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Märkte

Ölpreis steigt: Trump vs Trump und Öl-Lager

Claudio Kummerfeld

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am

Der Ölpreis steigt aktuell. Schon am Montag lief WTI-Öl bis auf 63,30 Dollar, und ein Durchbruch nach oben aus seiner tagelangen langweiligen Seitwärtsrange schien möglich. Doch dann der Rückfall im Verlauf der Woche auf Kurs-Niveaus um die 61 und 62 Dollar herum. Jetzt der neue Anlauf auf aktuell 63,03 Dollar. Knackt er die 63,30 vom Montag, ist ein weiterer Anstieg aus charttechnischer Sicht möglich.

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Ölpreis stark von Donald Trump beeinflusst

Im Chart sieht man den Ölpreis-Verlauf seit dem 25. April. Zuletzt war der Markt unentschlossen. Donald Trump sagt jeden Tag was anderes. Aktuell beeinflusst er den Markt nicht mit Tweets, sondern mit Zöllen und Flugzeugträgern! Mal Handelskrieg, mal ist alles gut, und dann wieder zurück auf Anfang. Je nachdem was er gerade sagt, ist dies gut oder schlecht für die globale Konjunktur und somit auch gut oder schlecht für die globale Öl-Nachfrage. Gestern hätte der Anstieg bei den Lagerbeständen für Rohöl in den USA (+5,4 Millionen Barrels) den aktuellen Ölpreis-Anstieg verhindern können.

Aber die am Dienstag Abend veröffentlichten API-Bestände hatten schon höhere Anstiege bei den Lagerbeständen eingepreist. Und die letzten ein, zwei, drei Tage verschärft sich die Spannung mit dem Iran weiter. Angeblich sabotierte Schiffe in den Emiraten und Drohnenangriffe auf Pipelines bei den Saudis. Die Amerikaner verlegen einen Flugzeugträger an den Golf als Zeichen der Stärke usw. Natürlich rein zu Verteidigungszwecken, versteht sich. So reden die Iraner natürlich auch. Der Ölpreis jedenfalls steigt als Krisenbarometer für den Nahen Osten an. Reicht diese aktuelle Kriegsgefahr für einen Durchbruch nach oben aus? Und wie lange kann diese Gefahr als Long-Grund herhalten?

Also, kurz zusammengefasst: Trumps Säbelrasseln am Golf bringt den Ölpreis nach oben, denn diese Kriegsangst ist größer als die Angst vor einem verschärften Handelskrieg/Konjunktureinbruch. Zumindest ist das die aktuelle Lage. Seit gestern Mittag steigt WTI-Öl um gut 2 Dollar!

Steigender WTI Ölpreis

US-Flugzeugträger in den Golf - der Ölpreis steigt
Beispielfoto für US-Flugzeugträger.

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Finanznews

Aktienmärkte: Schwächste Woche seit Corona-Crash! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte absolvieren die schwächste Woche seit dem Corona-Crash im März. Die zweite Corona-Welle ist ein zuvor nicht eingepreister game changer!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte absolvieren die schwächste Woche seit dem Corona-Crash im März. Und das ist wohl kein Zufall, denn die zweite Corona-Welle mit den damit verbundenen Lockdowns sind ein vorher so nicht eingepreister game changer für den wirtschaftlichen Ausblick. Diesmal aber ist der Abverkauf der Aktienmärkte in dieser Woche vor allem durch die großen Tech-Werte getrieben: am Montag SAP in Deutschland, heute die Schwergewichte Apple und Amazon jeweils gut 5% im Minus nach Vorlage der Quartalsergebnisse. Selbst gute Zahlen wie bei Amazon werden abverkauft – was „riecht“ der Markt? Ist das nur die Unsicherheit or der US-Wahl – oder kommt da etwas größeres auf uns zu?

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Gold/Silber

Goldpreis mit Bewegung? Mögliche Kausalkette beginnt bei der EZB

Claudio Kummerfeld

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am

Mehrere Gold-Barren

Eine Kausalkette ist eine Reihe von Ursachen und Wirkungen, wobei die Wirkung wieder zu einer neuen Ursache wird. In diesem Fall fängt diese Kette wohl bei der EZB an. Sie hat gestern angekündigt (hier die wichtigsten Punkte der PK), dass man im Dezember vermutlich auf die verschlechterte Corona-Lage in Europa reagieren und weitere Maßnahmen ergreifen könnte. Was das mit dem Goldpreis zu tun haben könnte? Nun, dann mal los mit der Kausalkette.

Anstehende EZB-Maßnahmen weisen auf steigenden oder fallenden Goldpreis hin?

Wenn die EZB ihre Geldpolitik weiter lockert, schwächt das den Euro. Da der Euro global das größte Gegengewicht gegen den US-Dollar ist, könnte der US-Dollar vermutlich aufwerten, sichtbar im Dollar-Index, einem Währungskorbs gegenüber anderen Hauptwährungen, wo der Euro das Haupt-Gegengewicht zum Dollar darstellt. Ein stärkerer US-Dollar sollte wiederum den Goldpreis schwächen. Denn alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, tendiert oft schwächer, wenn der US-Dollar aufwertet.

Aber halt, die Sache mit so einer klar nachvollziehbaren Kausalkette (EZB-Zinsen-Euro-Dollar-Gold) kann auch schnell wieder unklar werden. Denn wo der US-Dollar im Dezember womöglich vor einer weiteren Aufwertung steht, und der Goldpreis damit einem Abwärtsdruck ausgesetzt ist – da findet sich auch ein gutes Argument für einen steigenden Goldpreis. Denn wenn die EZB ihre Zinssätze weiter absenkt, würde dies das zinslose Gold gegenüber Anleihen mit Negativrenditen noch attraktiver machen. Denn der Einlagenzins der EZB ist ja bereits mit -0,50 Prozent im Negativbereich – und das zinslose Gold ist nunmal immer exakt bei 0,00 Prozent.

Expertenkommentare über EZB

Und wie aktuelle Expertenkommentare zeigen, könnten die Zinsen der EZB im Dezember in der Tat weiter sinken. So sagen die Analysten der Commerzbank in einem aktuellen Kommentar, dass man erwarte, dass das PEPP-Anleihekaufprogramm der EZB bis Ende 2021 verlängert und um 600 Milliarden Euro erhöht werde, im kommenden Jahr neue Langfristtender (TLTROs) auflegt und den Einlagensatz nochmals um 10 Basispunkte auf -0,6% gesenkt werde. Hiervon solle Gold in seiner Eigenschaft als wertstabile Anlage profitieren, so die Commerzbank. Man gehe daher nicht davon aus, dass der Goldpreis weiter stark nachgeben wird. Allerdings dürfte er in den kommenden Wochen Gegenwind von der Währungsseite erhalten, da man nach den Ankündigungen von EZB-Präsidentin Lagarde nun bis Jahresende keine EUR-Aufwertung mehr, sondern eine EUR-Abwertung (und damit einen festeren US-Dollar) unterstellen, so die Commerzbank. DIW-Chef Marcel Fratzscher hat in seinem aktuellsten Kommentar zu den gestrigen EZB-Aussagen erwähnt, dass er eine Ausweitung um der Anleihekäufe der EZB um 500 Milliarden Euro und eine Verlängerung bis Ende 2021 erwarte.

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.881 Dollar. Nach dem gestrigen Tief bei 1.860 Dollar konnte sich der Markt wieder etwas stabilisieren, weil der US-Dollar seit gestern minimal schwächelt. Aber von einer stärkeren Dollar-Abwertung kann noch keine Rede sein. Die Lage rund um das Edelmetall bleibt unklar. Im Zuge der stark fallenden Aktienkurse und des deutlich steigenden US-Dollar war der Goldpreis diese Woche von 1.910 Dollar auf das Tief von 1.860 Dollar gefallen – jetzt hat sich die Lage vorerst beruhigt. Weitere Abwärtsschübe am Aktienmarkt könnten (so meine bescheidene Meinung) zusätzlich zu einem stärkeren US-Dollar erneut Druck auf Gold ausüben.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen

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Indizes

Rüdiger Born über die aktuelle Lage im Dax

Rüdiger Born

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Der Dax scheint sich seit gestern etwas stabilisiert zu haben. Ist heute noch kurzfristiges Trading möglich? Im folgenden Video werfe ich einen Blick auf die aktuelle Lage.

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