Folgen Sie uns

Märkte

Ölpreis zeigt Stärke trotz Gegenargumenten – die aktuelle Lage

Avatar

Veröffentlicht

am

Der Ölpreis zeigt sich aktuell robust, und das trotz Gegenargumenten! War noch vor mehreren Tagen die Angst vor einer zweiten Corona-Welle groß, so steigt WTI-Öl seit Montag wieder an, von 34,36 Dollar auf bis zu 39,02 Dollar gestern Abend. Heute hält sich der Ölpreis mit Kursen um die 38 Dollar immer noch auf erhöhtem Niveau. Der Chart reicht zehn Tage zurück. Man erkennt, dass der kleine Aufwärtstrend seit Montag intakt ist.

Ölpreis im Fegefeuer der Nachrichten

Jüngst halfen die Nachrichten der Fed (man kauft Unternehmensanleihen) und die Stimulus-Hoffnungen auf ein neues Konjunkturpaket der Trump-Regierung. Aktien und Ölpreis stiegen. Dann kamen gestern besser als erwartete US-Einzelhandelsdaten, und schlechter als erwartete US-Industriedaten. Die Kurse sprangen hin und her. Und dann gestern um 16:30 Uhr kamen Daten zu mehr Corona-Infektionen in Florida, was Aktien und Ölpreis plötzlich fallen ließ. Aber letztlich konnte sich am Markt wohl die Meinung durchsetzen, dass die Einzelhandelsdaten wichtiger waren als die negativen Aspekte.

Unterm Strich konnte sich der Ölpreis gestern im Verlauf des Handelstags gut halten. Dann um 22:30 Uhr deutscher Zeit wurden in den USA die API-Daten für die Öl-Lagerbestände veröffentlicht. Sie steigen im Wochenvergleich um 3,8 Millionen Barrels, bei einer Erwartung von rückläufigen Lagern. Dies brachte den Ölpreis gleich runter von 38,10 auf 37,70 Dollar. Aber über Nacht konnte sich der Markt trotzdem halten.

Achtung heute 16:30 Uhr

Heute um 16:30 Uhr werden die staatlich ermittelten Öl-Lagerbestände für die USA veröffentlicht. Sie könnten wieder für deutliche Bewegung im Ölpreis sorgen. Momentan macht es aber den Eindruck, dass der Markt eine gewisse eigene Stärke aufweist. Dies konnte man ja gestern trotz mehrerer negativer Nachrichten beobachten. Morgen steht die Tagung eines Gremiums der OPEC an, um bei den Mengenkürzungen zu überprüfen, ob die Teilnehmer sich auch an ihre Zusagen halten. Dies könnte die Kurse bewegen, oder es könnte auch ein totaler Non-Event werden.

Chart zeigt Ölpreis im Verlauf der letzten zehn Tage

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Übelkeit

    17. Juni 2020 13:28 at 13:28

    Stärke ist relativ bei gleichzeitig starker Kürzung der Fördermenge.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Gold: Wie hoch klettert das Edelmetall? Marktgeflüster (Video)

Avatar

Veröffentlicht

am

Das Highlight des Tages ist der Anstieg von Gold über die Marke von 1300 Dollar! Wie weit wird der Preis noch steigen, nachdem deutlich mehr Geld als im Gefolge der Finanzkrise in ETFs geflossen sind, die Gold basiert sind? Ein entscheidender Punkt ist die Bilanz der Notenbanken – und bei der wichtigsten Notenbank der Welt – also der Fed – ist die Bilanzsumme derzeit leicht rückläufig, während die Bilanzsumme der EZB ein neues Allzeithoch erreicht. Je mehr digitales Geld die Notenbanken drucken, umso besser für den Preis von Gold. Im kurzen Zeitfenster dürfte noch Luft sein bis zur Marke von 1850 Dollar. Die Aktienmärkte heute volatil – zwischen Hoffnung auf eine Erholung der Konjunktur und den nach wie vor extrem hohen Corona-Zahlen in den USA..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Aktien

Stefan Riße zum Commerzbank-Desaster – warum die IT entscheidend ist

Avatar

Veröffentlicht

am

Commerzbank Tower in Frankfurt

Sie erinnern sich noch? Im April letzten Jahres scheiterte die Fusion zwischen Deutsche Bank und Commerzbank, letztlich am Management der Deutschbanker. Gott sei Dank, möchte man sagen? Denn ja, in der Bankenszene ist es kein Geheimnis, wie komplex und veraltet die IT-Systeme von Banken und Sparkassen heute oft noch sind. Und auch von den beiden größten deutschen Banken gibt es in der Szene Gruselgeschichten, wie es in Sachen IT zugeht. Alleine die Größe der Institute und der Umfang der Geschäfte lässt erahnen, wie komplett die IT-Strukturen sind. Gerade erst hatte die Deutsche Bank die Postbank ablauftechnisch integriert.

Man stelle sich nun vor, die Deutsche Bank hätte als Seniorpartner nun auch noch die IT-Systeme der Commerzbank aufsaugen müssen, oder noch schlimmer: Es wäre zu einer Art Kombination beider IT-Systeme gekommen, oder es hätte einen kompletten Neubau gegeben? Milliarden-Investitionen und diverse Probleme auf Jahre hinaus wären programmiert gewesen. Aber Gott sei Dank, die Fusion scheiterte. Die Commerzbank kämpft nun weiter alleine. Und geht man nach dem Aktienkurs, der brutal im Keller hängt, kämpft sie ziemlich erfolglos. Deswegen muss aktuell auch der farblose CoBa-Chef Martin Zielke seinen Hut nehmen.

Im folgenden Video besprechen Manuel Koch und Stefan Riße das Thema Commerzbank als Schwerpunkt rund um die Bankenbranche. Das Thema IT sei entscheidend. Bei der Commerzbank wäre es laut Stefan Riße vielleicht sogar sinnvoller gewesen, die nun integrierte comdirect nicht einzubauen, sondern eher die ganze Commerzbank um die comdirect herum umzubauen. Denn laut Riße sei die comdirect im Commerzbank-Konzern derzeit die einzig gesunde Komponente. Die Ausführungen zu dem Thema sind recht interessant. Aber auch die weiteren Ausführungen zur Bankenbranche sind beachtenswert. Es ist laut Stefan Riße unklar, ob Deutsche Bank und Commerzbank überhaupt in der Lage sind ein neues profitables Geschäftsmodell zu finden. Von daher sieht er deren Aktien kritisch.

weiterlesen

Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +5,7 Mio Barrels (jetzt 539,2 Mio)

Avatar

Veröffentlicht

am

Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 539,2 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 5,7 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -3 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -4,8 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen unverändert.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-3,7 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -20 Cents auf 40,41 Dollar. Wow, nur so ein kleiner Rückfall im Ölpreis, bei so einem kräftigen Anstieg der Lager, der sogar noch deutlich höher war als von API vermeldet? Kommt da noch was mit fallenden Ölpreisen in den nächsten Stunden?


source: tradingeconomics.com

weiterlesen

Meist gelesen 7 Tage