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Märkte

Ölpreis steigt: Trump vs Trump und Öl-Lager

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Der Ölpreis steigt aktuell. Schon am Montag lief WTI-Öl bis auf 63,30 Dollar, und ein Durchbruch nach oben aus seiner tagelangen langweiligen Seitwärtsrange schien möglich. Doch dann der Rückfall im Verlauf der Woche auf Kurs-Niveaus um die 61 und 62 Dollar herum. Jetzt der neue Anlauf auf aktuell 63,03 Dollar. Knackt er die 63,30 vom Montag, ist ein weiterer Anstieg aus charttechnischer Sicht möglich.

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Ölpreis stark von Donald Trump beeinflusst

Im Chart sieht man den Ölpreis-Verlauf seit dem 25. April. Zuletzt war der Markt unentschlossen. Donald Trump sagt jeden Tag was anderes. Aktuell beeinflusst er den Markt nicht mit Tweets, sondern mit Zöllen und Flugzeugträgern! Mal Handelskrieg, mal ist alles gut, und dann wieder zurück auf Anfang. Je nachdem was er gerade sagt, ist dies gut oder schlecht für die globale Konjunktur und somit auch gut oder schlecht für die globale Öl-Nachfrage. Gestern hätte der Anstieg bei den Lagerbeständen für Rohöl in den USA (+5,4 Millionen Barrels) den aktuellen Ölpreis-Anstieg verhindern können.

Aber die am Dienstag Abend veröffentlichten API-Bestände hatten schon höhere Anstiege bei den Lagerbeständen eingepreist. Und die letzten ein, zwei, drei Tage verschärft sich die Spannung mit dem Iran weiter. Angeblich sabotierte Schiffe in den Emiraten und Drohnenangriffe auf Pipelines bei den Saudis. Die Amerikaner verlegen einen Flugzeugträger an den Golf als Zeichen der Stärke usw. Natürlich rein zu Verteidigungszwecken, versteht sich. So reden die Iraner natürlich auch. Der Ölpreis jedenfalls steigt als Krisenbarometer für den Nahen Osten an. Reicht diese aktuelle Kriegsgefahr für einen Durchbruch nach oben aus? Und wie lange kann diese Gefahr als Long-Grund herhalten?

Also, kurz zusammengefasst: Trumps Säbelrasseln am Golf bringt den Ölpreis nach oben, denn diese Kriegsangst ist größer als die Angst vor einem verschärften Handelskrieg/Konjunktureinbruch. Zumindest ist das die aktuelle Lage. Seit gestern Mittag steigt WTI-Öl um gut 2 Dollar!

Steigender WTI Ölpreis

US-Flugzeugträger in den Golf - der Ölpreis steigt
Beispielfoto für US-Flugzeugträger.

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Finanznews

Volumen, Volatilität, Vertrauensseligkeit! Marktgeflüster (Video)

Derzeit stechen die drei großen „V“ ins Auge!

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Derzeit stechen die drei großen „V“ ins Auge: wir haben derzeit – trotz der nun voll anlaufenden US-Berichtssaison – rekordniedrige Volatilität (niedriger noch als in anderen Sommern), und das bei gleichzeitig minimaler Volatilität nicht nur an den Aktienmärkten, sondern auch bei Anleihen und Devisen (Dollar). All das ist eine Folge von „complacency“ (Vertrauensseligkeit): im Grunde wechselte die Wall Street vom fiskalischen Stimulus (Trumps Steuerreform) zum geldpolitischen Stimulus (Zinssenkungen durch die Fed). Das zeigt: die Märkte sind süchtig nach Stimulus und lassen sich damit betäuben – aber damit werden die normalen Marktmechanismen ausser Kraft gesetzt. Wie lange kann das noch gut gehen? Heute gemischte Zahlen aus der US-Berichtsaison – und Trump sorgte mit Aussagen zum weit entfernten China-Deal für schlechte Laune..

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Rüdiger Born: Indizes und Euro im Fokus

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Erlahmt der Aufwärtsschwung in den Indizes derzeit? Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart genauer an. Aufwärts- und Abwärts-Chancen bespreche ich im Detail. Auch die Lage bei EURUSD will ich ansprechen. Der Dax ist heute mein „Trade des Tages“. Wollen Sie diese und alle kommenden Analysen im Detail lesen, dann melden Sie sich gerne hier an. Der Service ist vollkommen kostenfrei!

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Pfund fällt auf tiefsten Stand seit zwei Jahren – Johnson-Horror im Anflug

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Wir „Kleingeistigen“ bei FMW predigen es schon seit Monaten. Nur warum hört der Markt nicht auf uns? (Scherz) Nein, wir geben natürlich keine Handelsempfehlungen, und wollen auch niemanden zu seinem Glück/Pech verleiten. Aber uns fiel doch seit Monaten auf, dass das britische Pfund noch viel zu hoch notierte, wenn man bedenkt, was für ein Chaos rund um den Brexit herrscht. Kurzzeitig half in den letzten Wochen der schwache Dollar (USA senken Zinsen), der noch schwächer war als das britische Pfund. Somit wurde das schwache Pfund davon abgehalten gegen den US-Dollar weiter zu fallen. Bis jetzt.

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Heute fällt das britische Pfund auf den tiefsten Stand seit April 2017, wenn man von einem winzigen Down-Tick im Januar 2019 absieht, wo GBPUSD bis auf 1,2397 fiel. Aber im Chart sieht man gut, dass dieser Januar-Absturz nur ein Ausbrecher nach unten war, und keine echte Abwärtsbewegung. Heute aber ist die Abwärtsbewegung echt, wie der rechte Rand am Chart gut zeigt. Die große Klippe bei 1,2480 hatte das Pfund gegen den USD schon vor Tagen unterschritten, aber der weitere Abwärtsruck fehlte. Nun ist GBPUSD durchgerutscht von 1,2517 auf 1,2408 (aktuell 1,2422).

Irgendwie scheint den Devisenhändlern in London erst jetzt so richtig klar zu werden, dass Boris Johnson doch tatsächlich neuer Premier werden wird? Ohhhh, möchte man fast sagen… was für eine neue Erkenntnis? Unter Johnson wird der Chaos- und Horror-Brexit für die Briten nur noch schlimmer werden – so darf man es vermuten!

Ein kurzer Rückblick auf heute früh. Die britischen Löhne für Mai wurden heute mit +3,4% besser als erwartet vermeldet (+3,1%). Eigentlich wäre das ein kleines Indiz für steigende Zinsen in UK gewesen, und somit auch für ein steigendes Pfund. Gut, diese eine Zahl ist nur ein winziger Teil der Gesamtbetrachtung für die Zinssituation. Aber dennoch ist es erstaunlich, dass diese Zahl heute früh dem Pfund nicht geholfen hat. Nein, die Devisenhändler fokussieren sich jetzt weniger auf Zinsen, sondern mehr auf Boris Johnson. Die parteiinterne Wahl eines neuen Chefs und somit die Wahl des neuen britischen Premiers geht in die Endphase. Johnson und sein Kontrahent Jeremy Hunt sprachen mal wieder über den Brexit und das Nordirland-Problem.

Beide Kandidaten machten klar, dass sie bezüglich des Backstop für Nordirland keine fünfjährige Frist oder einseitige Ausstiegsklausel akzeptieren würden. Wir ersparen uns an dieser Stelle weitere ermüdende Details. Denn es ist immer das selbe Bla Bla. Aber offenbar ist heute so einigen Tradern klar geworden, dass die Zeit bis zum Oktober (dann soll UK wirklich endlich austreten) wie ein Trichter ohne Fluchtmöglichkeit abläuft. Und besser werden kann die Situation für die Briten zumindest nach aktuellem Stand nicht. Der Weg für das britische Pfund scheint nach unten erst einmal offen zu sein! (dies ist KEINE Handelsempfehlung).

Pfund vs USD seit 2016
GBPUSD seit 2016.

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