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Märkte

Ölpreis steigt – aktuell sind das die positiven Faktoren!

Claudio Kummerfeld

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Öl Bohrstelle Beispielfoto

Der Ölpreis kann nach einem wochenlangen brutalen Rückgang (mehr als 15 Dollar Verlust in 30 Tagen) nun etwas durchatmen. Vom Tief Dienstag Abend bei 49,30 Dollar im WTI-Öl ist der Markt jetzt am Ansteigen. Aktuell notiert der Ölpreis bei 51,80 Dollar. Für diese Mini-Euphorie gibt es auch Gründe. Wochenlang überschattete das Coronavirus und die damit einhergehende Einpreisung der Nachfrageschwäche nach Öl den Markt. Und warum jetzt dieser Anstieg? Ist der Ölpreis einfach zu stark gefallen, und es gibt eine technische Korrektur? Das mag sein. Aber nun zu den konkreten Gründen, warum es auch heute weiter aufwärts gehen könnte (nicht muss).

Ölpreis steigt dank OPEC-Hoffnung

Gestern berichteten wir bereits über das zweitägige Sondertreffen eines Sondergremiums der OPEC. Man wollte eigentlich gestern eine Empfehlung abgeben, die vermutlich dazu führen sollte, dass die OPEC ihre Fördermenge noch weiter kürzt, um dem Nachfragerückgang für Öl etwas entgegenzustellen – damit der Ölpreis wieder steigen kann (Angebotsverknappung). So, und gestern verstrich der zweite Tag. Aktuelle Meldungen zeigen, dass dieses Gremium seine Tagung verlängert hat, und just in diesen Minuten an Tag 3 heute früh erneut zusammentreten wird. Gibt es in den nächsten Stunden eine Empfehlung für eine weitere Mengenkürzung, die den Ölpreis hoch pushen wird? Man sollte die nächsten Stunden die Nachrichtenlage genau im Auge behalten!

Lagerbestände und China-Zollsenkungen

Und das wären noch die Lagerbestände für Rohöl in den USA, die gestern Nachmittag die zweite Woche in Folge mit einem Aufbau der Lager von mehr als 3 Millionen Barrels vermeldet wurden. Was eigentlich eher für einen fallenden Ölpreis sprechen würde (zu viel Angebot oder zu wenig Nachfrage), dürfte in diesem speziellen Fall womöglich den Druck auf die OPEC erhöhen. Zwei Wochen in Folge spürbar steigende Lagerbestände in den USA – das sollte als harter Fakt zeigen, dass die Lager voller werden, weil dank Nachfrageschwäche aus China erstmal Öl in den Lagern verschwinden muss. Also runter mit der OPEC-Fördermenge?

Und da wären noch die chinesischen Zollsenkungen für US-Importe, die heute früh verkündet wurden (hier dazu nähere Erläuterungen). Diese Maßnahme hat heute die Aktienkurse in Asien gut steigen lassen, und sorgt für eine allgemein bessere Stimmung am Markt in Sachen „möglicher Konjunktur-Push“. Aber entscheidend bleibt heute, was bei der OPEC rauskommt. Wird in den nächsten Stunden für die Mitglieder eine außerplanmäßige Kürzung empfohlen? Der folgende Chart zeigt den Verlauf im WTI-Ölpreis seit letztem Freitag. Das ist noch keine echte Erholung, sondern bisher nur ein kleines Aufflackern nach oben. Man sollte also vor einer Veröffentlichung der OPEC noch nicht zu sehr in Euphorie verfallen.

Verlauf im WTI Ölpreis seit letztem Freitag

Der folgende Chart zeigt den Verlauf im WTI-Ölpreis seit Anfang Januar.

WTI Ölpreis Verlauf seit Anfang Januar

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Aktien

Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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Aktien

So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Aktien

Delivery Hero und BASF mit aktuellen Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Delivery Hero Logo

Delivery Hero hat heute früh Quartalszahlen gemeldet. Der Umsatz liegt bei 776,4 Millionen Euro (Vorjahresquartal 390,6) Ein Plus von 99 Prozent in einem Jahr! Verständlich, wenn sich global dank Corona deutlich mehr Menschen Essen liefern lassen. Für das Gesamtjahr hat man jetzt die Umsatzerwartung leicht erhöht von bislang 2,6-2,8 auf 2,7-2,8 Milliarden Euro.

Zu Gewinn oder Verlust sagt man gar nichts. Man erwähnt nur, dass man für das Gesamtjahr unverändert mit einer negativen EBITDA-Marge von -14 Prozent bis – 18 Prozent rechne.

Die Zahl der Kundenaufträge stieg binnen 12 Monaten um 99,5 Prozent auf 361,7 Prozent.

Aus den heutigen Aussagen geht klar hervor, dass Delivery Hero sich derzeit voll konzentriert auf Mengenwachstum, vor allem durch weitere Akquisitionen im Ausland.

Die Aktie notiert heute mit 4 Prozent im Plus.

BASF

Auch BASF meldet aktuell seine Quartalszahlen. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 13,81 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 14,56).

Nach Steuern wird ein Verlust von 2,12 Milliarden Euro gemeldet (Vorjahresquartal +911 Millionen Euro). Das aktuelle Minus liegt an Wertberichtigungen und Restrukturierungskosten.

Die Aktie notiert mit -4 Prozent, was auch am heutigen Gesamtmarkt liegen dürfte.

Die seit Anfang Oktober bekannten Jahresziele hat BASF heute bekräftigt. Man erwartet einen Umsatz von 57-58 Milliarden Euro (Vorjahr 59,3), und ein EBIT vor Sondereinflüssen von 3-3,3 Milliarden Euro (Vorjahr 4,6).

BASF Quartalszahlen im Detail

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