt es jetzt zur Rezession dank dieses Schocks? Muss der Ölmarkt noch weiter nach oben gepusht werden in schnellen Bewegungen durch eine mögliche Militärattacke gegen Huthis und den Iran? Denn im ganz großen Bild reichen “mal eben” 6 Dollar Anstieg im Ölpreis wohl noch nicht aus für einen Auslöser? Folgt bei weiteren Anstiegen die Rezession? Aber wie schnell? Durch sprunghaft steigende Ölpreise dürften auch die Benzinpreise spürbar ansteigen. Damit werden Transportkosten für Handwerker, Spediteure etc teurer, und sowieso wird alles teurer! Denn alles hängt letztlich am Öl. Wir haben seit Monaten darauf hingewiesen, dass trotz aller Bemühungen der EZB eben nicht ihre Geldpolitik, sondern fallende und steigende Energiepreise in den letzten Jahren der Grund dafür waren, dass die Inflation ansteigt oder sich abschwächt. Ähnlich stark dürfte der Einfluss auf die Konjunktur sein.

Die schwachen Ölpreise ab 2014 wirkten (so sahen es einige Beobachter wie Dirk Müller) wie eine Steuersenkung und somit Konjunkturspritze für die Industriestaaten, die Öl importieren. Denn dort hatten alle Ölverbraucher mehr Geld in der Tasche, weil sie weniger Geld für Öl ausgeben mussten. Kommt es jetzt genau andersrum? Alles wird teurer, überall sinken die Margen, weil man plötzlich steigende Energiekosten hat? Und man denke mal daran: Die Heizperiode beginnt jetzt. Eigenheimbesitzer, habt ihr denn schon euer Heizöl eingekauft? Frage: Wie stark muss der Ölpreis jetzt noch hochgepusht werden, damit die Realwirtschaft einen Schock erleidet?

6 Kommentare

6 Comments

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    Altbär

    16. September 2019 18:45 at 18:45

    Sind denn höhere Ölpreise nicht positiv? Haben die intelligenten Notenbänker doch endlich die so sehr gewünschte Inflation.Die Machenschaften der Notenbanken werden immer negativer kommentiert.
    Bänker die bis jetzt sehr permabullisch waren,werden plötzlich zu Crash- Propheten.Ich finde es scheinheilig jetzt auf den Bären-Zug aufzusteigen, haben sie doch bis jetzt die wunderbaren Buchgewinne gerne als normal gesehen.Das Gelddruckermärchen wird bald enden, der Ölpreis könnte wirklich der Auslöser sein.

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      Michael

      16. September 2019 19:54 at 19:54

      @Altbär, was EZ-Draghi angeht, interessiert den nur die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie. Da kann die Inflation auch auf 5% steigen, für ihn bleibt es forever bei unter 1%, whatever it takes.

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    Roberto

    16. September 2019 19:52 at 19:52

    Sollte sich die USA doch zu einem Angriff entscheiden, dann werden wir nach einem sehr kurzem Rücksetzer wohl die stärkste Rally ever erleben. Kaufen wenn die Kanonen donnern war bislang immer ein sicheres Zeichen für haussiernde Börsen.

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      leftutti

      16. September 2019 20:58 at 20:58

      Der Roberto-Index (Bull-Bär) steht auf 100%, die Fed-Fund-Futures erodieren. Tweetie twittert nicht mehr, die Mainstream-Medien und Börsen ignorieren den Anschlag. Snowden möchte Asyl in Deutschland.

      Unter der Oberfläche brodelt es gewaltig, 25 neue Eruptionen im Börsen-ATH-Barometer stehen für das Restjahr an.

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    Roberto

    17. September 2019 10:16 at 10:16

    @leftutti, vielen Dank für die Ehre. Das ich jetzt sogar einen eigenen INDEX bekomme hätte ich wahrlich nicht geglaubt. Aber auch mit dem restlichen Bericht von Ihnen stimme ich voll überein.

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Aktien

Tesla: Warum der Battery Day KEIN Game Changer sein wird!

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla

Die Fan-Medien überschlagen sich schon seit geraumer Zeit mit Mutmaßungen, welche grandiosen Neuigkeiten Tesla wohl auf dem schon vor fast einem Jahr angekündigten Battery Day vorstellen wird. Einig sind sie sich darin, dass es die Branche verändernde Neuigkeiten sein werden, die Tesla natürlich wieder einmal für Jahre in Führung bringen werden. So wie alles, was Tesla ankündigt und dann nicht, nicht in der angekündigten Form oder stark verspätet liefert. Hinweise auf einen echten Durchbruch in Sachen Fahrzeugbatterien gibt es keine. Der Game Changer, der Tesla auch endlich dauerhaft profitabel machen könnte, dürfte weiter auf sich warten lassen.

Batterien für Elektroautos sind in vielfacher Hinsicht optimierungsfähig. Sie könnten günstiger, leichter, weniger voluminös, leistungsstärker, haltbarer, umweltfreundlicher oder sicherer werden. Für jede dieser Eigenschaften gibt es eine Batterie-Chemie, die eine Eigenschaft perfektioniert, dafür aber bei anderen Eigenschaften versagt. So sind zum Beispiel die von Mitsubishi in Japan optional angebotenen Toshiba-Zellen auf Lithium-Titanat-Basis extrem haltbar, extrem schnell nachladbar, unempfindlich für sehr tiefe Temperaturen, dafür aber schwer, teuer und hoch voluminös. Ein Tesla Model S mit diesen Zellen wäre zwar in 6min von 0% auf 100% geladen und könnte das ganze schadlos 10.000x durchführen. Doch das Auto könnte nur noch 40kWh statt 100kWh Kapazität bekommen.

Teslas 1-Million-Meilen-Batterie wird mit Nachteilen erkauft

Teslas derzeit genutzte NCA-Zellen sind relativ günstig, haben eine relativ hohe Energiedichte, sind dafür aber nicht sonderlich lange haltbar und zählen auch nicht gerade zu den sichersten Zellen. Die aus tausenden kleinen Zellen aufgebauten Batteriepacks zeigen nach etwa 500 Zyklen das Problem der unterschiedlichen Zellalterung, die dazu führt, dass das Auto stehen bleibt, obwohl es noch zum Teil etliche dutzend oder gar mehr als 100km Reichweite anzeigt.

Schon seit Jahren geht daher das Gerücht der 1-Million-Meilen Batterie durch die Fan-Szene. Korrekter wäre, die Haltbarkeit in Ladezyklen anzugeben. Eine 16kWh-Batterie in einem Mitsubishi Kleinwagen, die 1.500x aufladbar ist und damit 150.000km schafft, ist schließlich besser als eine 80kWh-Tesla-Batterie, die zwar dank ihrer fünffachen Speicherkapazität 180.000km schafft, aber schon nach 500 Ladezyklen Ausfallerscheinungen zeigt. Um mit einem aktuellen Tesla Model S eine Million Meilen (1,6 Millionen Kilometer) fahren zu können, dürften 3.000 bis 4.000 Zyklen notwendig sein.

Eine echte Herausforderung ist das also nicht, gibt es doch schon seit Jahren Lithium-Zellen, die das mühelos schaffen. Wichtig ist, welche anderen Eigenschaften geopfert werden müssen, um diese Haltbarkeit zu erzielen. Das Besondere bei Teslas Ankündigungen ist stets, dass erzielte Erfolge in einem Bereich nie mit Nachteilen in anderen Bereichen einhergehen sollen. So ist anzunehmen, dass uns Tesla erzählen wird, dass sie die leistungsstärksten, haltbarsten, umweltfreundlichsten und natürlich günstigsten Zellen entwickelt haben werden.

Tesla hat weder Erfahrung noch Geld für eigene Zellenfertigung

Obwohl Tesla in der gesamten Unternehmensgeschichte noch keine eigene Batteriezelle herstellte, sondern dabei stets auf Zulieferer zurückgriff, soll nun beim gerade erst wieder coronabedingt verschobenen Battery Day der Durchbruch präsentiert werden. Dank der Übernahme von Maxwell im vergangenen Jahr sollen nun kobaltfreie Batterien mit höherer Energiedichte präsentiert werden können.
Maxwell war ein Unternehmen, das nach Aussagen in der eigenen Bilanz kurz vor der Übernahme vor der Insolvenz stand. Der Aufsichtsrat versuchte nach Teslas Gebot, andere mögliche Aufkäufer zu animieren, ein Gegengebot abzugeben. Von zehn von der Investmentbank Barclays gefragten Unternehmen antworteten 70% erst gar nicht. Die drei anderen sagten ohne tiefergehende Prüfung sehr schnell ab. Sonderlich interessant schien das KnowHow von Maxwell also nicht gewesen zu sein. Weder verdiente Maxwell damit genügend Geld, um nicht der Insolvenz entgegen zu sehen, noch interessierte sich außer Tesla jemand anderes für das Unternehmen.

Es liegt natürlich im Bereich des Möglichen, dass ein Unternehmen ohne Erfahrung in der Batteriezellherstellung mit einer Historie von Übertreibungen bei vorherigen Ankündigungen, das in den vergangenen Quartalen das Budget für Forschung und Entwicklung kürzte, das kein Kapital für eine Zellfertigung hat und das erst vor wenigen Wochen einen neuen Liefervertrag für Batteriezellen mit CATL abschloss, dass dieses Unternehmen aus dem Nichts eine Wunder-Batterie entwickelte. Für deutlich wahrscheinlicher halte ich jedoch, dass Tesla etwas ankündigen wird, das sich nahtlos in die Liste der seit Jahren angekündigten, angeblich revolutionären aber bis heute nicht lieferbaren Produkte einreiht.

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Indizes

DAX holt sich 12.000 Punkte zurück – Werbung

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Lieber Börsianer,

wer hatte das noch im März, als der DAX zeitweise -40 % unter Wasser lag, gedacht? Aber tatsächlich verdichten sich die Anzeichen, dass wir auch im Seuchenjahr 2020 am Aktienmarkt noch richtig Geld verdienen werden.

So nahm der DAX gestern mit Leichtigkeit die viel beachtete Marke von 12.000 Punkten und baut heute seine Gewinne des Vortags weiter aus. Waren es zuletzt noch vorwiegend Wachstumsaktien aus den USA, die in den Depots für spektakuläre Gewinne sorgten, zieht jetzt auch der breite europäische Aktienmarkt mächtig an. Daneben überstieg Öl der Sorte Brent wieder die Marke von 40 US-Dollar. Das zeigt, der Markt wird im Moment von einer großen Welle des Optimismus getragen. Die Marktteilnehmer setzen darauf, dass die Corona-Rezession nächstens Geschichte sein wird.

Dabei halten es die Investoren mit der Bibel und machen die letzten zu den ersten. So profitieren derzeit besonders Autoaktien. VW fährt bereits seit Wochen dem DAX voraus und gestern sprangen auch die Aktien der BMW und Daimler richtig an. Ist dieser neue Auftrieb gerechtfertigt?

Die Autoaktien steigen aus dem Tal der Tränen

Schauen wir uns doch einmal die deutsche Autobranche im Detail an. Sie alle kennen die Diskussionen der vergangenen Jahre. Da war erst der sog. Dieselskandal. Dann versank die Branche in einer anhaltenden Technologiediskussion. Der Verbrenner war für viele Beobachter plötzlich ein Auslaufmodell des vergangenen Jahrhunderts. Alle wollten nur noch Elektromobilität. So sprintete die Tesla-Aktie vorne weg, während die deutschen Autoaktien auf der Standspur standen.

Selbst im autobegeisterten Deutschland wetteten viele Anleger keinen Pfifferling mehr auf die Branche, deren Aktien noch vor einigen Jahren in fast jedem Privatanlegerdepot geführt waren.

Natürlich wissen die Autobosse, dass der Verbrenner nicht unbedingt der Antrieb für das nächste Jahrzehnt ist. Man weiß, dass man reichlich Rückstand auf Tesla aufholen muss. Andererseits ist auch klar, auch in den nächsten Jahren werden wir Autofahren…..

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Gold/Silber

Goldpreis fällt – was ist da los? Achtung, heute noch wichtige Daten

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Gold Barren

Der Goldpreis leidet aktuell unter einer optimistischen Grundstimmung am Kapitalmarkt. Massenunruhen in den USA, Coronakrise, Arbeitslose, alles egal. Die Zukunft wird rosig aussehen, die Aktienkurse steigen, auch die Renditen für Anleihen gehen etwas nach oben. Also, warum noch Gold halten? Diese Grundstimmung kann sich nach neuen Konjunkturdaten schnell wieder drehen, aber aktuell ist die positive Grundstimmung vereinfacht gesagt die Lage. Gestern sprachen wir noch über das Aufwärtspotenzial für Gold. Die Inhalte haben sich nicht geändert. Handelskrieg-Eskalation (möglich, aber aktuell nicht auf der Tagesordnung), schwächerer US-Dollar usw. Derzeit interessiert das nicht. Gold macht eine Pause. Der Goldpreis schaffte es bis gestern Nachmittag noch anzusteigen auf 1.745 Dollar. Aber dann kam der Absturz auf bis zu 1.721 Dollar bis 18:30 Uhr.

Euphorie blockiert Anstieg im Goldpreis

Gestern zum Start des Kassa-Handels für Aktien in New York konnte der Dow 30 gut 180 Punkte zulegen. Das war zudem Zeitpunkt wohl zu viel für die ALGOS (Computerprogramme), die dann womöglich Gold verkauften. Seitdem sieht man Schwäche im Goldpreis. Heute früh ging es weiter bergab von 1.725 auf jetzt 1.718 Dollar. Grund hierfür war ein besser als erwarteter Einkaufsmanagerindex aus China, der für die Dienstleistungen im Mai mit einem Indexstand von 55 vermeldet wurde (44,4 im April). Mit einem Wert von über 50 zeigt der Index an, dass wieder Wachstum vorhanden ist!

Achtung Konjunkturdaten

Gute Konjunkturdaten sind tendenziell eher Gift für Gold. Im Chart sehen wir seit gestern Vormittag den Goldpreis in rot-grün gegen den Dow 30 auf CFD-Basis in blau. Die Stärke anderer Assets (mehr Risikobereitschaft im Rahmen einer anhaltenden Euphorie) hält Gold derzeit zurück. Schlechte Konjunkturdaten und/oder eine technische Korrektur bei Aktien kann Gold wieder Auftrieb verleihen. Heute um 14:15 Uhr könnte es zu so einem Ereignis kommen. Stets zwei Tage vor den offiziellen staatlichen Daten werden die ADP-Arbeitsmarktdaten für den Vormonat in den USA veröffentlicht. Heute ist es soweit. Schlechter als erwartete Daten könnten Aktienhändler schockieren, und den Goldpreis pushen. Oder eben auch nicht, wenn die Daten nicht überraschen. Übrigens: Naeem Aslam von Avatrade erwähnt heute Marktspekulationen, wonach der Goldpreis durch die Decke gehen könnte, falls Donald Trump seine “diktatorischen” Züge entfalten und das Militär gegen Demonstranten und Krawallmacher einsetzen sollte.

Aber wie es bisher auch lief, könnte diese mögliche Aktion von Trump den Markt auch völlig kalt lassen. Also, es bleibt dabei. Gold pausiert. Es gibt aber gute Gründe anzunehmen, dass dies eine Art Lauerstellung ist, und bei gegebenem Anlass im Goldpreis viel möglich ist auf dem Weg nach oben. Ipek Ozkardeskaya von Swissquote ist heute der Meinung, dass das Edelmetall für den Fall eines plötzlichen Umschwungs in der globalen Risikobereitschaft auf der Lauer liege, da einige Anleger der Meinung seien, dass die aktuelle Marktrallye (in Aktien) überbewertet scheint und eine Korrektur eher früher als später bevorstehen dürfte. Wichtig: Nach den ADP-Daten um 14:15 stehen um 16 Uhr deutscher Zeit heute noch ISM-Daten in den USA an, die den Markt ebenfalls bewegen können!

Goldpreis vs Dow seit gestern früh

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