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Märkte

Ölpreis sofort runter: Trumps Anweisung an die OPEC

Claudio Kummerfeld

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Es ist nachvollziehbar. Donald Trump wünscht sich einen niedrigeren Ölpreis, damit der Benzinpreis an amerikanischen Tankstellen sinkt – das würde Trumps Kern-Wählerschaft natürlich freuen. Dabei vergisst Trump aber wohl, dass die Öl-Industrie sowie alle nachgelagerten Zuliefer-Branchen in den USA ihm in den letzten Monaten mit vielen neuen Arbeitsplätzen geholfen hat. Steigende Ölpreise bedeuten nämlich, dass die Fracking-Indutrie in den USA rentabler arbeitet, und dass mehr und mehr neue Bohrlöcher hochgefahren werden können.

Aber diese Tatsache ist wohl jetzt aktuell nicht wichtig, wo Trump doch im Moment durchs Land tingelt und republikanische Kandidaten für die Zwischenwahlen im Kongress zu unterstützen. Hier geht es darum ganz direkt und handfest Erfolge für den Bürger zu präsentieren. Und so sendet Trump nun öffentlichkeitswirksam einen Tweet aus gerichtet an die Golfstaaten, die sich in der OPEC versammelt haben (Saudi-Arabien, VAE, Kuwait etc).

Die USA würden diese Staaten militärisch beschützen (das stimmt ja auch). Würden die USA diese Unterstützung beenden, wären diese Staaten nicht mehr lange militärisch abgesichert (das stimmt wohl auch). Die Golfstaaten würden laut Trump derzeit alles dafür tun um den Ölpreis weiter nach oben zu treiben (FMW: Na ja, wirklich???). Die OPEC solle sofort für sinkende Preise sorgen, so quasi die Anweisung Trumps im Tweet.

Das hat vor ein paar Monaten schon einmal nicht gewirkt. Und auch dieses Mal kann man stark davon ausgehen, dass die Wirkung dieses Tweets verpufft. Die Saudis werden wissen, dass Trump derzeit im Grantler-Wahlkampf-Modus steckt, und dass die Gemütslage in ein paar Wochen schon wieder ganz anders aussieht. Und lustig ist auch: Als ob die OPEC auf einen Knopf drückt, und der Ölpreis fällt mal eben… na gut, man könnte verkünden die Fördermenge drastisch zu erhöhen – das käme dem Knopf schon ziemlich gleich!

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Und was ist nun passiert nach Trumps „Anweisung“ an die OPEC? Zum Zeitpunkt seines Tweets lag WTI-Öl bei 71,30 Dollar. Danach ging es kurz 40 Cents bergab, dann wieder bergauf, und dann wieder bergab auf bis zu 70 Dollar im Tief. Also hat sich der Markt kurzfristig etwas beeindrucken lassen. Aktuell liegen wir aber wieder bei 70,80 Dollar, womit der Preisrutsch wieder fast aufgeholt ist. Der Aufwärtstrend der letzten Tage scheint zumindest im Moment weiter zu laufen.

Der WTI-Ölpreis seit dem 10. September
Der WTI-Ölpreis seit dem 10. September.

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Im langfristigen Chartbild befindet sich der Goldpreis weiterhin im Aufwärtstrend. Die wichtigsten Unterstützungen liegen zwischen 1.670 bis 1.800 USD. Denn solange sich der Goldpreis über diesem Niveau aufhält, können wir weiterhin von einem langfristig starken Markt sprechen. Erst bei Kursen unter diesem Auffangniveau trübt sich meine bislang bullische Stimmung ein. Denn je tiefer der Goldpreis fällt, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Trendfortsetzung mit neuen Höchstständen.

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Entsprechend gilt es jetzt auf Zeichen einer Bodenbildung zu achten. Für eine langfristige Positionierung ist ein gestaffelter Einstieg im aktuell angelaufenen Unterstützungsniveau sehr interessant.

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Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

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