Der Ölpreis steigt. Seit heute Vormittag legt WTI-Öl von 62,50 Dollar auf aktuell 64,22 Dollar zu. Im Chart sehen wir den Kursverlauf seit letzter Woche Mittwoch. Aktuell nimmt die Wahrscheinlichkeit deutlich zu, dass die USA den Iran angreifen werden.
Ölpreis steigt dank Iran-Kriegsgefahr
Viel Truppenmaterial wird derzeit offenbar von den USA in den Nahen Osten verlegt – ein offenkundiges Zeichen, dass man einen Angriff vorbereitet. Und anders als im Fall Venezuela dürfte es eine umfassendere Operation werden. Und auch wegen der Entfernung ist es ein schwierigeres logistisches Unternehmen. Der Ölpreis zeigt schon mal erste „Zuckungen“ nach oben. Aber bei einem tatsächlichen Angriff könnten die Anstiege weitaus größer ausfallen. Denn der Iran könnte die Straße von Hormus blockieren, und viel Rohöl aus den Golfstaaten könnte vom Weltmarkt ferngehalten werden.
Die Trump-Regierung steht näher vor einem großen Krieg im Nahen Osten, als den meisten Amerikanern bewusst ist, so schreibt es heute das Portal Axios, das für gewöhnlich gut informiert ist über Vorgänge in Washington DC. Der Krieg könne sehr bald beginnen. Eine US-Militäroperation im Iran wäre wahrscheinlich eine massive, wochenlange Kampagne, die eher einem vollwertigen Krieg ähneln würde als die punktgenaue Operation in Venezuela im letzten Monat, so sagen es laut Axios Quellen.
Bloomberg-Aussagen
Bloomberg schreibt aktuell: Eine mögliche Konfrontation würde den Rohölfluss in der Straße von Hormuz gefährden – dem Engpass für Energieexporte aus der weltweit führenden Ölförderregion, den der Iran am Dienstag für kurze Zeit wegen Militärübungen sperren will. US-Präsident Donald Trump riskiert, die Wähler vor den Zwischenwahlen in diesem Jahr zu verärgern, wenn ein Anstieg der Rohölpreise zu höheren Benzinpreisen an den Tankstellen führt.
„Ich bin Zyniker und glaube immer noch nicht, dass Trump in einem Wahljahr, in dem die Bezahlbarkeit ganz oben auf der Agenda steht, höhere Preise an den Zapfsäulen im eigenen Land riskieren würde“, sagte Ole Sloth Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei der Saxo Bank, und fügte hinzu, dass der Axios-Bericht den Ölpreis heute in die Höhe trieb.
Die bisherigen Gespräche waren ergebnislos, wobei Teheran erklärte, es habe mit Washington eine „grundsätzliche Einigung“ über die Bedingungen eines möglichen Atomabkommens erzielt. Ein US-Beamter sagte, die iranischen Unterhändler würden in zwei Wochen mit einem neuen Vorschlag nach Genf zurückkehren.
Bislang profitierte Rohöl in diesem Jahr von einer starken Dynamik bei den Rohstoffen sowie von geopolitischen Bedenken, die die Warnungen vor einem weltweiten Überangebot auf dem Markt und damit einhergehenden Preisrückgängen überwogen. Die Konfrontation mit dem Iran, der im Januar von regierungsfeindlichen Protesten erschüttert wurde, hat bei Händlern die Befürchtung geschürt, dass die Ölförderung oder wichtige Versorgungswege durch militärische Auseinandersetzungen unterbrochen werden könnten.
FMW/Bloomberg
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Der Ölpreis agiert zur Zeit im Zusammenhang mit der Iran-Politik des 47. US-Präsidenten Donald John Trump als Frühindikator.
Wenn die Amis irgendwas machen gegen den Iran, werden die doch kein Öl-Infrastruktur schädigen, sondern als erste sicherstellen, dass alles um den Öl weiterhin geschmiert weiterläuft.
Also erwarte ich dass Öl nicht sehr lange und sehr hoch ansteigen wird.
Nordkorea hat gezeigt, dass Öl besitzen gefährlicher ist, als ein Land mit Atomwaffen aufzurüsten.
Ganz gefährlich wird es für ein Land, wenn es Öl besitzt und dann atomar aufrüsten will.
Ein Öl-Land mit einer A- Versicherung wäre für die Amis ein Albtraum.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut