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Ölpreis steigt trotz starkem Dollar kräftig an – Ukraine-Angst!

Öl-Bohrturm im Meer

Der Ölpreis (WTI) fiel gestern Abend von 87,40 Dollar auf bis zu 86,30 Dollar nach der Verkündung der Fed zur anstehenden Zinswende. Bis jetzt hat sich Öl aber wieder gefangen und steigt auf aktuell 87,61 Dollar. Damit zeigt der Ölmarkt Stärke! Denn eigentlich sprächen zwei Faktoren eher für einen fallenden Ölpreis.

Ölpreis steigt trotz kräftig steigendem US-Dollar und höheren Lagerbeständen

Bei Erwartung eines Rückgangs stiegen die US-Lagerbestände für Rohöl gestern im Wochenvergleich um 2,4 Millionen Barrels an. Und der US-Dollar steigt seit der gestrigen Verkündung der Fed über anstehende Zinsanhebungen deutlich an. Der Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere wichtige Währungen) steigt seit gestern Abend von 96,04 auf 96,80 Indexpunkte. Beide Aspekte würden eigentlich für einen fallenden Ölpreis sprechen. Dass er dennoch spürbar ansteigt, zeigt die aktuelle Stärke der Aufwärtsbewegung. Der folgende TradingView Chart zeigt seit dem 28. Dezember als blaue Linie den steigenden WTI-Ölpreis. Dem gegenüber sehen wir als orange Linie den Dollar-Index. Er steigt seit dem 14. Januar auch an, was wie gesagt eigentlich gegen einen festen Ölpreis spräche.

Warum Öl dennoch so gut ansteigt

Aber warum ist Öl derzeit so stark gefragt am Terminmarkt? Die Angst treibt wohl die Kurse, um es so einfach auszudrücken. Es ist die weiter steigende Angst vor einer Eskalation der Ukraine-Krise, vor einem russischen Einmarsch. Dass Öl und Gas aus Russland dann als Gegen-Sanktionswaffe in Richtung Europa und USA eingesetzt werden könnten, sorgt für einen weiter steigenden Ölpreis. Denn am Weltmarkt droht dann eie Verknappung von Rohöl. Laut Ole Hansen von der Saxo Bank ist wichtig zu beachten, dass neben einer Verknappung von Öl-Vorräten am wichtigen US-Knotenpunkt Cushing auch die anhaltenden Sorgen über die Ukraine dafür gesorgt haben, dass die gestrige Korrektur im Ölpreis nach der FOMC-Sitzung relativ gering ausfiel. Die Experten der Commerzbank betonen heute, dass die falkenhafte Fed am Ölmarkt für leichten Abgabedruck sorgte. Ein stärkerer Preisrückgang sei aber durch die Ukraine-Krise verhindert. Denn es bestehe weiterhin die Sorge, dass es im Falle einer militärischen Eskalation zu einer Beeinträchtigung der russischen Öl- und Gaslieferungen kommen könnte.

Chart zeigt Ölpreis im Vergleich zum US-Dollar TradingView Chart vergleicht WTI-Ölpreis (blau) gegen den US-Dollar-Index (orange) seit dem 28. Dezember.



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