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Märkte

Ölpreis steigt spürbar – warum das eine ziemlich wacklige Nummer ist

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ölpumpe Beispielbild im Sonnenuntergang

Der Ölpreis ist ab gestern Nachmittag spürbar nach oben gesprungen. Der Auslöser ist eindeutig. Aber erst ein kleiner Schritt zurück. Wochenlang zeigte der Markt tendenziell eher Schwäche. Das lag auch daran, dass die Lagerbestände für Rohöl seit Wochen immer voller wurden, wie die folgende Grafik zeigt (jeder Balken steht für eine Wochen-Veränderung).


source: tradingeconomics.com

Ölpreis steigt dank Lagerdaten

Und wie jede Woche veröffentlichte Dienstag Abend das American Petroleum Institute (API) die Lagerdaten für die USA mit einem Zuwachs von 4,4 Millionen Barrels. Und so dachte der Ölmarkt: Aha, der Trend setzt sich fort, die Lagerbestände steigen weiter. Aber wie jede Woche wartete man auf die offizielle Bestätigung der staatlichen Lagerdaten. Und die wurden gestern um 16:30 Uhr deutscher Zeit überraschend mit einem Minus von 1,7 Millionen Barrels vermeldet. Tja, ist das die „große Wende“ am Ölmarkt? Die Lager leeren sich, und nun kann der Ölpreis schön ansteigen?

Wie geht es weiter?

Man sieht ja oben in der Grafik. Wochenlang füllten sich die Lager, und jetzt dieser eher geringe Rückgang. Will man daraus eine Trendwende ablesen? Das ist doch noch eine ziemlich dünne und wacklige Argumentationsgrundlage. Aber die ALGOS (Computerprogramme) freuten sich gestern Nachmittag sofort über dieses unerwartete Ereignis. Und so stieg der Ölpreis (WTI-Öl) zügig von 54,20 Dollar auf 56,04 Dollar in der Spitze. (großer Aufwärtsbalken rechts im Chart, der bis zum 26. September zurückreicht). Bis jetzt ist der Ölpreis ein wenig zurückgekommen auf aktuell 55,66 Dollar, aber unterm Strich verbleibt noch ein gutes Plus nach den gestrigen Lagerdaten.

Hinzu kommt die seit fast einer Woche am Markt kursierenden Gerüchte (oder nennen wir es besser Hoffnungen), dass die OPEC in ihrem Dezember-Meeting oder schon vorher die langfristige Fördermengenkürzung nicht nur zeitlich, sondern endlich auch mal mengenmäßig ausweitet, da die globale Nachfrage zu schwächeln scheint. Aber immer noch fehlen offizielle Aussagen zu dem Thema. Aber es ist durchaus realistisch, dass die OPEC die Kürzungen mengenmäßig ausweitet. Aber noch sind das Vermutungen, Gerüchte, Hoffnungen. Für einen nachhaltigen Anstieg im Ölpreis sind die gestrigen Lagerdaten + ein bisschen OPEC-Hoffnung eine noch recht dünne Argumentation.

Ölpreis WTI seit dem 26. September

Größeres Bild

Im ganz großen Bild könnte man natürlich sagen, dass der Ölpreis schon sehr stark gefallen ist, und dass endlich mal irgendwo ein Boden etabliert werden sollte. Der folgende Chart reicht zurück bis 2017. Sind die Niveaus um die 51 Dollar (3 Tiefpunkte in diesem Jahr) der Boden?

Ölpreis WTI seit 2017

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Finanznews

Aktienmärkte: Stimulus, kein Stimulus, Stimulus..Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte nach wie vor hoffnungsvoll, dass es den Stimulus doch noch geben wird. Die Rohstoffmärkte (Öl, Kupfer) preisen dagegen ein Scheitern ein..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte nach wie vor hoffnungsvoll, dass es den Stimulus durch die US-Politik doch noch geben wird. Interessant ist, dass die Rohstoffmärkte (Öl, Kupfer) im Gegensatz zu den Aktienmärkten offenkundig bereits ein Scheitern der Gespräche zwischen US-Demokraten und US-Republikanern einpreisen. Die Lage ist diffus: Einmal heißt es, dass die Chance gering sei, dann wieder wird Hoffnung geschürt. So oder so: die Einigung muß bald erfolgen, sonst schließt sich das Fenster bis nach der US-Wahl. Kommt der Stimulus, dürften die Aktienmärkte das feiern – wenn nicht, könnte schnell Katerstimmung einkehren. Der Dax heute schwächer – Bayer belastet nach einer Gewinnwarnung – Bayer ist nun an der Börse weniger wert als der Konzern für die Übernahme von Monsanto bezahlt hat: stupid german money..

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Aktien

Die Lage im Dax, EZB-Politik, Siemens Energy, Ideen für türkische Lira und Varta-Aktie

Redaktion

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Wie sieht derzeit die Lage im Dax aus, und wie könnte der aktive Börsianer derzeit agieren um Gewinne in einem Seitwärtsmarkt mitzunehmen? Einige interessante Aussagen dazu macht ein Experte im folgenden Interview mit Manuel Koch. Auch erwähnt wird eine mögliche geldpolitische Wende seitens der EZB.

Zum Börsengang von Siemens Energy wird der CEO interviewt, sowie Robert Halver von der Baader Bank. Interessante Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie werden im Video auch besprochen. Bei Euro gegen türkische Lira bestehe eine gute Möglichkeit für einen LONG-Trade über das Vehikel einer Stop Buy-Order. Bei der Aktie von Varta könne man ebenfalls auf steigende Kurse setzen mit einer Market-Order.

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Gold/Silber

Goldpreis steigt über 1.900 Dollar-Marke – aktuelle Lage und Ausblick

Claudio Kummerfeld

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Ein Gold-Barren

Der Goldpreis konnte gestern nach guten Konjunkturdaten leicht ansteigen. Eine bessere Konjunktur in den USA steht gleichbedeutend mit einer höheren Inflationserwartung (durch das Anziehen der Nachfrage), was wiederum für Gold spricht – zumal die Fed die Garantie gegeben hatte, bis zum Jahr 2023 die Zinsen nicht anzuheben. Deswegen stieg der Goldpreis gestern gut 10 Dollar an auf knapp unter 1.900 Dollar.

Bis heute Mittag ging es unklar weiter unter der Marke von 1.900 Dollar. Um 14:30 Uhr gab es vorhin die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Verbraucherpreise aus den USA. Die Anträge fielen besser aus, und die Inflation kam ein klein wenig höher rein als gedacht. Das Interessante dabei: Der Goldpreis fing schon vorher ab 14:15 Uhr an zu steigen, von 1.898 auf 1.909 Dollar im Hoch um 14:35 Uhr.

Goldpreis nach dem ISM-Index und Ausblick auf morgen

Der Goldpreis steigt – und das obwohl der US-Dollar Index (Währungskorb) seit 14:30 Uhr von 93,60 auf 93,80 Indexpunkte gestiegen ist. Ganz aktuell um 16 Uhr wurde der ISM-Index veröffentlicht. Mit 55,4 Punkten kam er schwächer rein als erwartet (56,4). Und zack, aktuell rutscht der Goldpreis wieder runter auf 1.898 Dollar.

Was lernen wir daraus? Die Lage im Goldpreis ist derzeit mehr als undeutlich. Eigentlich würde man denken, dass nun mal wieder ein Anlauf anstehen könnte für Kurse deutlich über 1.900 Dollar. Eigentlich ist der Markt diese Woche sehr datenlastig unterwegs, und bleibt fixiert auf den US-Dollar. Aber die Lage am Markt scheint nicht ganz klar zu sein. Eine große kräftige Bewegung ist derzeit nicht vorhanden. Morgen um 14:30 Uhr werden die großen offiziellen US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Vielleicht bringen sie endlich eine klare Richtung, eine kräftige Bewegung in den Markt? Im Chart sehen wir den Kursverlauf seit Ende letzter Woche.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis seit Ende letzter Woche

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