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Märkte

Ölpreis steigt weiter an – der Grund ist eindeutig

Claudio Kummerfeld

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am

Der Ölpreis haussiert derzeit als gäbe es kein Halten mehr. Die Frage lautete in den letzten Tagen: Was wiegt schwerer auf dem Ölmarkt? Die Iran-Krise und mögliche Lieferprobleme, wenn Schiffe nicht mehr oder schwieriger durch den Golf aufs Offene Meer kommen? Oder läuft die globale Konjunktur derart schlecht, dass die Öl-Nachfrage einbricht? Dies würde den Ölpreis schwächen!

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Lager beeinflussen Ölpreis

Das weltweit verlässlichste Barometer sind die Öl-Lagerbestände in den USA, die wöchentlich veröffentlicht werden. Der Chart zeigt den WTI-Ölpreis seit dem 1. Juli. Dort sieht man gut, wie der Ölpreis tagelang nicht wusste, ob man vielleicht nicht doch unter die Marke von 56 Dollar fallen soll. Dann am Dienstag Abend kamen die privat veröffentlichten API-Lagerbestände, welche mit -8,1 Millionen Barrels schon einen kräftigen Rückgang der Lager andeuteten. Und so konnte der Anstieg im Ölpreis starten von 58 Dollar auf 59,50 Dollar gestern Nachmittag.

Dann kamen die offiziellen Lagerbestände der US-Energiebehörde EIA, welche mit -9,5 Millionen Barrels sogar einen noch stärkeren Rückgang der Lager zeigten. Somit konnte der Ölpreis seit gestern 16:30 Uhr bis heute früh weiter ansteigen von 59,50 auf jetzt 60,73 Dollar. Denn sich leerende Lager zeigen: Entweder ist die Nachfrage der Raffinerien und Endverbraucher stark, oder die weltweite Fördermenge sinkt. Oder beides gleichzeitig! Dies ist natürlich gut für einen steigenden Ölpreis!

In US-Finanzmedien wird derzeit erwähnt, dass ein unterstützender Faktor für den aktuellen Ölpreis-Anstieg ist, dass derzeit ein Tropensturm über dem Golf von Mexiko aufzieht. Deswegen seien mehrere Ölplattformen evakuiert worden (vorübergehend weniger Fördermenge).

Ölpreis WTI seit dem 1. Juli

Großes Chartbild

Der folgende Chart zeigt das große Bild im Ölpreis-Verlauf seit 2017. Im Augenblick hat sich der Ölmarkt für steigende Kurse entschieden. Aus grober charttechnischer Betrachtung wäre das Zwischenhoch bei um die 65 Dollar ein Widerstand, den man anlaufen könnte. Aber herje…. bei der politischen Lage, und bei der Beachtung von Konjunkturdaten und Lagerdaten… sollte man da ein Übergewicht auf eine charttechnische Betrachtungsweise legen? Wie immer unser Hinweis zum Schluss. Der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar. Bilden Sie sich immer ihre eigene Meinung!

Ölpreis WTI seit 2017

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Anleihen

Aktienmärkte: Ist das das nächste große Ding? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte der Wall Street heute allesamt mit neuen Allzeithochs, während der Dax weiter stagniert und sogar einen leichten Wochenverlust ausweist – und das trotz neuem Optimismus in Sachen Brexit. Aber der Fokus richtet sich nun immer mehr auf die US-Anleihemärkte mit steigenden Renditen, die Zinskurve versteilt sich weiter (gut für Finanz-Aktien, nicht so gut für Tech, daher der Nasdaq heute nur mit kleinen Gewinnen). Sollten die Renditen weiter steigen, werden US-Anleihen wieder zunehmend zur Konkurrenz für die Aktienmärkte. Dort aber herrscht nach wie vor eine „Rundum-sorglos-Stimmung“, vor allem die „Corona-Verlierer“ werden wieder gekauft (der Sektor Energie daher wider mit den größten Gewinnen)..

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Allgemein

Negativzinsen und Druckerpresse: Auswirkungen auf Menschen und Schrottunternehmen

Claudio Kummerfeld

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Negativzinsen helfen Schrottfirmen und schaden den Sparern

Die Druckerpressen von EZB, Federal Reserve und Co laufen auf Hochtouren. Und dank dem neuem US-Präsidenten Joe Biden (Vereidigung am 20. Januar) dürfte das Tempo an neu geschaffenem Geld und neuer Staatsverschuldung nochmal Fahrt aufnehmen. Auch die Eurozone steht dem mit der EZB in Nichts nach. Die Null- und Negativzinsen bleiben weiter dort wo sie sind, und das auf lange Zeit. Das haben die Notenbanker auf beiden Seiten des Atlantiks klar gemacht. Was passiert, wenn Negativzinsen und Druckerpresse auf Menschen und Schrottunternehmen treffen? Hier kurz und knapp zwei Beispiele.

Die Schrottunternehmen werden auch gerne als Zombieunternehmen bezeichnet. Dies sind Unternehmen, die zum Beispiel noch nicht mal genug Geld verdienen um ihre Zinslast auf Kredite bedienen zu können. Oder sie überleben nur noch dank Staatshilfen, aber nicht aus strukturell echten Einnahmen. Wer Schrott ist, muss am Kapitalmarkt für Schulden eine höhere Risikoprämie zahlen. Denn der potenzielle Käufer von Schrottanleihen will sich das höhere Risiko einer Nicht-Zurückzahlung der Anleihe natürlich honorieren lassen. Von daher notieren die Renditen von Junk Bonds (Anleihen begeben von Unternehmen mit zweifelhafter Bonität) immer deutlich höher als die von gut angesehenen Unternehmen.

Derzeit aber, wo die Notenbanken alles mit frisch gedrucktem Geld überschwemmen und wo die Negativzinsen alles runterdrücken, da profitieren auch die Zombieunternehmen von immer weiter fallenden Renditen für ihre Schulden. Wie der folgende zehn Jahre zurückreichende Chart zeigt, ist die durchschnittliche Rendite für Junk Bonds in den USA auf ein neues Rekordtief von 4,45 Prozent gesunken, mehr als zwei Prozentpunkte unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Die Zombies freuen sich also über immer geringere Kosten für ihre Schulden.

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Der Spar-Michel zahlt die Zeche

Man erinnere sich noch zurück, als hier und da die aller erste Sparkasse oder Volksbank Negativzinsen für Kontoguthaben einführte. Was gab das für einen Aufschrei. Heute ist das Alltag. Und die Lawine rollt immer weiter. Die ganz frische Veröffentlichung des Portals Biallo zeigt, dass auch die Direktbanken immer stärker auf den Zug aufspringen. 240 Banken insgesamt kassieren mittlerweile Negativzinsen im Privatkundenbereich, bei Firmenkunden sind es 317 Geldhäuser. Beim sogenannten Verwahrentgelt gelten in der Regel bestimmte Freibeträge, die von 5.000 Euro bis zu Millionenbeträgen reichen. Elf Geldhäuser langen bereits ab dem ersten Euro zu. Die DKB folgt aktuell der ING und führt ab sofort einen Negativzins in Höhe von minus 0,5 Prozent ein – für Einlagen ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto. Wie bei der ING sollen Bestandskunden erst mal nicht betroffen sein.

Damit dürfte die Negativzins-Welle, die derzeit auf Sparer zurollt, noch mal deutlich an Fahrt gewinnen. Denn laut jüngsten Recherchen von Biallo haben auch große Regionalbanken in Hamburg, München und Köln zuletzt einen Strafzins für private Einlagen eingeführt. Erst gar keine Negativzinsen, jetzt gibt es immer mehr, aber mit Freibeträgen. Da das Umfeld aus Null- und Negativzinsen noch jahrelang anhalten wird, und da die Banken margentechnisch unter immer größerem Druck stehen, darf man annehmen, dass diese Freibeträge in Zukunft stetig verringert werden, und dass auch immer öfter von Bestandskunden Negativzinsen kassiert werden, und nicht nur von Neukunden.

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Devisen

Rüdiger Born: Aktuelle Lage im Dow, mögliche Idee für den Yen

Rüdiger Born

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am

Im folgenden Video schaue ich direkt am Chart auf die aktuelle Entwicklung im Dow Jones und seine Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten. Auch überlege ich, ob im Yen ein interessanter Trade möglich sein könnte.

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