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Märkte

Ölpreis schwächelt – Angst vor mehr Fördermenge – heute wichtiger Tag

Claudio Kummerfeld

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am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis stieg gestern früh im Hoch bis auf 49,82 Dollar (WTI-Öl). Seitdem ging es runter auf aktuell 47,58 Dollar. Hauptgrund dafür ist die Angst, dass die OPEC und ihre Partner aktuell beschließen könnten, die Fördermenge für Öl für den Monat Februar um 500.000 Barrels pro Tag zu erhöhen.

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Dazu ein kurzer Rückblick auf den 3. Dezember 2020. Da hatte man bei der OPEC zusammen mit den externen Partnern (Gesamtgruppe wird als OPEC+ bezeichnet) folgendes beschlossen: Ab Januar 2021 werden die bisherigen Mengenkürzungen von insgesamt 7,7 Millionen Barrels pro Tag um 500.000 Barrels pro Tag auf 7,2 Mio reduziert. Es fließen also ab Januar offiziell 500.000 Barrels pro Tag mehr auf den Weltmarkt – eigentlich ist das eine Belastung für den Ölpreis. Ab Januar sollen von der OPEC+ monatliche Treffen abgehalten werden, um die aktuelle Marktlage und eventuell weitere Anpassungen der Fördermenge zu prüfen. Bei diesen Treffen können weitere Reduzierungen der Kürzungen (also Produktionsausweitungen) um jeweils bis zu 500.000 Barrels pro Tag je Monat vorgenommen werden.

Ölpreis schwächelt in Erwartung heutiger Entscheidung

Und genau dieses monatliche Treffen startete gestern und wird heute fortgesetzt. Gestern konnte keine Einigung über eine Fördermengenanpassung für Februar erzielt werden. Laut der Expertin Amena Bakr sei derzeit eine Mehrheit (inklusive Saudi-Arabien) dafür, die Fördermenge aus Januar auch im Februar aufrechtzuerhalten. Aber Russland und Kasachstan seien dafür die Fördermenge für Öl im Februar um 500.000 Barrels pro Tag zu erhöhen. Heute um 15:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird das Online-Meeting von OPEC und externen Partnern fortgesetzt. Ausgang offen!

Eines ist klar: Es lastet Druck auf dem Ölpreis. Gibt es eine teilweise Ausweitung der Öl-Fördermenge, oder kann sich Russland durchsetzen mit +500.000 Barrels pro Tag, dann bedeutet dieses weiter steigende Angebot eine starke Ausweitung des Drucks. Der Ölpreis könnte weiter fallen. Das heutige Meeting kann sich wie so oft in den letzten Jahren bei der OPEC in die Länge ziehen, und Ergebnisse erst heute Abend vorliegen. Auch den Ölpreis beeinflussen können dann vielleicht gleichzeitig heute Abend um 22:30 Uhr die privat ermittelten API-Lagerbestände für Öl in den USA, und morgen Nachmittag die staatlichen Lagerdaten aus den USA.

Chart zeigt Kursverlauf im Ölpreis in den letzten drei Monaten
Verlauf im WTI-Ölpreis in den letzten drei Monaten.

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,4 Mio Barrels (jetzt 486,6 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 486,6 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,4 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -1,1 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,3 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +2,8 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-0,3 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -7 Cents bei 52,43 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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