Eine Drohung Teherans hat am Mittwoch den Ölpreis kräftig steigen lassen. Dieser befindet sich bereits seit Anfang Mai im Aufwind, nachdem der Preis der Ölsorte WTI Crude auf den tiefsten Stand seit Januar 2021 bei rund 55 US-Dollar gefallen war. In der Nacht auf Donnerstag kletterte er nach der Iran-Drohung zeitweise bis an die Marke von 68 US-Dollar. Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm drohen zu scheitern. Israel bereite indessen eine Militäroperation gegen den Iran vor.
Ölpreis steigt nach Iran-Drohung
Die USA haben informierten Kreisen zufolge einen Teil ihres Botschaftspersonals in Bagdad abgezogen und Familien von Militärangehörigen die Ausreise aus dem Nahen Osten erlaubt. Teheran hatte zuvor gewarnt, US-Einrichtungen anzugreifen, falls Verhandlungen über das iranische Atomprogramm scheitern, so ein Bericht von Bloomberg.
Die Entscheidung, das Personal im Irak zu reduzieren, beruhe “auf unserer aktuellen Analyse”, hieß es vom US-Außenministerium. Verteidigungsminister Pete Hegseth habe Familien von Militärangehörigen in der gesamten Region autorisiert, diese zu verlassen, teilte indessen das Pentagon mit.
Weder das Außenministerium noch das Pentagon nannten konkrete Bedrohungen. Jedoch sagte US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit der New York Post, er sei zunehmend skeptisch bezüglich der Erfolgsaussichten neuer Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm. Teheran wiederum drohte Vergeltung gegen amerikanische Militäreinrichtungen im Nahen Osten an, falls die Gespräche scheitern und es zu einem Angriff auf die Islamische Republik kommt. Dies ließ den Ölpeis schließlich steigen, da der Iran ein bedeutender Exporteur von Rohöl ist.
“Ich hoffe aufrichtig, dass es nicht dazu kommt und dass die Gespräche eine Lösung finden”, sagte Irans Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh im Staatsfernsehen des Landes. Sollte es dennoch zu einer Eskalation kommen, würden die USA höhere Verluste erleiden: “Wir werden ohne Zögern alle US-Stützpunkte in den Gastländern ins Visier nehmen.”

Israel vor Militäroperation gegen den Iran
US-Vertreter seien darüber informiert worden, dass Israel eine Militäroperation gegen den Iran vorbereite, berichtete CBS News am Mittwoch unter Berufung auf mehrere ungenannte Quellen. Dies sei ein Grund für die Aufforderung der US-Regierung gewesen, Amerikanern die Ausreise aus der Region zu empfehlen. Details über einen möglichen Zeitpunkt der Operation wurden nicht genannt.
Der Ölpreis der Sorte West Texas Intermediate stieg zeitweise um bis zu 5,2%, nachdem Reuters über die Evakuierungsvorbereitungen der US-Botschaft in Bagdad aufgrund erhöhter Sicherheitsrisiken berichtet hatte. Irak ist der zweitgrößte Ölproduzent innerhalb der OPEC.
Die britische Marine veröffentlichte zuvor eine ungewöhnliche Warnung an Seeleute wegen der gestiegenen Spannungen im Nahen Osten. Diese könnten sich auf den Schiffsverkehr auswirken, insbesondere in der Straße von Hormus. „Schiffe sollten den Persischen Golf, den Golf von Oman und die Straße von Hormus mit besonderer Vorsicht passieren“, hieß es in der Erklärung der britischen Marinebehörde UKMTO.
Die Straße von Hormus gilt als der wichtigste Engpass für die weltweite Ölversorgung. Der Iran hat schon oft gedroht, die Passage zu sperren, dies aber bisher nie umgesetzt.
UKMTO MSCIO JMIC – ADVISORY 021-25https://t.co/JywUOrs5GV#maritimesecurity #marsec pic.twitter.com/FyPnuxvsAk
— UKMTO Ops Centre (@UK_MTO) June 11, 2025
FMW/Bloomberg
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Hoffe doch sehr das Israel im Iran aufräumt. Wird längst Zeit!
Leider erwägt der 47. US-Präsident Donald John Trump eine Invasion gegen das OPEC+ und BRICS-Mitgliedsland Islamische Republik Iran, für den Fall, daß die aktuellen JCPOA-Deal-Verhandlungen scheitern. Hierzu muß man sagen, daß die Initiative für die genannten Verhandlungen zwar von Präsident Trump kam, die momentanen JCPOA-Deal-Verhandlungen aber deswegen erforderlich sind, weil Sir Donald als 45. US-Präsident einen bestehenden JCPOA-Deal einseitig aufkündigte, obwohl sich der Iran an die Vereinbarungen hielt. Der Naher und Mittlerer Osten-Experte Dr. Michael Lüders bezeichnete die genannte einseitige Aufkündigung als völkerrechtswidrig. Dankenswerterweise bietet sich der Staatspräsident des OPEC+- und BRICS-Mitgliedslandes Russische Föderation Dr. Wladimir Putin in Sachen aktuelle JCPOA-Deal-Verhandlungen als Vermittler an. Im Rahmen der genannten Verhandlungen wird sich möglicherweise darauf verständigt, das ballistische Raketenprogramm des Iran etwas zu reduzieren, was dann sicherlich auch von Premierminister Benjamin Netanyahu begrüßt würde.