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Ölpreis steigt deutlich – Trump mit Russland-Sanktionen? Obacht

Der Ölpreis ist deutlich im Aufwind. Trump hat für heute ein "Major Statement" zu Russland angekündigt. Gibt es drakonische Sanktionen?

Ölfässer
Grafik: subsri13-Freepik.com

Der amerikanische WTI-Ölpreis ist von Freitag Nachmittag bis heute Mittag von 67 Dollar auf 69,47 Dollar angestiegen (im Chart Entwicklung der letzten fünf Wochen). Eigentlich eine komische Bewegung? Denn vor einer Woche hatte die OPEC+ den Ölmarkt geschockt mit einer Fördermengenausweitung, die noch größer ausfällt als erwartet.

Chart zeigt Ölpreis-Verlauf der letzten fünf Wochen

Ölpreis unbeeindruckt durch OPEC-Ölflut

548.000 Barrel Öl pro Tag werden mehrere Länder des Kartells zusätzlich fördern ab August. Dieser Anstieg kommt noch hinzu zu 3 x 411.000 Barrel pro Tag Erhöhung in den drei Monaten zuvor. Dass dem globalen Ölmarkt ein Überschuss an Öl droht, scheint die Anleger nicht zu schocken. Die letzten Tage schienen Analysten eher davon auszugehen, dass der Ölmarkt so viel Zusatzmengen Öl absorbieren kann – entsprechend sah man im Ölpreis keinen Einbruch.

Trump heute mit Verkündung zu Russland

Und jetzt „kommt es noch besser“. Der Ölpreis ist sogar im Anstieg. Dies ist zwei aktuellen Faktoren geschuldet. Zum einen zeigen heutige Daten aus China mehr Ölimporte, was Optimismus aufkommen lässt über die Verfassung der chinesischen Wirtschaft. Aktuell aber dominiert folgender Faktor den Ölpreis: Man erwartet im Verlauf des heutigen Tages eine Verlautbarung von Donald Trump. Putin will einfach keinen Frieden in der Ukraine? Also könnten drakonische US-Sanktionen gegen Russland verkündet werden. Berichte sprechen von einem anstehenden „Major Statement on Russia“.

Bei diesem Szenario sagen sich Ölhändler offenbar: Die Sanktionen von Trump können derart eindeutig ausfallen, dass deutlich weniger Öl aus Russland auf den Weltmarkt gelangt. Trotz Öl-Schwemme durch die OPEC-Länder droht dann vielleicht eine Verknappung auf der Angebotsseite. Der Ölpreis spiegelt dieses Szenario aktuell wider. Verknappung treibt Preise nach oben. Und da Börsianer immer die Zukunft handeln (erst recht am Terminmarkt), sehen wir aktuell steigende Preise.

Heute Nachmittag oder heute Abend sind wir schlauer, was sich die Trump-Administration hat einfallen lassen. Der Ölpreis dürfte dann womöglich schnell darstellen, ob Trumps Russland-Sanktionen wirklich Verknappung bei Öl bewirken könnten, oder ob man es eher als Luftnummer ansieht.



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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3 Kommentare

  1. Der 47. US-Präsident Donald John Trump erwägt Sanktionen gegen Verbündete des OPEC+-Mitgliedslandes Russische Föderation, wozu ja beispielsweise das G20-Mitgliedsland Volksrepublik China gehört. Diese würden sich sicherlich auf den Ölpreis auswirken.

    1. Und hierbei gilt es dann auch zu recherchieren, ob China als BRICS-Staat die genannten Sanktionen eventuell umgehen kann.

    2. Der 47. US-Präsident Donald John Trump erwägt auch Sanktionen gegen das OPEC+-Mitgliedsland Russische Föderation selbst, so seine Sprecherin Karoline Leavitt./Quelle: n-tv-Teletext. Russland ist ein BRICS-Staat.

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