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Ölpreis steigt leicht an – es ist was los kurz vor dem OPEC-Treffen

Noch zwei Tage sind es bis zum OPEC-Treffen in Wien. Aber es tut sich eine Menge. Nach einem zweimonatigen dramatischen Einbruch scheint der Ölpreis momentan doch tatsächlich einen kleinen Boden auszubilden. Sicher ist das noch nicht, aber seit einer Woche läuft der Preis seitwärts, und von Freitag bis jetzt ist der Ölpreis doch tatsächlich ein wenig angestiegen von 50,70 auf 53,50 Dollar im WTI-Öl.

Russland und OPEC helfen dem Ölpreis auf die Beine

Über das Wochenende gab es Treffen vor allem zwischen Saudis und Russen. Wie man hört, sollen die Russen zugesichert haben, dass man am Donnerstag in Wien bei einer Fördermengenkürzung mit an Bord ist. Man habe sich darauf geeinigt die Kooperation zur Ausbalancierung des Ölmarktes auch in 2019 fortzusetzen. Wie viel genau gekürzt wird, blieb unklar. Aber wir haben schon vor Wochen die Ziele der Saudis von bis zu 1,4 Millionen Barrels pro Tag für die OPEC erwähnt.

Dieses Ziel wurde vom Beratergremium der OPEC letzte Woche fast exakt bestätigt mit einem Kürzungsvorschlag von 1,3 Millionen Barrels pro Tag. Also kann man durchaus davon ausgehen, dass die OPEC 1,3 Millionen kürzt, und Russland legt noch ein paar hunderttausend Barrels pro Tag oben drauf. Russland hätte wohl eh kein großes Problem zum Beispiel 200.000 oder 300.000 Barrels pro Tag weniger zu fördern. Denn wie ganz frische Daten zeigen, fördert Russland derzeit 11,37 Millionen Barrels Rohöl pro Tag, was nur minimal unter dem Nach-Sowjetischen Rekord von 11,41 Millionen Barrels liegt.

Kanada und G 20 helfen auch

Das G 20-Treffen hat übers Wochenende auch dabei geholfen den Ölpreis kurzfristig zu stabilisieren. Erst mal gibt es da die kurzfristige Entspannung zwischen den USA und China. Und es gibt keine Zölle auf Öl-Importe. Die Entspannung ist natürlich auch gut für die Weltwirtschaft, und somit für eine eventuell höhere Öl-Nachfrage.

Auch bringt die kanadische Provinz Alberta einen Zusatz-Push für den Ölpreis, weil sie beschlossen hat die Öl-Förderung erst mal um 325.000 Barrels pro Tag zu reduzieren. Denn es gäbe vor Ort Engpässe bei der Infrastruktur. Das ist für ganz Nordamerika natürlich ein Push für den WTI-Ölpreis! Auf einen Schlag so eine dicke Menge, die als Angebot entfällt! Da freuen sich die Bullen. Nun laufen wir auf die Zielgerade zum OPEC-Treffen.

Der WTI-Ölpreis seit Anfang November
Der WTI-Ölpreis seit Anfang November.



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