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Märkte

Ölpreis steigt: Venezuela überschattet Öl-Lager aus den USA

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der Ölpreis bleibt robust und steigt seit gestern sogar wieder. Und das trotz des starken Anstiegs der Öl-Lager in den USA um 8 Millionen Barrels im Wochenvergleich. Das hätte eigentlich Druck auf den Ölpreis ausüben müssen. Normalerweise werden die Öl-Lagerdaten in den USA immer am Mittwoch veröffentlicht. Aber aufgrund des Feiertags am Montag hatten die Amerikaner die Veröffentlichung von Mittwoch auf Donnerstag verschoben.

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Ölpreis fällt nicht

Erwartet wurde für gestern ein unveränderter Stand in den Lagern. Auch wenn die API-Daten schon einen Anstieg der Lager vorwegnahmen, so gab es gestern Nachmittag doch überhaupt keine negative Reaktion im Ölpreis. Nein, der blieb bei 52,80 Dollar (WTI) und stieg in den Folgestunden sogar weiter an. Bis heute früh erreichte er 53,90 Dollar. Wir hatten in den letzten Tagen mehrfach darüber berichtet. Der Bereich um 54 oder 54,50 Dollar herum ist charttechnisch sehr wichtig für einen weiteren starken Ausbruch nach oben. Davon ist er also nicht mehr weit entfernt

Bringt Venezuela den großen Ausbruch nach oben?

Seit Mittwoch und noch stärker seit gestern wird Venezuela ein extrem wichtiger Faktor für den Ölmarkt. Der Ölpreis könnte sprunghaft steigen, wenn sich die Lage verschärft. Das Militär warnte gestern offen vor einem Bürgerkrieg. Kommt es soweit, würde die Ölproduktion wahrscheinlich stark einbrechen. Deutlich weniger Angebot auf dem Weltmarkt treibt natürlich den Preis in die Höhe. Doch was war passiert?

Mittwoch hatte sich der venezuelanische Parlamentspräsident Juan Guaidó vor seinen Anhängern selbst zum Präsidenten des Landes ernannt. Das ist ja auch mal was… und ohhh Wunder, die US-Regierung hat ihn sofort als Präsidenten von Venezuela anerkannt, und siehe da… auch die EU scheint nicht abgeneigt zu sein. Und wie gesagt, das Militär warnte gestern vor einem Bürgerkrieg. Es stellte sich hinter Präsident Maduro, und rief beide Seiten zum Dialog auf. Also: Augen auf, was in Venezuela passiert. Kommt es dort zur Eskalation, ist das ein ganz starker Faktor für den Ölmarkt!

Im folgenden Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit Mai 2018. Das Tal hat er verlassen, jetzt muss er über die blaue Linie bei 54,50 Dollar laufen, wenn der Weg nach oben offen sein soll.

Ölpreis langfristig

Im folgenden Chart sieht man den Ölpreis-Verlauf seit 15. Januar. Immer wieder gab es die letzten Tage Versuche ihn weiter runter zu drücken, aber immer hielt er stand. Bricht er jetzt nach oben durch?

Ölpreis kurzfristig

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Aktien

Deutsche Bank-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die Deutsche Bank-Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank hat ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Ertrag (Umsatz) liegt bei 5,94 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 5,26).

Der Gewinn nach Steuern liegt bei 309 Millionen Euro (Vorjahresquartal -832). Der den Aktionären letztlich zuzurechnende Gewinn liegt bei 182 Millionen Euro (Vorjahr -942 Millionen Euro). Für heute waren auch negative Zahlen erwartet worden.

Die harte Kernkapitalquote sinkt leicht von 13,4 Prozent auf 13,3 Prozent.

Die Deutsche Bank-Aktie notiert mit +2 Prozent.

Finden Sie beim Klick an dieser Stelle den offenen Brief von Deutsche Bank-Chef Christian Sewing an seine Mitarbeiter bezüglich der Quartalszahlen.

Key Facts auszugsweise im Wortlaut von der Deutschen Bank:

Erträge wachsen im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro

Die Erträge in der Kernbank legten im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro zu.
Die Erträge in der Investmentbank stiegen um 43 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.
Die Privatkundenbank war stabil, da ein wachsendes Geschäftsvolumen die negativen Effekte des Niedrigzinsumfelds ausgleichen konnte.
Die Erträge in der Unternehmensbank fielen um 5 Prozent bzw. 2 Prozent ohne Währungseffekte; der Bereich konnte negative Zinseffekte durch Preisanpassungen bei Einlagen teilweise kompensieren.
In der Vermögensverwaltung (Asset Management) stiegen die Erträge um 4 Prozent, die Nettozuflüsse betrugen 11 Milliarden Euro.

Elftes Quartal in Folge mit Fortschritten bei den Kosten

Die zinsunabhängigen Aufwendungen sanken im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.
Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten1 sanken im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro, wenn erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Hedgefonds-Geschäfts nicht berücksichtigt werden.
Die Deutsche Bank liegt weiterhin im Plan, ihr Kostenziel von 19,5 Milliarden Euro für 2020 zu erreichen.

Die Kernbank erzielte im Quartal einen Vorsteuergewinn von 909 Millionen Euro

Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 87 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.
In den ersten neun Monaten betrug der Vorsteuergewinn 2,6 Milliarden Euro; der bereinigte Vorsteuergewinn1 stieg um 40 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

Grafik zeigt Deutsche Bank-Quartalszahlen im Detail

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Finanznews

Aktienmärkte: Lockdown – weiter bergab für Dax &Co? Videoausblick

Markus Fugmann

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am

Der nächste Lockdown (in einer etwas milderen Version im Vergleich zum März) steht bevor – und besonders die Aktienmärkte in Europa reagieren darauf mit Schwäche! Der Dax nun 9% unter seinem Stand vor zwei Wochen – heute dürften neue Corona-Maßanhmen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich beschlossen werden. Am Besten halten sich wieder einmal US-Tech-Aktien, aber die Aktienmärkte warten nun auf den „Super-Donnerstag“ mit den Zahlen von Apple, Amazon, Alphabet und Facebook. Und natürlich auf die US-Wahl. Wie würden die Aktienmärkte reagieren, wenn doch Trump gewinnen würde? Knackpunkt bleibt nach wie vor die Hoffnung auf den großen Stimulus nach der US-Wahl..

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Indizes

DAX daily: Der Dax stürzt nachbörslich unter die 12.000er Marke

Stefan Jäger

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am

Nach dem schwachen Wochenauftakt bleibt der Dax auch am Dienstag und Mittwochmorgen unter Druck. Infolgedessen fiel der deutsche Leitindex auf ein Vier-Monats-Tief und notierte gestern nur noch knapp über der 12.000er Marke. Dabei sah es zur Börseneröffnung gar nicht so schlecht aus, als der Index ein Tageshoch bei 12.223 erreicht hatte. Von dort aus ging nämlich nur noch abwärts bis zum Tagestief bei 12.034. Es ist, als ob derzeit ein Deckel auf den Aktienmärkten liegt. Der ungewisse Ausgang der US-Wahl sowie die Angst vor weiteren Corona-Einschränkungen verunsichert die Anleger zunehmend. Der Dax schloss den Handel mit einem Verlust von 113 Punkten (-0,93 %) bei 12.063. Nachbörslich ist der deutsche Leitindex noch kräftig unter die Räder gekommen. Dabei hat er die runde 12.000 unterschritten und fiel ohne Gegenwehr bis zur Marke von 11.943. In der Nacht ging es dann noch deutlich tiefer.

News und fundamentale Daten

Nachdem in Frankreich die Kliniken bereits an ihre Grenzen gestoßen sind, denkt man dort offenbar über einen Kurz-Lockdown nach. Die Angst wächst, dass diese Situation auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern eintreten kann. Heute findet hierzulande die Corona-Konferenz statt, dabei dürfte der Bund zusätzliche Maßnahmen beschließen, die unser Leben weiter einschränken und dadurch die wirtschaftliche Erholung einbremst.

Zudem stehen ein paar Wirtschaftsdaten aus den USA auf dem Programm, bevor es morgen am Super-Donnerstag mächtig rund geht. Dann erscheinen nämlich zahlreiche Konjunkturdaten sowie die Quartalszahlen der vier Tech-Riesen Apple, Alphabet, Facebook und Amazon. Zuvor werden heute um 13:30 Uhr die US-Warenhandelsbilanz sowie die Einzelhandelsbestände ohne Fahrzeuge veröffentlicht. Danach folgen um 15:30 Uhr noch die Rohöllagerbestände.

Gestern kurz nach Börsenschluss hat Microsoft seine Quartalszahlen veröffentlicht. Nicht nur beim Umsatz, sondern auch beim Ergebnis je Aktie konnte der Software-Riese die Erwartungen der Analysten schlagen. Damit gehört auch Microsoft zu den 85 % der Unternehmen, die in der laufenden Berichtssaison die Prognosen überbieten konnten. Auffällig ist, dass es trotz guter Zahlen nicht zu weiteren Kurssteigerungen reicht. Das bedeutet, dass die Anleger die guten Ergebnisse bereits eingepreist haben, daher ist die Gefahr einer Enttäuschung wesentlich größer, das hat auch SAP in dieser Woche gezeigt.

Darüber hinaus legen heute mehrere deutsche Unternehmen ihre Zahlen vor. Aus dem Dax sehen wir die Berichte von BASF, Delivery Hero, Deutsche Bank und Deutsche Börse und aus der zweiten Reihe von Puma, Telefonica und DWS. Zudem gibt es noch Zahlen von Boeing, eBay, General Electric, Gilead Sciences, MasterCard und Visa. Damit sehen wir heute schon sehr interessante Quartalsberichte, die aber im Grunde nur das Warm-Up Programm für morgen darstellen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Knapp eine Stunde vor Börseneröffnung notiert der Dax nicht nur unter der 12.000er Marke, sondern nahe der 11.800. Für die Bullen wäre es wichtig die runde 12.000er Marke zurückzuerobern. Ansonsten besteht die Gefahr das der Dax weiter nach unten durchgereicht wird. Der Dax befindet sich vorbörslich an der Unterstützung bei 11.833 bis 11.820. Geht es noch tiefer, dann ergeben sich weitere Ziele auf der Unterseite bei 11.780 und 11.718. Darunter befindet sich dann erst wieder an der 11.592 eine Unterstützung.

Sollte der Dax einen Erholungsversuch starten, dann muss er die Marken bei 11.875 und das Nachthoch bei 11.961 überschreiten. Dadurch hätte er die Chance die 12.000 zu überwinden. Bei 12.033 liegt dann der nächste Widerstand. Hier könnte er bereits wieder den Rückwärtsgang einlegen. Überschreitet er jedoch die Marke, dann folgen bei 12.090 und bei 12.145 weitere Hürden.

DAX daily: Tagesausblick 28.10. - M30-Chart - Dax stürzt ab

Heutige Pivot Punkte (PP):

12.393 – Pivot Punkt R2

12.170 – Pivot Punkt R1

12.055 – Pivot Punkt

11.831 – Pivot Punkt S1

11.717 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

11.820 – Monatstief Okt. 19

11.760 – 138,2 % Extension (Hoch 13.460)

11.718 – 161,8 % Extension (Hoch 12.279)

11.592 – 161,8 % Extension (Hoch 13.460)

Dax Widerstände (WS):

11.895 – Vorbörse

11.961 – Nachthoch

12.033 – 100 % Extension (Hoch 13.460)

12.090 – WS aus dem H1-Chart

12.145 – Volume-Profile (VOP)

12.254 – Tief 30.07. / vorbörsliches Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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