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Ölpreis steigt deutlich – Kälte in Texas hilft der Rallye

Eine Öl-Bohrstation

Letzten Donnerstag besprachen wir die Hausse am Ölmarkt. Der Ölpreis steigt immer weiter, und die Risiken werden ignoriert. Es geht um das Risiko, dass Saudi-Arabien nach seiner freiwilligen Fördermengenkürzung von 1 Million Barrels pro Tag im Februar und März, dann ab April diese Kürzung nicht mehr fortsetzen wird. Damit würden ab dann ab April womöglich wieder 1 Million Barrels pro Tag mehr auf den Markt kommen.

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Aber derzeit kennt die Euphorie kein Halten bei Öl. Es geht abseits von der OPEC und den Fördermengen vor allem um die Impf-Euphorie. Der Impfstoff von BionTech/Pfizer scheint schon nach Verabreichung der ersten Impfung gute Resultate zu zeigen. Je schneller die Volkswirtschaften aus dem Corona-Horror rauskommen, desto eher beginnt das „normale“ wirtschaftliche Leben. Daraus darf man mehr Öl-Nachfrage schließen, was gut für den Ölpreis wäre.

Man muss aber auch bedenken (wir wiederholen unsere Aussagen aus letzter Woche): Der Ölpreis notiert mit aktuell 62,50 Dollar (WTI-Öl) schon deutlich höher als kurz vor dem Ausbruch der Coronakrise. Da lag das Preisniveau nämlich bei 53 Dollar. Aber gut – ist man optimistisch, glaubt man an viele Nachholeffekte, und da wird erstmal mehr Öl benötigt?

Knappheit in Texas hilft Ölpreis

Seit gestern Mittag bis heute früh kann der Ölpreis um mehr als 2 Dollar zulegen. Hier darf man laut Berichten aus den USA als Grund die tagelangen Wintereinbrüche in Texas heranführen. Dort war man auf so einen Temperatursturz, Schneechaos und den tagelangen Ausfall der Stromversorgung überhaupt nicht vorbereitet. Schätzungen zufolge sind deswegen 2-4 Millionen Barrels an Öl-Förderung pro Tag in der Region ausgefallen. Und offenbar dauert es nun länger als zunächst gedacht, um diese Förderung wieder hochzufahren.

Folglich gibt es erstmal eine Angebotsknappheit, und die Öl-Lager in den USA könnten deutlich leerer werden. Dieses Szenario pusht den Ölpreis derzeit weiter nach oben. Aber wie gesagt: Der Markt hat schon gut Strecke gemacht. Die Fallhöhe bei einem Rückschlag ist hoch. Zusammen mit vielen Industriemetallen ist derzeit eine richtige Rallye in Gange. Der Haupttreiber bleibt die Impf-Hoffnung, welche dank Konjunkturerholung die Nachfrage nach Rohstoffen aller Art befeuert. Alleine seit Anfang Februar hat der Ölpreis exakt 10 Dollar zulegen können. Ist das nicht langsam zu viel des Guten? Skepsis ist angebracht, auch wenn niemand sagen kann, an welchem Punkt so eine Rallye endet.

Schwacher US-Dollar

Und Achtung, da wäre ja auch noch der US-Dollar. Er fällt seit Mitte letzter Woche immer weiter. Der Dollar-Index fällt seitdem von über 91 auf jetzt exakt 89,98 Indexpunkte. Je schwächer der Dollar, desto besser für alles was in Dollar gehandelt wird, so auch der Ölpreis.

Chart zeigt Kursverlauf im Ölpreis seit Dezember 2019



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