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Märkte

Ölpreis steigt – Saudis lassen Trump im Stich

Redaktion

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Hatte Donald Trump dem saudischen König nicht gesagt Ölpreis und Benzinpreis seien einfach viel zu hoch, und sie müssten fallen? Hatte er nicht darum gebeten, dass die Saudis mehr Öl auf den Markt werfen sollen um die Preise zu drücken? Nach den letzten offiziellen OPEC-Daten für Juni hatte Saudi-Arabien seine Fördermenge im Monatsvergleich auch spürbar angehoben von 10,03 auf 10,49 Millionen Barrels pro Tag. Das hörte sich doch schon mal gut an.

Und jüngst gab es auch eine Reihe von Nachrichten, die den Ölpreis kräftig nach unten brachten. Neben Aussagen des US-Finanzministers gab es auch fundamentale Daten zu mehr Ölförderung aus Libyen, Kanada, und eben auch den USA. Daher ist es erstaunlich, dass der Ölpreis (WTI) nun angesprungen ist, und seit gestern Nachmittag bis heute einen 2 Dollar-Sprung auf gut 70 Dollar hingelegt hat.

Schuld daran sind die Saudis. Sie erwarten einen substanziellen Abbau der Lagerbestände, weil halt die Nachfrage so groß sei im weiteren Verlauf des Jahres. Und man sagte auch, dass die Exporte im Juli nicht höher sein werden als die im Juni. Die Exporte im August sollen sogar leicht fallen. Das ist ein kleiner Schock für die Märkte. Denn die Saudis als Vorreiter der OPEC hatten ja gemeinsam mit ihren Partnern am 22. Juni in Wien angekündigt die Fördermenge um 1 Million Barrels pro Tag erhöhen zu wollen.

Dass am Weltmarkt davon kaum etwas ankommt, wirkt merkwürdig. Und es ist eine Enttäuschung für die Öl-Bären, weil durch weniger Zusatzmenge als gedacht auch der Abwärtsdruck im Ölpreis geringer ist. Laut den Saudis könnte ein mit Öl überfluteter Markt (Überangebot = fallende Preise) mögliche Investitionen in der Ölindustrie bremsen. Auch werde Saudi-Arabien nur Öl-Mengen exportieren, die auch von den Endkunden nachgefragt würden.

Man werde nicht mehr Öl in den Markt pumpen, als die Kunden benötigen würden. Damit kann man schon sagen: Die Saudis lassen Trump im Stich. Aber hatten sie denn jemals eine feste Zusage an Trump gegeben? Nein, fest zugesagt hatten sie nur etwas gegenüber ihren Partnern der OPEC. Trump hatte sich doch so sehr eine Flutung mit Öl gewünscht, damit seine Wählerschaft an der Tankstelle weniger zahlen muss. Daraus wird offenbar erst einmal nichts.

Der WTI-Ölpreis seit 13. Juli
Der WTI-Ölpreis seit 13. Juli.

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Rüdiger Born: Nachbesprechung für Nasdaq-Szenario

Rüdiger Born

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Gestern hatte ich im Video und im Trade des Tages ein Aufwärtsszenario im Nasdaq besprochen. Heute folgt sozusagen die Nachbesprechung. Wie geht es weiter im Nasdaq? Mehr dazu in diesem Video.

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Biden sei dank: Märkte glauben an die große Rettung – Risiko war gestern

Claudio Kummerfeld

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Joe Biden tritt heute sein Amt als US-Präsident an. In Windeseile wird er sich offenkundig daran machen sein 1,9 Billionen US-Dollar schweres Stimulus-Paket durch den US-Kongress zu bekommen. Die dortige Mehrheit ist zwar hauchdünn. Aber die Märkte sind frohen Mutes. Woran man das sieht? Schauen wir auf den folgenden Chart im Tweet. Er zeigt die Rendite für US-Schrottanleihen (Junk Bonds). Dies sind Anleihen, bei denen das Ausfallrisiko besonders hoch ist. Da Anleger für ein hohes Risiko entschädigt werden wollen und müssen, erhalten sie höhere Renditen als Inhaber von (vermeintlich sicheren) Staatsanleihen. Die Rendite fungiert hier also als Risikoprämie.

Die Höhe der Risikoprämie zeigt an, für wie ausfallgefährdet der Markt diese Anleihen hält. Je höher die Rendite, desto höher ist in den Augen des Kapitalmarkts das Risiko, dass die begebende Firma dahinter pleite geht, und somit die Anleihe nicht zurückzahlen kann. Im Chart sehen wir seit dem Jahr 2010 den Verlauf der Rendite bei US-Schrottanleihen. Zum Start der Coronakrise im März 2020 schoss die Rendite von 5 Prozent auf über 11 Prozent in die Höhe. Und danach beruhigte sich die Lage wieder, aktuell auf nur noch 4,13 Prozent – ein Rekordtief! In den letzten Monaten kamen die Impfstoff-Hoffnungen auf. Und jetzt seit einigen Tagen wird der große Stimulus in den USA immer konkreter. Wie gesagt, Joe Biden wird heute vereidigt. Und wie seine neue Finanzministerin Janet Yellen gestern klar machte, wird man die US-Volkswirtschaft kräftig mit Geld fluten.

Und wie sie sagte, sei das kräftige Schuldenmachen im Augenblick wichtiger als der Blick auf eine zu hohe Staatsverschuldung. Die müsse man zwar später mit höheren Unternehmenssteuern wieder abbauen, aber kurzfristig müsse man sich stark neu verschulden und die Konjunktur anfeuern. Und ja, der Kapitalmarkt scheint fest daran zu glauben, dass somit die Schrottunternehmen weiterhin im Spiel bleiben, und ihre Schulden weiterhin bedienen können. Wenn nur genug frisches Geld vom Staat kommt, geht die Party also weiter? Dieser Chart zeigt es jedenfalls an. Die Risikoprämie sinkt immer weiter, auf wie gesagt ein Rekordtief von nur noch 4,13 Prozent.

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Blick nach Deutschland

Aber schauen wir auch mal nach Deutschland. Hier sehen wir im folgenden Langfristvergleich seit dem Jahr 2010, wie die Rendite für deutsche Staatsanleihen immer weiter fällt, und der Dax (orange) immer weiter steigt. Das immer weiter sinkende Zinsniveau (in Deutschland dank hoher Bonität deutliche Negativrendite) treibt die Anleger in Aktien, Immobilien etc. Aktuell notieren die Aktienmärkte an ihren Allzeithochs. Heute hat auch der deutsche Staat mal wieder für 30 Jahre laufende Anleihen verkauft, mit einem Bruttovolumen von 1,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage lag bei einem Volumen von 1,79 Milliarden Euro.

Und (wie gesagt 30 Jahre Laufzeit) die Emissionsrendite lag bei minus 0,13 Prozent, nach minus 0,06 Prozent im November. Immer weiter sinkende Zinsniveaus, immer mehr Stimulus – da wird die Lücke doch gut aufgefangen oder besser gesagt aufgefüllt, die Corona gerissen hat? Und diese Rettungsorgie wird vor allem in den USA kräftig weiter gehen, davon darf man ausgehen. Und so könnte man glatt sagen, dass „Risiko“ bei Anleihen irgendwas war, dass man mal kannte – aber heute gibt es das nicht mehr?

Chart zeigt Vergleich von Dax gegen Anleiherenditen

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

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