Märkte

Ölpreis steigt deutlich – Handelskrieg bringt Trader um den Verstand?

Ölpumpe Beispielbild

Der Ölpreis fällt, und steigt, und fällt, und steigt dann kräftig, und wieder zurück, wieder nach vorne, rauf und runter. Da kann man ja wahnsinnig werden? Die letzten Tage waren ein Paradebeispiel dafür, wie die Nachrichtenlage rund um den Handelskrieg zwischen den USA und China Aktienkurse und vor allem auch den Ölpreis ständig hin und her schüttelt. Seit Freitag ist der Preis kräftig gestiegen. Kann man der aktuellen Euphorie diesmal wirklich trauen? Ja, wirklich?

Steigender Ölpreis und das News-Chaos im Handelskrieg

Der WTI-Ölpreis war im Verlauf der letzten Woche gefallen nach negativen Aussagen aus China. Man glaube nicht, dass ein verlässlicher Deal mit dem wankelmütigen Donald Trump möglich sei. Diese News und dazu noch deutlich steigende Lagerbestände für Rohöl in den USA (+5,7 Millionen Barrels) ließen den Ölpreis Mittwoch und Donnerstag fallen auf einen Tiefpunkt von 53,70 Dollar am Donnerstag Nachmittag. Dann gab es eine gewisse Konsolidierung. Und ab Freitag Mittag kannte der Ölpreis ab einem Niveau von 54,30 Dollar kein Halten mehr. Bis jetzt ist es ein Anstieg auf aktuell 56,75 Dollar im WTI-Öl. Was ist passiert?

Nun, am Freitag gab es besser als erwartete Arbeitsmarktdaten aus den USA, und gute Konjunkturdaten aus China. Auch gibt es seit Freitag mehrere positive Aussagen zum Handelskrieg. Es geht um mögliche Fortschritte in der sogenannten „Phase 1“ zu einem Trade-Deal. Nach Berichten könne noch diesen Monat ein Vertrag unterzeichnet werden. US-Handelsminister Wilbur Ross weilt derzeit in Bangkok zu Gesprächen. Er sagte jüngst auch, dass es bald eine Unterschrift für diese erste Phase des Deals geben könne. Und so weiter, und so weiter, und so weiter. Jetzt sieht die Lage rosig aus, letzte Woche sah es aber noch düster aus. Und nächste Woche?

Vorsicht bleibt geboten!

Es ist weiterhin eine wacklige Nummer. Man kann nicht behaupten, dass dieser gestiegene Kurs kurz vor 57 Dollar im WTI-Ölpreis ein gefestigtes Niveau ist. Und morgen kommen aus den USA ISM-Daten sowie die API-Lagerbestände für Rohöl. Mittwoch kommen aus den USA die staatlichen Lagerbestände für Rohöl, und Freitag die Daten der Uni Michigan. Und bei den Lagerbeständen vergesse man nicht, dass es einen wochenlangen Trend zu steigenden Lagern gibt, mit einer kleinen Unterbrechung vorletzte Woche. Oben drauf noch gibt es diese Woche Konjunkturdaten aus Deutschland und China. Und man vergesse bitte nie den größten Unsicherheitsfaktor. Donald Trump kann jederzeit die ganze schöne Euphorie per Twitter wieder zerstören.

WTI-Ölpreis seit Anfang August
WTI-Ölpreis seit Anfang August.



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

1 Kommentar

  1. Kurze Vermutung dazu:

    Der Preis für das Öl scheint laut Meinung der Saudis für die nächste Zeit nicht mehr
    relevant steigen zu wollen.Wohl eher stärker nach unten…..

    Daher: Schnell mit aramco an die Börse / schnell noch Kasse machen

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage