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Märkte

Ölpreis steigt kräftig – Trump und Markttechnik pushen!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Beispielbild einer Öl-Pumpe

Der Ölpreis hatte vorgestern seinen Tiefpunkt erreicht. WTI-Öl lag bei 20,07 Dollar. Was für ein Crash von 33 Dollar letzten Freitag und 41 Dollar vor dem Start des Öl-Kriegs, den die Saudis am 9. März auslösten. Von also ziemlich genau 20 Dollar am Mittwoch ist der Ölpreis bis jetzt auf 27,56 Dollar gestiegen! Was für ein kräftiger Anstieg! Im Chart sehen wir den WTI-Ölpreis seit dem 14. Februar. In diesem großen Bild ist diese aktuell starke Erholung nur eine kleine Bewegung.

Trump und Markttechnik pushen den Ölpreis

Zuerst wäre da die Markttechnik zu nennen als Grund, warum der Ölpreis seit gestern so kräftig ansteigt. Keine große Charttechnik, sondern einfach nur ein völlig überverkaufter Markt! So schnell so stark gefallen – dass hier irgendwann mal ein Pullback nach oben kommen musste, war klar. Nur wann genau, dass kann vorher natürlich nie jemand sagen. Trader decken Gewinne aus Shorts ein – durch ihre Käufe wird der Ölpreis nach oben gepusht. Und dann kam gestern noch Donald Trump, der dem steigenden Ölpreis einen kräftigen Zusatz-Push gab. Lange Zeit hatte er die OPEC aufgefordert mehr Öl zu fördern, damit die Benzinpreise in den USA fallen können (für seine Wähler). Aber das war lange vor diesem Preiskrieg der Saudis. Jetzt drohen hunderttausende Amerikaner ihre gut bezahlten Jobs bei Fracking-Unternehmen zu verlieren, weil die bei diesem niedrigen Ölpreis Verluste schreiben. Und das mitten in der Coronavirus-Krise!

Daher war von Donald Trump nun zu vernehmen, dass die USA intervenieren könnten im Öl-Krieg der Saudis. Die USA hätten eine Menge Macht über die Situation und würden versuchen eine Art Mittelweg zu finden. Die Saudis seien in einem Kampf um den Ölpreis, sie seien in einem Kampf um die Produktion. Und zu gegebener Zeit werde er sich einmischen, so Trump. Wir haben da eine Idee, was damit gemeint sein könnte. Gestern berichteten wir vom Vorschlag eines US-Abgeordneten, eher eine Aufforderung an Donald Trump, Öl-Importe von Russland und OPEC-Staaten in die USA zu blockieren, damit am US-Markt das heimische Fracking-Öl konsumiert wird. Kann und will Donald Trump diese Strategie fahren?

Wie geht es weiter?

Donald Trump könnte natürlich die vorhin erwähnte Maßnahme ergreifen. Oder könnte er den Saudis den militärischen Schutz und Waffenlieferungen komplett entziehen, als Druckmittel damit sie ihre Öl-Flut stoppen? Das könnte den Ölpreis weiter pushen. Alles ist denkbar! Aber man vergesse abseits dessen nicht die simple Markttechnik. Jetzt gibt es diesen massiven Pullback im Ölpreis nach oben. Dies könnte auch nur eine Verschnaufpause auf dem Weg nach unten sein, weil der Markt halt eben vorher wochenlang extrem stark gefallen war. Also Achtung vor blindem Optimismus bei diesem jüngst stark steigenden Ölpreis! Aber zeichnet sich ganz aktuell ein Silberstreif am Horizont ab? Ist Russland zu Gesprächen mit den Saudis bereit um den Öl-Krieg zu beenden?

WTI Ölpreis seit dem 14. Februar

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Indizes

Rüdiger Born: Fallender Dow Jones – aktuelle Tradingchancen?

Rüdiger Born

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Neben dem Dax schaue ich mir im folgenden Video vor allem ganz genau die aktuelle Entwicklung im Dow Jones an. Es geht gen Süden. Ist noch mehr Abwärtspotenzial vorhanden? Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Gold/Silber

Silber: Korrektur geht weiter – das sind noch keine Kaufkurse

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Für Silber hatte ich vor acht Wochen den maximalen Anstieg bis ca. 21 USD (1.00 Retracement) in Aussicht gestellt. Über diesen Zielbereich ist das Edelmetall mit einem Hoch von ca. 30 USD deutlich hinausgeschossen. Dieser Aspekt ist der Auslöser für die relativ deutliche Umstellung der Wellenzählung, wie die Charts es zeigen. Mit dieser Performance erfüllt Silber meine Langzeitprognose, lediglich der Zeitfenster hierfür ist noch nicht passend. Seit einigen Wochen bildet sich eine schwache Korrektur aus, deren Verlauf bislang unkritisch ist.

Ausblick für Silber:

Die seit August laufende Korrektur bildet Welle (iv) der fünfteiligen Impulswelle (i-ii-iii-iv-v) aus. Wie für eine „4“ eher üblich als selten, bedient sich Welle (iv) eines Triangles (a-b-c-d-e) zur Ausbildung der internen Struktur. Solange Silber zwischen den beiden 0.24 und 1.38 Retracements (25.24/30.21 USD) pendelt, besteht keine größere Gefahr – allerdings auch keine Chance auf eine Auflösung der apathischen Phase. Im Chart ist daher den Verlauf von Welle (iv) bis tief in den Herbst hinein dargestellt.

Silber dürfte seine Korrektur noch fortsetzen

Nach Abschluss von Welle (iv) wird die sich anschließende (v; nicht dargestellt) Silber noch einmal steigen lassen. Da es sich bei Welle (v) um die abschließende Phase der Impulswelle handelt, ist deren Potenzial relativ eng begrenzt. Dazu werde ich in einer späteren, in der nächsten Ausgabe, näher eingehen. An den kommenden Tagen sollten leicht nachgebenden Notierungen ausgegangen werden. Dabei kann ein Bewegungstief unterhalb des 0.24 Retracements (25.24 USD) möglich werden. Lediglich ein Schlusskurs unterhalb sollte vermieden werden.

Fazit:

Die Korrektur wird sich noch einige Wochen behaupten, sodass ein Engagement zum momentanen Zeitpunkt bei Silber nicht zu empfehlen ist. Das bisherige Kaufsignal hat Freude bereitet und bleibt auch weiterhin bestehen..

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Märkte

Aktuell: Goldpreis fällt unter 1.900 Dollar – Experte erklärt Gesamtlage

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis fällt aktuell kräftig in den Keller. Aktuell rauscht der Markt sogar unter die Marke von 1.900 Dollar mit aktuell 1.897 Dollar. Noch heute früh sahen wir Niveaus um die 1.950 Dollar. Es ist aktuell ganz eindeutig eine Hausse im US-Dollar, die den Goldpreis zum Absturz bringt. Die Börsianer „fliehen“ vor Risiko in den Dollar (Risk Off Trade) Im folgenden Chart, der bis Freitag zurückreicht, zeigen wir das fallende Gold gegen den steigenden US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen). Man sieht den zeitgleichen Dollar-Anstieg zum fallenden Goldpreis.

Goldpreis fällt aktuell – Experte erklärt das Gesamtbild

Obwohl der Goldpreis aktuell fällt, erklärt der Gold-Experte Michael Blumenroth von der Deutschen Bank im folgenden aktuellen Video die Gesamtlage im Edelmetall. Die niedrigen Zinsen und der (im größeren Bild gesehen) schwache US-Dollar würden Gold nach oben helfen. Auf Sicht von 1-2 Jahren sei 10-15 Prozent Aufwärtspotenzial im Goldpreis vorhanden, so seine Meinung. Gut, etwas schlecht versteckt wird auch für die Goldanlage in ETF geworben, weil der Handel im physischen Gold zu großes Spreads habe, so seine Aussage. Gut, aber gibt es neben ETFs nicht auf CFDs oder Futures auf Gold, so möchten wir fragen?

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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