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Märkte

Ölpreis steigt weiter an – der Grund ist eindeutig

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Der Ölpreis haussiert derzeit als gäbe es kein Halten mehr. Die Frage lautete in den letzten Tagen: Was wiegt schwerer auf dem Ölmarkt? Die Iran-Krise und mögliche Lieferprobleme, wenn Schiffe nicht mehr oder schwieriger durch den Golf aufs Offene Meer kommen? Oder läuft die globale Konjunktur derart schlecht, dass die Öl-Nachfrage einbricht? Dies würde den Ölpreis schwächen!

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Lager beeinflussen Ölpreis

Das weltweit verlässlichste Barometer sind die Öl-Lagerbestände in den USA, die wöchentlich veröffentlicht werden. Der Chart zeigt den WTI-Ölpreis seit dem 1. Juli. Dort sieht man gut, wie der Ölpreis tagelang nicht wusste, ob man vielleicht nicht doch unter die Marke von 56 Dollar fallen soll. Dann am Dienstag Abend kamen die privat veröffentlichten API-Lagerbestände, welche mit -8,1 Millionen Barrels schon einen kräftigen Rückgang der Lager andeuteten. Und so konnte der Anstieg im Ölpreis starten von 58 Dollar auf 59,50 Dollar gestern Nachmittag.

Dann kamen die offiziellen Lagerbestände der US-Energiebehörde EIA, welche mit -9,5 Millionen Barrels sogar einen noch stärkeren Rückgang der Lager zeigten. Somit konnte der Ölpreis seit gestern 16:30 Uhr bis heute früh weiter ansteigen von 59,50 auf jetzt 60,73 Dollar. Denn sich leerende Lager zeigen: Entweder ist die Nachfrage der Raffinerien und Endverbraucher stark, oder die weltweite Fördermenge sinkt. Oder beides gleichzeitig! Dies ist natürlich gut für einen steigenden Ölpreis!

In US-Finanzmedien wird derzeit erwähnt, dass ein unterstützender Faktor für den aktuellen Ölpreis-Anstieg ist, dass derzeit ein Tropensturm über dem Golf von Mexiko aufzieht. Deswegen seien mehrere Ölplattformen evakuiert worden (vorübergehend weniger Fördermenge).

Ölpreis WTI seit dem 1. Juli

Großes Chartbild

Der folgende Chart zeigt das große Bild im Ölpreis-Verlauf seit 2017. Im Augenblick hat sich der Ölmarkt für steigende Kurse entschieden. Aus grober charttechnischer Betrachtung wäre das Zwischenhoch bei um die 65 Dollar ein Widerstand, den man anlaufen könnte. Aber herje…. bei der politischen Lage, und bei der Beachtung von Konjunkturdaten und Lagerdaten… sollte man da ein Übergewicht auf eine charttechnische Betrachtungsweise legen? Wie immer unser Hinweis zum Schluss. Der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar. Bilden Sie sich immer ihre eigene Meinung!

Ölpreis WTI seit 2017

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Anleihen

Goldpreis versus Zins – das Leiden ist nur von kurzer Dauer

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Zuletzt kam der Goldpreis unter Druck, nachdem die Kapitalmarktzinsen sprunghaft von historischen Tiefstständen aus anstiegen. Doch das ist nur ein Intermezzo auf dem langen Weg der Zinsen Richtung null und tiefer. Das Interesse an Gold von Seiten der Investoren ist gerade erst neu erwacht und nur die wenigsten erkennen den sich abzeichnenden Megatrend der monetären Edelmetalle.

Goldpreis – mittelfristiges Einstiegsniveau

In der aktuellen ökonomischen und geopolitischen Gemengelage sowie unter Berücksichtigung des übergeordneten Schuldentrends ist jeder Rücksetzer beim Goldpreis eine Kaufgelegenheit. Eingefleischte Aktienfans mag das schockieren, aber sie liegen schon seit geraumer Zeit mit dem Ignorieren von Goldinvestments falsch. Währen der DAX soeben seine Stände aus dem April 2015 wiedererreicht hat, stieg der Goldpreis in Euro in den letzten vier Jahren um 42 Prozent an. Auch auf Dollarbasis schlägt Gold wieder die Aktien: Der S&P 500 bringt es im Jahresvergleich auf eine Performance von 3,09 Prozent – der Goldpreis auf satte 25,27 Prozent, und das trotz aktueller Korrektur. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen ist um 43 Prozent geschrumpft, die Anleihen vice versa um 9,44 Prozent gestiegen.

Goldpreis Anleihen Rendite Vergleich

Den Hochpunkt der jüngsten Kurs-Rallye erreichte der Goldpreis just zu dem Zeitpunkt, als die US-Renditen ein neues Tief bei 1,45 Prozent p. a. für zehnjährige Staatsanleihen markierten. Doch bei 1.555 US-Dollar pro Unze war erst einmal Schluss. Die aktuelle Korrektur führte den Goldpreis im Tief auf die Unterstützung bei ca. 1.487 Dollar (23,6 Prozent Fibonacci Retracement). Ob wir von hier aus gleich wieder Richtung zyklischer Höchststände drehen, hängt stark von der heutigen Fed-Sitzung und der anschließenden Verbalakrobatik von Jerome Powell ab.

Goldpreis in US-Dollar seit März

Doch wie ich bereits jüngst in dem Artikel „Trump hat recht – die Fed lügt“ schrieb, kommt die US-Notenbank gar nicht umhin, ebenfalls noch in diesem Jahre ein neues QE-Programm zu starten. Die Staatsverschuldung der USA explodiert einfach zu stark, als dass der Markt allein die Flut an neuen Staatsanleihen aufnehmen kann. Zumal auch die explodierenden Zinszahlungen der US-Bundesregierung mit neuen Schulden refinanziert werden müssen. Wie schnell dabei die exorbitante Emission von US-Staatsanleihen und die damit einhergehende Absaugung von Liquidität für die Finanzmärkte gefährlich werden kann, haben wir gestern gesehen, als der amerikanische Reposatz binnen kürzester Zeit in den zweistelligen Bereich nach oben schoss und nur durch eine Rettungsmaßnahme der Fed ein Dominoeffekt mit unvorhersehbaren Folgen verhindert werden konnte.

US-Bundesregierung Zinszahlungen

Fazit

Schaut man sich das „Big Picture“ an, überwiegen nach wie vor ganz klar die Pro-Argumente für Gold. Es ist auch nicht absehbar, wie die Zentralbanken aus dem Teufelskreis explodierender Schulden, sinkender Zinsen und massiven QE-Programmen wieder herauskommen wollen. Der weltweit einmalige und von fiskalischen Stimuli begleitete Versuch der Fed dies zu schaffen, scheiterte bereits im Ansatz. Es gibt perspektivisch nur zwei Lösungen für dieses Dilemma: Entweder die Schulden werden weg inflationiert und dabei die Währungen ruiniert oder es kommt zum globalen Schuldenschnitt, den Frau Lagerde favorisiert, mit gleichem Effekt für die Währungen. In beiden Fällen schützen ultimativ nur reale Vermögenswerte, allen voran Gold und Silber – physisch, anonym und nicht verliehen.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +1,1 Mio Barrels (jetzt 417,1 Mio)

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 417,1 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 1,1 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -2,5 Mio lagen.

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Die Benzinbestände wurden mit 220,8 Mio Barrels gemeldet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 0,8 Million Barrels darstellt. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei -0,5 Mio.

Die gestern Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +0,59 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (erwartet -2,5). Die Benzinbestände stiegen laut API um 1,6 Mio Barrels. Destillate stiegen um 2,0 Mio Barrels.

Die Produktion liegt bei 12,4 Millionen Barrels pro Tag gegenüber 12,4 Mio in der Vorwoche.

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung unverändert bei 58,25 Dollar. Derzeit dürften die US-Lager auch nicht ganz im Vordergrund stehen. Das wäre vielleicht der Fall gewesen bei einer sehr großen unerwarteten Veränderung, aber nicht bei +1,1 Mio.


source: tradingeconomics.com

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Indizes

Rüdiger Born: Fed-Entscheidung heute Abend – Chancen im Dow

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Die Fed-Entscheidung heute Abend ist sehr wichtig! Im Dow gibt es eine Chance auf weiter steigende Kurse. Kurzfristig sieht er eher bärisch aus. Dazu mehr im folgenden Video. Die Tesla-Aktie ist aktuell mein „Trade des Tages“. Lesen Sie diese und alle noch folgenden Analysen gratis. Dazu melden Sie sich bitte hier an.

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